GHC 7 setzt auf Haskell 2010

GHC 7 setzt auf Haskell 2010

Compiler erneuert

Der Glasgow Haskell Compiler (GHC) ist mit Version 7.0.1 in einer neuen stabilen Release erhältlich.

Die neue GHC-Version verwendet nun standardmäßig die Sprachspezifikation Haskell 2010, beherrscht aber auch noch deren Vorgänger Haskell 98. Vom Einsatz des Schalters “-fglasgow-exts” wird ab sofort abgeraten, die Anwender sollen stattdessen die einzelnen Optionen angeben. Ebenfalls neu: Der Compiler besitzt einen Codegenerator für die Low Level Virtual Machine (LLVM), die in bestimmten Anwendungsfällen die Performance steigert.

Daneben haben die Entwickler den I/O-Manager verbessert, der auf Posix-Plattformen nun bis zu einer Thread-Anzahl von mehr als 100.000 skaliert. Die interaktive Haskell-Befehlszeile GHCi unterstützt nun die vollständige Import-Syntax der Sprache und kann damit beispielsweise Module qualifiziert importieren. Außerdem haben die GHC-Entwickler die verwendete MingW-Version aktualisiert, die nun besser mit Windows 7 zusammenarbeitet.

Weitere Information finden sich in den Release Notes. GHC 7.0.1 steht unter einer BSD-artigen Lizenz und ist für Linux, FreeBSD, Windows und Mac OS X erhältlich. Anwender der neuen GHC-Version sollten das Tool Cabal-Install auf Version 0.8 oder neuer aktualisieren.

Die Entwickler empfehlen Anwendern in der Regel, die Haskell Platform mit allen passenden Tools zu installieren. Diese enthält derzeit aber noch die GHC-Version 6.12.3.

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