Python-Erfinder Guido van Rossum fror Ende 2009 Entwicklungen an der Syntax der Programmiersprache ein. Mit Python 3.2 kommt nun ein Update.
Im Sinne des van Rossum’schen Moratoriums gibt es jetzt ein stabiles ABI (Application Binary Interface). Unter der Voraussetzung, dass sie sich an die Beschränkungen des neu eingeführten ABI halten, dürfen Entwickler damit Python-Extensions auch für kommenden Versionen schreiben: Erweiterungsmodule sollen sich dann auch ohne Neukompilation in Version 3.3 und höher einsetzen lassen. Das ist ein Vorteil, weil ansonsten veränderte Python-Features in der Regel auch einen Rebuild der Module verlangten.
Mit dem Kommandozeilen-Parser-Modul Argparse gibt es eine weitere Neuerung. Argparse ersetzt Optparse als Standardmodul und soll mehr Funktionen für den Einsatz der Kommandozeile bieten. Optparse bleibt wegen diverser Codeabhängigkeiten aber noch Bestandteil von Python.
Ansonsten dominieren Bugfixes die Release. Python-Entwickler Raymond Hettinger hat die weiteren Änderungen in Python 3.2 zusammengetragen. Die Release Notes nennen weitere Details.





