Ein kleines Knobelspiel von Carbide Software beansprucht die kleinen grauen Zellen gleich doppelt und zwingt im wahrsten Sinne des Wortes zum Umdenken.
In Rorschax blickt der Spieler auf mehrere quadratische Spielesteine. Ihre Oberseite ist weiß poliert, die Unterseite hingegen dunkelgrau. Jeden der Spielsteine kann der Spieler mit einem Mausklick umdrehen. Auf diese Weise gilt es, ein vorgegebenes Muster nachzubauen. Allerdings gibt es dabei gleich mehrere kleine Haken.
Andersherum
Sobald man einen Stein wendet, drehen sich automatisch auch alle seine Nachbarn um. Ein Mausklick ändert folglich immer mindestens vier Spielsteine. Darüber hinaus muss man die angezeigte Figur spiegelverkehrt nachbauen. Bestehen die nachzubauenden Muster zu Beginn noch aus übersichtlichen neun Feldern, wachsen sie im Laufe des Spiels auf bis zu 36 Felder an. Wer an einer Aufgabe verzweifelt, darf sich immerhin vom Spiel einen Tipp geben lassen – allerdings nur, solange noch kein Stein umgedreht wurde.
Insgesamt muss man 100 Muster nachbauen. Zu jedem von ihnen gibt das Spiel ein Zeitlimit und eine maximale Anzahl Mausklicks vor. Erfüllt man für jede der 100 Aufgaben diese „Ziele“ (Goals) und lässt man sich dabei zudem keinen Tipp geben, schaltet Rorschax noch 20 besonders schwierige Bonus-Aufgaben frei.
Spiegeltest
Entwickler Carbide Software vertreibt Rorchax über Desura [2] und im Ubuntu Software Center [3]. Dort findet man jeweils auch eine Demo-Version. Bei Desura klickt man dazu rechts im Bereich Releases auf Rorschax Demo und dann auf den leicht zu übersehenden Link download direct. Betreibt man ein 64-Bit-Linux, greift man jetzt zur Rorschax_Demo_Lin64.zip, andernfalls zu Rorschax_Demo_Lin32.zip. Das ZIP-Archiv muss man nur noch auf der Festplatte entpacken und dann das Programm Rorschax Demo.x86 beziehungsweise Rorschax Demo.x86_64 starten.

Hier wurde die Aufgabe zwar ohne Hilfe und mit der vorgegebenen Anzahl der Züge gelöst, das Zeitlimit wurde jedoch überschritten.
Im Spiel wählt man Play Game, selektiert dann eine der angebotenen Aufgaben und klickt rechts unten auf Start. Im Spiel muss man die Figur auf der linken Seite nachbauen. Sobald man über die Felder auf der rechten Seite mit der Maus fährt, zeigt Rorschax mit grünen Rahmen an, welche der Felder es bei einem Mausklick umdrehen würde.
Fazit
Die von Rorschax gestellten Aufgaben wirken auf den ersten Blick simpel, die neun Felder auf dem Bildschirm geradezu lächerlich. Da man die Muster jedoch spiegelverkehrt nachbauen muss, schnellt der Schwierigkeitsgrad recht rasant in die Höhe. Gerade als Einsteiger vergisst man diese Einschränkung gerne, sodass man häufig einfach die vorgegebene Figur nachbaut, sich diebisch freut, nur um dann festzustellen, dass man die spiegelbildliche Lösung noch gar nicht gefunden hat.

Die Aufgaben sehen leicht aus, sind es aber nicht. Diese hier ist mit nur drei Mausklicks zu löschen.
Rorschax zeigt lediglich ein paar graue Rechtecke vor einem pulsierenden Hintergrund. Nur die Entwickler wissen, warum diese kümmerliche Grafik die dabei komplett unterforderte 3D-Engine Unity darstellen muss. Da Unity zudem relativ leistungshungrig ist, läuft das eigentlich extrem anspruchslose Spiel nicht auf extrem schwachbrüstigen Rechnern.
Rorschax ist schnell erlernt, fordernd, durchaus spaßig, jedoch nicht suchterzeugend. Die verlangten zwei Euro gerade noch angemessen. Dennoch sollten Knobelfreunde Rorschax zunächst die Demoversion anspielen und erst bei Gefallen das Portemonnaie zücken.
Rorschax
| Bezugsquelle: | http://www.carbidesoftware.com/games.html#rorschax |
| Entwickler: | Carbide Software |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 2 Euro |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://www.carbidesoftware.com/games.html#rorschax
[2] Rorschax auf Desura:
http://www.desura.com/games/rorschax
[3] Rorschax im Ubuntu Software Center:
https://apps.ubuntu.com/cat/search/?q=rorschax&op=









