Mail-User-Agenten: Balsa, KMail, Mulberry, Mutt und Sylpheed

Aus LinuxUser 03/2003

Mail-User-Agenten: Balsa, KMail, Mulberry, Mutt und Sylpheed

Einfach nur ein Mail-Programm

Eine so lebenswichtige Angelegenheit wie E-Mail mag kaum jemand dem Zufall überlassen. Schließlich gibt es Spezialisten – von denen jeder andere Ansprüche bedient. Bleibt die Frage: Welcher Mail-User-Agent ist der richtige für mich?

Das alte Unix-Paradigma, dass ein Programm schlanker Spezialist für eine Aufgabe sein soll statt als eierlegende Wollmilchsau vor lauter Funktionalität gar nichts richtig ordentlich zu machen, gilt nicht nur für die vielen kleinen Shell-Tools, sondern auch bei der Anwendungssoftware: Stärker als User anderer Betriebssysteme bevorzugen Unixer zum Lesen, Bearbeiten und Verwalten ihrer E-Mails Programme, die sich genau auf diese Aufgaben spezialisieren.

Natürlich ist die Entwicklung auch hier nicht stehengeblieben, und so hat die Benutzerin wie bei kaum einer anderen Anwendungsklasse die Qual der Wahl: Moderne “Mail User Agents” (MUAs) kommen heute auch unter Linux bevorzugt mit grafischer Benutzeroberfläche und Mausbedienung daher. Sie verwalten nicht mehr nur lokale Mailboxen, sondern auch solche auf entfernten POP3- oder IMAP-Servern. Selbst zum Versenden von Mails sind die meisten nicht mehr auf einen lokalen MTA angewiesen, sondern sprechen genug SMTP, um die ausgehenden Mails bei einem Smarthost abzuliefern.

Hinzu kommt jede Menge Zusatzfunktionalität, die das Mail-Schreiben und -Lesen einfacher macht. Spätestens hier scheiden sich dann die Geschmäcker, denn was dem einen User wichtig ist, ist der anderen Benutzerin ein Greuel. Die beliebtesten Standalone-MUAs nehmen wir im folgenden genauer unter die Lupe.

Balsa

Schon bei der Versionswahl stellt balsa den Benutzer vor die Qual der Wahl. Soll man nun die brandneue GTK-2-Version nehmen oder doch lieber auf Bewährtes setzen und Version 1.4.2 wählen? Da beide vom Funktionsumfang her vergleichbar sind, die meisten Distributionen schon auf GNOME 2 setzen und die GTK-2-Version intensiver weiterentwickelt wird, ist Version 2.0.5 Gegenstand des Tests.

Die erste – so überflüssige wie lästige – Hürde erwartet den Anwender bereits bei der Einrichtung, führen doch die Einträge wie smtp.provider.de für den zu nutzenden SMTP-Server nicht zu einem funktionierenden Ergebnis. Unverständlicherweise versucht balsa, ausgehende Mails über Port 587 loszuwerden, ein Versuch, der bei fast keinem Mail-Provider zum Erfolg führt. Zwar empfehlen die einschlägigen RFCs diesen Port explizit für den Zweck der Mail-Weiterleitung, de facto benutzen die Provider jedoch den normalen SMTP-Port 25. Erst ein SMTP-Server-Eintrag der Form smtp.provider.de:smtp führt zu einer funktionierenden Konfiguration.

Störend wirkt auch die in einigen Bereichen unintuitive Bedienung: Sprachenwirrwarr und unübersichtliche Dialoge wie in Abbildung 1 machen nicht nur den Einstieg zur Qual. Zudem ist es nicht möglich, aus balsa heraus ein Adressbuch anzulegen. Um ein solches zu nutzen, muss bereits ein mit gnome-card erstelltes vorhanden sein.

