Unter dem Namen Vivaldi sollte ein Tablet-PC mit frei zugänglichen Bauplänen und KDE als Benutzeroberfläche entstehen. Daraus wird jedoch nichts: Das Projekt wurde jetzt zusammen mit der Entwicklerplatine Improv eingestampft.
Als ersten Schritt auf dem Weg zur „offenen Hardware für KDE“ hatte das Projekt zunächst eine Basis- und Entwicklerplatine namens Improv entwickelt. Dessen Produktion sollte durch Vorbestellungen finanziert werden (LinuxCommunity berichtete). Das Improv-Board hätte bei VaultTechnology 75 Dollar plus Versand gekostet.
In einer E-Mail an alle Vorbesteller hat Carl Symons von VaultTechnology jetzt jedoch die Einstellung des Improv-Projekts angekündigt. Als Grund nennt er die zu geringe Unterstützung, die eine Herstellung verhindern würde – und das, obwohl die Improv-Platine produktionsreif sei.
Nach Ansicht von Carl Symons sei die Community noch nicht reif für offene Hardware. Darüber hinaus hätten die Improv-Macher ihr Projekt auch schlecht kommuniziert beziehungsweise beworben. Wie Carl Symons ankündigt, bedeutet das Ende der Improv-Hardware auch gleichzeitig das Aus für das KDE-Tablet Vivaldi.
Von den Geldern der Vorbesteller hatte das Projekt bereits Komponenten von einem chinesischen Zulieferer erwoben. Darüber hinaus fielen Gebühren für die Online-Überweisungen an. Die Vorbesteller erhalten daher erst einmal nur einen Teil ihres Geldes in den nächsten Tagen zurück. Aaron Seigo, geistiger Vater der Vivaldi- und Improv-Projekte, sucht jedoch nach einer Möglichkeit, den Fehlbetrag auszugleichen. Aaron Seigo selbst hatte bereits 200.000 Dollar aus eigener Tasche in das Tablet investiert.





