Ubucon 2010 legt zu

Ubucon 2010 legt zu

Wachsen in Sachsen

Aus Sicht der Veranstalter war die Ubucon 2010 ein Erfolg, denn es kamen mehr Leute als im Vorjahr. Daran änderten auch die parallel in Leipzig stattfindenden rechten Aufmärsche nichts.

Geschätzte 250 Leute (gegenüber rund 200 im Vorjahr) interessierten sich für die diesjährige Ubucon in Leipzig, die am Wochenende Ubuntu-Anwender und Entwickler zusammenbrachte. Die Zahl der deutschsprachigen Ubuntu-Entwickler war sehr überschaubar, in den zentral gelegenen Räumen der Leipziger Universität tummelten sich vor allem Ubuntu-Anwender und viele Mitarbeiter aus der Community von Ubuntuusers.de. Auch aus Luxemburg und der Schweiz zog es Besucher nach Leipzig.

Das Seminargebäude erreichte man zentral im Stadtkern von Leipzig. Sämtliche Veranstaltungsräume grenzten an einen gemeinsamen Flur und trugen die Namen vergangener Ubuntu-Distributionen. Das umfangreiche Programm aus Vorträgen und Workshops dauerte vom Freitag bis einschließlich Sonntag, dabei richteten sich die Themen gleichermaßen an Ubuntu-Anwender und -Einsteiger auf der einen und an Profis auf der anderen Seite. Neben Sitzungen über die Konfiguration von Servern, Testfarmen, IPv6 oder PXE gab es Diskussionen zu Ubuntus Desktop sowie Anleitungen zur Installation oder zum Umgang mit der Kommandozeile.

Parallel zur Veranstaltung marschierten einige Rechtsradikale durch Leipzig, was den öffentlichen Verkehr am Samstag lahm legte und ein paar der Teilnehmer zur Absage bewegte. Aber abgesehen von einer verstärkten Polizeipräsenz blieb der Tagungsort von den Demonstrationen verschont.

Zum Abschluss der Veranstaltung zog Dirk Deimeke vom Ubuntu Deutschland e.V. ein positives Resümee, schnitt zugleich eine Ubucon-Torte an und bedankte sich bei den Teilnehmern. Alles in allem zeigten sich die Veranstalter zufrieden mit den Ergebnissen, geben auf der Webseite aber auch Raum für Kritik und Verbesserungsvorschläge.

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