Abbildung 1: Sprachen-Mischmasch in den Konfigurationsmenüs von Balsa

Abbildung 1: Sprachen-Mischmasch in den Konfigurationsmenüs von Balsa

Dabei ist balsa durchaus einen Blick wert, wenn man ein schnelles, sich gut in GNOME 2 integrierendes Mail-Programm haben will und auf Dinge wie GnuPG-Unterstützung und mehrere SMTP-Server verzichten kann. Interessant ist z. B. die Möglichkeit, seine Mail-Ordner nicht in einer Baumstruktur, sondern in Registerkarten anzuordnen: So gewinnt man den Platz zurück, den die Baumansicht verschwendet. Auch bei verschiedenen Encoding-Einstellungen in Body und Betreff einer Mail kommt balsa nicht in’s Schleudern (Abbildung 2).

Abbildung 2: Zeichensätze sind für Balsa kein Problem

Abbildung 2: Zeichensätze sind für Balsa kein Problem

Der Betrieb mit POP-Postfächern und lokalen Mailboxen gestaltet sich schnell und stabil. Das kann man von der IMAP-Funktionalität leider noch nicht behaupten – was von diesem Standard bereits implementiert ist, erweist sich als recht absturzfreudig. Aktionen wie das Kopieren einzelner Mails oder das Anlegen eines Unterordners führen häufig zum Einfrieren des Programms. Merkwürdig reagiert balsa auch auf’s Löschen einer Mail auf dem Server: Selbst nach einem Rescan des Ordner-Baums zeigt es gelöschte Mails bisweilen noch an, und die sporadischen Fehlermeldungen, die Verbindung zum IMAP-Server sei abgebrochen, die öfters auftreten, wenn man den Ordner wechselt, stärken nicht gerade das Vertrauen des Anwenders.

Sylpheed

Aus Japan stammend erfreut sich sylpheed[1] auch hierzulande immer größerer Beliebtheit. Der Grund dafür liegt in der Schnelligkeit und Funktionsvielfalt des Programms, welches neben der Mail-Verwaltung auch als Newsreader verwendet werden kann. Die Dreifenster-Optik und die gute deutsche Lokalisierung führen dazu, dass auch Umsteiger von anderen Mail-Programmen sich schnell mit der Bedienung zurechtfinden (Abbildung 3).

Abbildung 3: Mail- und News-Konten in Sylpheed

Abbildung 3: Mail- und News-Konten in Sylpheed

Wer keinen lokalen MTA betreibt, trifft mit sylpheed eine gute Wahl, da sich beliebig viele Mail-Konten mit unterschiedlichen SMTP-Servern einrichten lassen.

Neben der soliden und schnellen Mail-Verwaltung sind es die kleinen Dinge, die sylpheed so attraktiv machen. Verfügt man z. B. über mehrere Mail-Adressen, legt man für die einzelnen Ordner einen Standard-Account fest. Einmal eingerichtet achtet sylpheed darauf, dass beispielsweise Post an Mailinglisten nur mit der Absenderadresse verschickt wird, unter welcher Sie die Liste abonniert haben. Über das unter Einstellungen / Aktionen erreichbare Menü kann man zusätzlich die Funktionalität externer Programme in sylpheed einbinden. Wem etwa die Möglichkeit fehlt, rot13-kodierte Mails zu verschicken, erstellt im Aktionsmenü einen entsprechenden Eintrag. Dazu fügt man das Kommando

|tr a-zA-Z n-za-mN-ZA-M|

ins Feld Befehlszeile ein. Unter Menüname erhält das Kind einen Namen, und nach Klick auf Registrieren steht die Aktion unter dem Menüpunkt Werkzeuge / Aktionen zur Verfügung.

Solche netten Features bietet sylpheed einige: Sogar auf die bei Gnus-Nutzern [2] so beliebten XFaces muss man nicht verzichten.

Wo viel Licht ist, gibt es natürlich auch Schatten, und hier stellt der integrierte Editor wohl das dunkelste Plätzchen dar. Von der Editierfunktion her nicht sonderlich komfortabel, verschickt sylpheed oftmals Mails mit überlangen Zeilen, ein Verhalten, das man durch den Einsatz eines externen Editors korrigieren kann. Auch die standardmäßig zweizeilige Einleitungszeile stößt nicht bei jedem Korrespondenzpartner auf Gegenliebe – hier ist eine manuelle Nachbesserung fällig. Ähnlich stört, dass das Verschieben eines zusammengeklappten Threads in einen anderen Ordner nur die erste Mail desselben tatsächlich bewegt.

