Wer schon immer mal eine Scheibe mit einem Mausklick in eine Umlaufbahn schießen wollte, bekommt dazu in einem netten kleinen Geschicklichkeitsspiel von Firebrand Games gleich mehrfach die Gelegenheit. Voraussetzungen sind allerdings gute Nerven und Geduld.
Das Geschicklichkeitsspiel Solar Flux hält sich gar nicht erst lange mit einer Hintergrundgeschichte auf, sondern wirft den Spieler direkt in die Weiten des Weltalls. Dort muss er mit einem kleinen runden Raumschiff mehrere leuchtende Plasmakugeln einsammeln. Gemeinerweise lässt sich das Raumschiff nur indirekt steuern.

Das Tutorial zeigt, wie das Spielprinzip funktioniert: Klickt man links neben das Raumschiff (etwa an die hier mit einem Kreuz markierten Stelle), bewegt es sich nach rechts.
Am Drücker
Jeder Mausklick hinter oder neben das kleine Raumschiff beschleunigt dieses langsam in die entgegengesetzte Richtung. Der Spieler klickt seinen Gleiter sozusagen vom Mauszeiger weg, ganz ähnlich zum Schnipsen einer Murmel. Mit gezielten Mausklicks muss der Spieler sein Raumschiff dann über die leuchtenden Plasmakugeln navigieren. Mit der so eingesammelten Energie kann man dann eine der in der Umgebung befindlichen Sonnen aufladen.

Die Sonne rechts hat nur noch 20 Prozent Energie. Um sie wieder aufzuladen, muss man alle gelben Plasmabälle einsammeln und die Energie dann in die Sonne schießen.
Das ganze Vorhaben erschweren zahlreiche Hindernisse, wie etwa Asteroidenfelder, Energiebarrieren oder gleich ganze Planeten. Letztgenannte lassen sich allerdings auch geschickt für das eigene Vorhaben einspannen: In der Nähe eines Planeten schwenkt das Raumschiff automatisch in eine Umlaufbahn ein. Das ist auch häufig notwendig, verbraucht doch jeder Mausklick etwas Treibstoff, der wiederum stark limitiert ist.

Zu Beginn eines Levels ist das Raumschiff in diesem Mutterschiff arretiert. Mit der Maus kann man die Abschussrichtung vorgeben (angezeigt durch den langen Strich).
Gute Sonne, schlechte Sonne
Aber auch die Sonnen lassen sich als Helfer einspannen: Sobald man die eingesammelte Plasmaenergie in eine Sonne schießt, führt dies zu einer starken Energiewelle, die das kleine Raumschiff in die entgegengesetzte Richtung drückt. Gefährlich ist allerdings das Licht der Sonnen. Gerät man aus dem Schatten eines Planeten, greifen die Strahlen das Schutzschild an. Ist dieses aufgebraucht, explodiert das Raumschiff und man muss die Mission erneut in Angriff nehmen.
Konnte man schließlich alle auf dem Bildschirm vorhandenen Sonnen wieder auf 100 Prozent Energie aufladen, geht das Sammeln in einem neuen, schwierigeren Level von vorne los. Insgesamt 80 Level in vier verschiedenen Galaxien muss der Spieler meistern.
Teurer Müllsammler
Entwickler Firebrand Games verkauft sein Spiel in gleich mehreren Online-Shops zu unterschiedlichen Preisen. Für 7 Euro und damit gleichzeitig am günstigsten bekommt man den Geschicklichkeitstest auf Desura [3]. Auf Steam bezahlt man 9 Euro [2], während der Humble Store gleich 9,50 Euro verlangt [4]. Wer auf Desura und im Humble Store kauft, erhält eine kopierschutzfreie Version und darf das Spiel als Bonus noch auf Steam freischalten.
Des Weiteren ist Solar Flux derzeit noch Teil der Aktion Humble PC and Android 12 Bundle [6]. Dabei darf man für mehrere Linux-Spiele zahlen, was man möchte. Solar Flux gibt es allerdings erst, wenn man mindestens den aktuellen Durchschnittspreis auf die virtuelle Ladentheke legt. Dieser lag bei der Veröffentlichung dieses Artikels bei knapp 5,30 Dollar und somit noch unter dem auf Desura verlangten.
Fazit
Solar Flux ist ein nettes kleines Spielchen für zwischendurch. Man merkt ihm jedoch stark an, dass es primär für mobile Geräte mit Touch-Screen konzipiert wurde: Mit dem Finger tippt man schneller, als mit der Maus. Hat man sich jedoch erst einmal an die Steuerung gewöhnt, macht die Jagd nach den Plamakugeln durchaus Spaß – zumindest solange, bis sich nach ein paar Leveln die Spielelemente wiederholen. Die mangelhafte Abwechslung und der im späteren Verlauf recht hohe Schwierigkeitsgrad drücken auf die Motivation. Dennoch kramt man Solar Flux gerne mal in der Mittagspause hervor. Die Verlangten 9,50 Euro erscheinen jedoch für dieses kleine Spiel etwas zu hoch. In einer Sonderaktion sollten Liebhaber von Geschicklichkeitsspielen jedoch zuschlagen.
Solar Flux
| Bezugsquelle: | http://www.solarfluxgame.com/ |
| Entwickler: | Firebrand Games |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | je nach Anbieter 7 bis 9,50 Euro |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor ab Klasse eines Intel Core 2 Duo, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte ab Klasse einer Nvidia 8000 |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://www.solarfluxgame.com/
[2] Steam:
http://store.steampowered.com/app/251910/
[3] Desura:
http://www.desura.com/games/solar-flux
[4] Humble Store:
https://www.humblebundle.com/store/p/solarflux_storefront
[5] „Humble PC and Android Bundle 12“ und Bioshock Infinite veröffentlicht
– Tim Schürmann, „Spielenachschub“, LinuxCommunity, 18.03.2015:
https://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Humble-PC-and-Android-Bundle-12-und-Bioshock-Infinite-veroeffentlicht









