Das Moodle-Projekt hat sich für die neue Version seiner E-Learning-Plattform unter anderem mit neuen Plugins und APIs mächtig ins Zeug gelegt.
Um abgekupferten Inhalten vorzubeugen, wartet Moodle 2.0 mit einem neuen Plagiats-API auf, das zum Beispiel mit dem Dienstleister Turnitin zusammen arbeitet. Zu den neuen Features zählt weiter, dass jetzt jeder ein so genanntes Community Hub anlegen kann. Darunter ist eine Art Verzeichnis zu verstehen, in dem Teilnehmer dieser Community Kurse sammeln können. Interessenten nutzen dafür ein eigenes Moodle-Plugin, das aus einer Moodle-Seite einen Hub-Server macht.
Als weitere Neuerung gelten die Portfolios: Aus Moodle heraus können bestimmte Datensätze wie Forenbeiträge in verschiedenen Formate exportiert werden, etwa HTML, und auch der Flickr-Export ist möglich. Die Portfolios sind ebenfalls als Plugin realisiert. Ebenfalls neu ist die Unterstützung für Web-Services. Damit sollen sich zum Beispiel bestimmte Moodle-Funktionen auf mobile Geräte ausgeben lassen. Bei den Verbesserungen bestehender Features zählt das Projekt einen neuen HTML-Editor auf Basis von TinyMCE und das neu geschriebene Wiki-Modul auf, das jetzt etwa die Mediawiki-Auszeichnungssprache kennt. Die Übersetzer der Community haben eine neue Webseite erhalten. Eine Reihe neuer Themes ist auch hinzugekommen.
Alle Details der wirklich umfangreichen Programmverbesserungen enthalten die Release Notes. Für Moodle-Entwickler gibt es einen eigenen Abschnitt, der API-Änderungen betrifft. Zum Download stehen diverse Möglichkeiten wie TGZ- und ZIP-Dateien, CVS-Checkout oder Versionen für OS X und Windows bereit. Die neue Major-Version zieht auch Änderungen bei der benötigten PHP-Version (mindestens 5.2.8) und den Datenbanken (MySQL: 5.0.25, PostgreSQL: 8.3, Oracle: 10.2, MS SQL: 2005) nach sich. Eine eigene Seite klärt über das Systemupgrade auf.