Bei der aktiven Entwicklung des Programms können jedoch heute vermisste Funktionen bereits morgen zur Verfügung stehen. Wer die neuesten Features nicht schnell genug bekommen kann, schaue sich die Entwicklerversion namens sylpheed-claws an [3], die zu Redaktionsschluss u. a. eine Mail-Abfrage unter Nutzung von SMTP after POP und Scoring bot. Als Bleeding-Edge-Version kann sylpheed-claws allerdings auch schwerwiegende Fehler enthalten, weshalb sich ein zumindest gelegentlicher Blick ins Archiv der entsprechenden Mailingliste [4] empfiehlt.

Mulberry

Moderne Nomaden, die von verschiedenen Rechnern an verschiedenen Orten auf ihre Mail zugreifen wollen, kommen an IMAP-Servern als zentrale Mail-Lager nicht vorbei. Richtig implementiert, kann ein Mailclient diesen eine Menge Arbeit (etwa das Suchen nach bestimmten Mails) aufbürden und schont damit die Ressourcen des lokalen Rechners. Leider ist IMAP nicht nur ein sehr mächtiges, sondern auch ein recht komplexes Protokoll, und nur wenige MUAs nutzen seine Stärken aus. Einer, der IMAP-Server ordentlich für sich arbeiten lässt, ist mulberry.

Sogar Mailboxen auf verschiedenen Servern lassen sich zu sogenannten Cabinets zusammenfassen und gemeinsam auf unzählige Regeln hin durchsuchen. Leider skaliert das Programm eher schlecht (und Schuld sind nicht immer langsame Server): Wenn die Benutzerin allzu eifrig Mailboxen und andere Dateien abonniert hat (viele IMAP-Server bieten Zugriff zum Beispiel auf das gesamte Home-Verzeichnis), kann es viele Minuten lang dauern, bis mulberry nach einem IMAP-Login betriebsbereit ist. Auch sonst überzeugt das proprietäre Programm nicht immer mit der gefühlten Geschwindigkeit, zumal es gern einen Schritt nach dem anderen macht: Solange mulberry damit beschäftigt ist, sich auf einem Server einzuloggen, kann man zum Beispiel nicht bereits anfangen, eine Mail zu schreiben.

User, die mehrere Absenderadressen verwenden, unterstützt der MUA mit einer vorbildlichen Identitätsverwaltung: Mit Signature, X-Headern, zu verwendendem PGP/GnuPG-Key etc. lässt sich die Absenderadresse zu Bündeln schnüren, unter denen die Schreiberin bei jeder erstellten E-Mail wählen kann.

Dem gegenüber stehen gravierende Mangel bei der Usability: So manche/r mag verschmerzen, dass die Handvoll vordefinierter, aber nicht änderbarer Shortcuts die Mauspflicht lediglich ein wenig lindert. Zwar geben Tooltipps ab und zu Auskunft über Sinn und Zweck eines Bedienungselements, doch fehlt diese Ballonhilfe ausgerechnet bei den Icons und Menüpunkten, die sich auch erfahreneren Usern nicht auf Anhieb (oder gar nicht) erschließen. Die quasi nicht vorhandene Dokumentation für die Linux-Ausgabe des Programms stößt bei einer kommerziellen Software besonders übel auf.

Auch bei der Gestaltung der Dialoge waren nicht gerade Benutzerschnittstellen-Profis am Werk: Dass man im Konfigurationsdialog einen Radio-Button am rechten Rand drücken muss (Abbildung 4 rechts unten), um von einer einfachen Schnellkonfiguration eines einzelnen Mail-Kontos zur vollständigen Auswahl zu kommen, muss man erstmal herausfinden. Auch die Stabilität ließ im Test zu wünschen übrig, und das nicht nur bei der Beta-Version zum nächsten stabilen 3.0-Release.

