Die Secure-Boot-Funktion des EFI-Bios, mit der sich optional die Installation von zusätzlichen und alternativen Betriebssystemen verhindern lässt, ist Gegenstand einer Kampagne der Free Software Foundation (FSF).
Die FSF ruft Anhänger freier Software auf, sich gegen eine auf Restriktionen ausgelegte Secure-Boot-Implementation im BIOS per Unterschrift zu wehren. Aus dem Secure-Boot könne jederzeit ein Restricted-Boot werden, mahnt die FSF, denn die ursprüngliche Intention, der Schutz vor Malware, lasse sich je nach Herstellerimplementierung des EFI-Bios auch dazu verwenden, dem Nutzer die Hoheit über seinen PC zu nehmen. Es müsse deshalb gewährleistet sein, dass Secure Boot so implementiert werde, dass sich mögliche Boot-Restriktionen vom Nutzer abschalten lassen. Die FSF befürchtet, dass Betriebssystem-Hersteller wie Microsoft sich bei den Hardware-Produzenten dafür einsetzen, Secure Boot so zu implementieren, dass die Installation anderer Betriebssysteme verhindert wird. Dass Microsoft den Herstellern die Implementierung von Secure Boot vorschreiben will, wenn die das Windows-8-Logo auf ihre PCs kleben wollen, nährt diesen Verdacht. Gegen die dem EFI-Bios zugrunde liegenden Spezifikationen des Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) richtet sich der Protest nicht. Die FSF will eine verpflichtende Erklärung, dass der Nutzer die freie Wahl für den Einsatz von Software hat. Hier findet sich das Secure-Boot-Statement der FSF. Bei der FSF gibt es auch einen weiteren Bericht mit mehr Hintergrundinformation.





