Gerüchte zur Wahl der freien Office-Version

Gerüchte zur Wahl der freien Office-Version

Libre oder Open?

Offizielle Stellungnahmen fehlen, doch die Spatzen pfeifen es auf der Opensuse Conference von den Dächern: Open Office dürfte wohl relativ schnell aus den großen Linux-Distributionen verschwinden.

Wer in Nürnberg mit Vertretern von Projekten und Distributionen spricht, bekommt zwar keine klaren Aussagen, (“Bitte nicht zitieren”) doch hinter den Kulissen scheinen sich alle einig: Das freie Libre Office wird von Debian, Ubuntu, Red Hat, Suse und anderen sehr wahrscheinlich den Vorrang vor dem von Oracle verwalteten Open Office bekommen.

Aufgrund des immer noch großen Anteils der Open-Office-Entwickler bei Sun möchte das wohl noch niemand öffentlich sagen, doch es scheint wahrscheinlich, das die Solidarität in der Open-Source-Community hier die Entscheidung stark beeinflusst.

Nach der Gründung der Document Foundation als Betreuungsinstanz für das freie Office-Paket hat Oracle sich bislang nur in kurzen Statements geäußert, und ist dem Wunsch der Foundation, die Namensrechte übertragen zu bekommen nicht nachgekommen. Deshalb gibt es einen Fork von Open Office namens Libre Office. Kürzlich gab es über die Doppelfunktion einiger Stiftungsmitglieder mit gleichzeitigem Sitz im Community-Council von Open Office eine heftige Diskussion. Maßgeblich die bei Oracle beschäftigten Council-Mitglieder forderten den Rückzug der Foundation-Teilnehmer.

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Tux
15 Jahre her

Zumindest Ubuntu, Red Hat und Suse haben schon lange go-oo ausgeliefert und nicht OpenOffice.org. go-oo heisst jetzt LO ansonsten aendert sich nichts …

Christian Berg
15 Jahre her
Reply to  Tux

Doch! LibreOffice hat jetzt schon mehr externe Unterstützer als GoOO.org das ja ein inoffizieller Novell Spross war. GoOO.org war ja nur eine Sammlung von Patches und Add-Ons für OO.org. LibreOffice ist ein echter Fork, der als Erstes mit Aufräum-Arbeiten beginnt, damit der Quelltext endlich lesbar wird. Damit werden aber Open LibreOffice Crossover-Patches und ähnliches stark erschwert. Bis Jetzt sehen die beiden aus wie Zwillinge, aber das wird sich wohl bald ändern. Fazit: GoOO.org konnte vieles schon seit Jahren das jetzt das echte OO.org endlich lernt. Die LibreOffice Entwickung wird nicht mehr von einer Fremdfirma gebremst. OpenOffice wird wohl bald sehr… Mehr »

Freebie
15 Jahre her
Reply to  Christian Berg

“Damit werden aber Open LibreOffice Crossover-Patches und ähnliches stark erschwert.” Genau: Und die Integration der Weiterentwicklung von OpenOffice.org in LOffice wird genau darum soviel Arbeit machen, weshalb LOffice für echte Fortschritte keine Zeit mehr finden wird. Und die Entwicklungen von OpenOffice.org wird LOffice noch lange, lange brauchen – genauso wie bei go-oo auch. Und was die “externen Unterstützer” angeht: Eine Pressemitteilung rauszugeben, wo “finden wir toll” drin steht ist einfach. Wieviel echte Beiträge kommen denn von Ubuntu oder google? keine, ebenso wie bei go-oo. Wieviele von den groß angekündigten Unterstützern liefern Beiträge nur an LOffice, aber nicht an OpenOffice.org? nur… Mehr »

Sebastian
15 Jahre her
Reply to  Freebie

Da Libreoffice aber endlich den Geruch eines Communityprojektes hat, kann es aber auch andersrum kommen: Vielleicht werden sich viele externe Leute anstecken lassen und so viel zum Projekt beitragen. Neuer Name, neues Logo, sowas zieht oft. Sieh Dir KDE an. Seit Version 4 ist die Entwicklerzahl fast explodiert. Und das trotz eines sehr holprigen Starts. Dass viele Leute mit Open-Office nicht so zufrieden sind kann das noch bestärken. Ich will Oracles Manpower hier nicht runterreden, sicher ist das schwer zu schlagen. Ich glaube aber auch, dass die kommerziell interessantere Projekte haben und vielleicht nicht so viel in OO investieren. Ich… Mehr »

Sebastian11111111
15 Jahre her
Reply to  Freebie

Da Libreoffice aber endlich den Geruch eines Communityprojektes hat, kann es aber auch andersrum kommen: Vielleicht werden sich viele externe Leute anstecken lassen und so viel zum Projekt beitragen. Neuer Name, neues Logo, sowas zieht oft. Sieh Dir KDE an. Seit Version 4 ist die Entwicklerzahl fast explodiert. Und das trotz eines sehr holprigen Starts. Dass viele Leute mit Open-Office nicht so zufrieden sind kann das noch bestärken. Ich will Oracles Manpower hier nicht runterreden, sicher ist das schwer zu schlagen. Ich glaube aber auch, dass die kommerziell interessantere Projekte haben und vielleicht nicht so viel in OO investieren. Ich… Mehr »

Pete
15 Jahre her

1. Nach Aussage eines Mitentwicklers bei LibreOffice und Foundation-Mitglieds, fusionieren go-oo und LO zu LO. 2. OpenOffice ist eine Marke geworden. Heute gab der Schulleiter einer BBS auf einer Ausbildertagung bekannt, dass die BBS auf OpenOffice umstellen wird. (Ich habe schnell “Bravo” gerufen und meine Nachbarn damit erstmal stutzig und mundtot gemacht.) Die betriebl. Ausbilder waren sehr besorgt, ob die Azubis dann noch mit MS Office umgehen könnten, was in den Betrieben genutzt wird. Schulleiter sagt: Kostenersparnis ist immens (min 20.000 Euro eher mehr). Nebenbei sei die jährliche Wachstumsrate bei über 3%-Bereich und man müsse beim neuen MS-Office eh viel… Mehr »

MegaIceman
15 Jahre her
Reply to  Pete

Es mag stimmen das Schulen und andere Institute das verwirrt und wenn schon OpenOffice im Einsatz ist kaum jetzt “wieder” auf ein neues “LibreOffice” umsteigen werden. Ich persönlich finde es Schade. Jetzt, da immer mehr Softwareentwickler nicht nur MS-Office sondern auch OpenOffice voll unterstützen. Viele Warenwirtschafts-Programme und andere Business-Programme setzten nun auch auf volle unterstützung von OpenOffice. Und was passiert? Es wird über lang oder Kurz ein kommerzielles Office-Programm wie MS-Office. Da bleiben viele dann lieber gleich bei MS-Office. Da hier auch noch das leistungsstarke und sehr verbreitete Outlook dabei ist. Da ist meiner Meinung nach den Mehrpreis wert, da… Mehr »

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