Bereits 1992 herrschte in deutschen Wohnzimmern im wahrsten Sinne des Wortes eine Bombenstimmung: Im Spiel Dynablaster versuchten sich mehrere Spieler gegenseitig wegzubomben. Dem alten launigen Spielprinzip verpassten jetzt Titan & Haujobb ein zeitgemäßes Gewand.
In Dynablaster Revenge müssen mehrere Spieler auf einem schachbrettartigen Spielfeld die jeweils anderen Spielfiguren mit Bomben ins Jenseits jagen. Wer als Letzter übrig bleibt, hat das Spiel gewonnen. Allerdings darf man nicht einfach beliebig drauflos sprengen.

In Dynablaster Revenge muss man sich mit den Bomben zunächst einen Weg zu den anderen Spielern freisprengen.
Sprengplatz
Hat ein Spieler eine Bombe auf einem Feld abgelegt, muss er abwarten, bis sie explodiert ist. Erst danach darf er ein neues Exemplar platzieren. Darüber hinaus stehen auf dem gesamten Spielfeld zahlreiche Kisten und Mauern herum, hinter denen die Spieler Deckung suchen können. Während die Mauern jedem Sprengversuch widerstehen, lassen sich die Kisten in ihre Einzelteile zerlegen.

Die Explosionen werden im weiteren Spielverlauf immer heftiger – zum einen durch entsprechende Boni, zum anderen durch Kettenreaktionen.
Zerstörte Kisten geben hin und wieder einen Bonusgegenstand frei. Wer ihn einsammelt, vergrößert etwa den Explosionsradius seiner Bomben oder darf mehrere Bomben schnell hintereinander legen. Damit lassen sich dann sogar fiese Kettenreaktionen mit großer Sprengkraft erzeugen. Welche Bonusgegenstände prinzipiell zur Verfügung stehen, darf man vor Beginn einer Partie festlegen. Wer nicht alleine die Computergegner wegbomben möchte, darf auch gegen mehrere menschliche Gegner antreten.
Erster!
Die Entwickler veröffentlichten Dynablaster Revenge erstmals auf der Revision 2014 in Saarbrücken [2]. Auf dieser Veranstaltung dreht sich eigentlich alles um Demos und somit kleine, in Echtzeit berechnete, selbstablaufende und möglichst beeindruckende Animationen. Die Veranstalter schreiben allerdings auch einen Wettbewerb für das beste Spiel aus, bei dem Dynablaster Revenge direkt den ersten Preis abräumte.
Ihr Spiel stellen die Macher kostenlos zum Download bereit. Die Inbetriebnahme unter Linux erfordert allerdings ein paar Mausklicks: Zunächst installiert man über den Paketmanager die Pakete zu libqt4-core, libqt4-gui, libqt4-opengl, libqt4-network, der Version 2 der SDL und libasound2. Unter Ubuntu spielt folgender Kommandozeilenbefehl alles Notwendige ein:
sudo apt-get install libqt4-core libqt4-gui libqt4-opengl libqt4-network libsdl2-2.0-0 libasound2
Jetzt lädt man sich unter [3] das ZIP-Archiv herunter. Der entsprechende download-Link ist allerdings recht gut versteckt. Er wartet rechts unterhalb des Balkens popularity. Das ZIP-Archiv entpackt man auf der Festplatte und kopiert dann den kompletten Inhalt des Unterverzeichnisses linux eine Ebene höher (in genau das Verzeichnis, in dem auch die Datei dynablaster.exe liegt). Wer ein 64-Bit-System betreibt, startet jetzt das Programm dynablaster_x64, alle anderen mit einem 32-Bit-System rufen hingegen die Datei dynablaster_x86 auf. Die Steuerung der eigenen Figur erfolgt mit den Pfeiltaste, [Strg] legt eine Bombe.
Fazit
Dynablaster Revenge ist wie sein Vorbild ein launiges kleines Partyspiel. Richtig Spaß macht es nur gegen echte Menschen, die idealerweise gemeinsam in einem Raum sitzen oder zumindest über einen Sprachkanal miteinander sprechen können. Die Grafik ist knuffig und charmant. Die unterschiedlichen Arenen bieten zwar optische Abwechslung, haben aber sonst keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen.
Dynablaster Revenge
| Bezugsquelle: | https://dynablaster.titandemo.de |
| Entwickler: | Titan & Haujobb |
| Lizenz: | Eigene |
| Preis: | Kostenlos |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
https://dynablaster.titandemo.de/
[2] Revision 2014:
http://2014.revision-party.net/
[3] Download:
http://www.pouet.net/prod.php?which=62926








