Phoronix findet Ursache für kürzere Akkulaufzeiten unter Ubuntu 11.04

Phoronix findet Ursache für kürzere Akkulaufzeiten unter Ubuntu 11.04

Rätsel gelöst

Michael Larabel von Phoronix hat nach wochenlanger Forschungsarbeit die Ursache des erhöhten Stromverbrauchs von Ubuntu 11.04 entdeckt.

Laut seinem Bericht und laut offiziellem Bug Report ist ein Kernel-Patch schuld, das die Stromsparfunktion (ASPM = Active State Power Management) von PCI-Express-Karten deaktiviert. Das Problem betrifft vor allem mobile Rechner und auch andere Distributionen, wie Fedora. Es reduziert die Laufzeit der Akkus zum Teil erheblich.

Larabel liefert auch gleich einen Workaround für das Problem mit: Über die Kernel-Option pcie_aspm=force lässt sich ASPM gewaltsam aktivieren. Der Parameter kommt beim Booten des Systems ins Spiel. Um ihn im Bootmenü zu platzieren, muss man die Datei /etc/default/grub mit Root-Rechten bearbeiten. Hinter den Eintrag quiet splash fügt man direkt nach splash ein Leerzeichen ein und ergänzt dann pcie_aspm=force, gefolgt von dem schließenden Anführungszeichen.

Ein sudo update-grub2 aktualisiert nach dem Speichern der Datei den Bootmanager, nach einem Neustart sollte die Option ihre Wirkung entfalten. Der Befehl lspci zeigt bereits im Vorfeld, ob der eingesetzte Rechner überhaupt PCI Express verwendet. In seinem Artikel rechnet Larabel damit, dass vermutlich erst Kernel 3.1 einen regulären Fix für das Problem mitbringt.

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