Abbildung 4: Mulberry 3.0 Beta im klassischen Fensterlayout

Abbildung 4: Mulberry 3.0 Beta im klassischen Fensterlayout

Die Politik, pro Mail, Mailbox oder Übersicht je ein eigenständiges Fenster zu öffnen, führt auf bevölkerten Desktops regelmäßig zu Suchorgien (Abbildung 5). Daher erlaubt es die neue, in der Beta-Phase befindliche Version 3.0 alternativ, auf die mittlerweile unter GUI-Mailclients verbreitete Dreiteilung umzustellen. Sie kann zudem Mails bouncen und Mail-Adressen automatisch oder per Shortcut in ein Adressbuch überführen. Eine Möglichkeit, Mail-Header nicht immer oder nie, sondern nur bei Bedarf schnell einzufügen, gibt es dort leider immer noch nicht. Dafür lassen sich beim Anzeigen von Mails Zitierebenen ausblenden.

KMail

Für nahezu jeden Zweck liefert KDE die passende Anwendung mit, und so darf auch ein E-Mail-Client nicht fehlen. Mittlerweile hat sich kmail zu einem leistungsfähigen Mail-Programm entwickelt.

Seine große Stärke liegt in der Verwaltung von POP-Konten, die dem Nutzer allen erdenklichen Komfort bietet. Besonders interessant für Anwender, die nur eine Wählverbindung ins Internet nutzen, ist die Möglichkeit, Mails direkt auf dem Server zu filtern, sofern man dieses Feature zuvor in den Einstellungen der gewünschten Konten aktiviert hat. So erspart man sich den Download lästiger Werbung oder allzu großer Anhänge. kmail bietet dabei sowohl die Möglichkeit, die betreffenden Mails direkt auf dem Server zu löschen oder sie dort zum späteren Download zu belassen (Abbildung 5).

Abbildung 5: Filtereinstellungen für POP unter KMail

Abbildung 5: Filtereinstellungen für POP unter KMail

Für die heimische Ordnung sorgen lokale Filter. Schon bei der Einrichtung eines Accounts legt man fest, in welchem Ordner die zugehörigen Mails landen, weitere Feinabstimmungen erfolgen über das Filtermenü. Ein kleiner Wermutstropfen besteht darin, dass ein Schließen des Filtermenüs über den Abbrechen-Button gelegentlich zum Absturz des ansonsten sehr stabil laufenden Programms führt. Für die Verwendung des richtigen SMTP-Servers sorgt das Anlegen von Identitäten, in deren Einstellungen die Anwenderin auf der Registerkarte Erweitert unter Spezielle Versandart den passenden Ausgangsserver auswählt. Alternativ stellt man den zu nutzenden Server direkt im Composer-Fenster der aktuellen Mail ein (Abbildung 6).

Abbildung 6: Auswahl des SMTP-Servers im Composer-Fenster

Abbildung 6: Auswahl des SMTP-Servers im Composer-Fenster

Erfreulicherweise legen die Entwickler großen Wert auf Sicherheit: HTML wird in den Default-Einstellungen nur als Quelltext angezeigt, aktive Inhalte nicht ausgeführt, und vor dem Öffnen von Mail-Anhängen steht eine Sicherheitsabfrage. Legt der Anwender Wert auf HTML-Darstellung, kann er sie nicht nur global, sondern für jeden Ordner separat aktivieren. So ist es im Verbund mit Filterregeln möglich, nur HTML-Mails von vertrauenswürdigen Absendern in gerenderter Form anzuzeigen.

Schwächen zeigt kmail lediglich bei IMAP, da es die Stärken des Protokolls nicht nutzt: So ist z. B. Suchen auf dem Server nicht möglich. Auch die Einbindung eines externen Editors ist gründlich misslungen, da dieser nicht automatisch startet, sondern erst nach einem Tastendruck im Composer-Fenster.

Ein Blick auf Version 1.5, die zum Release Candidate 6 von KDE 3.1 gehört, verspricht einiges für die Zukunft. Neben einer aufpolierten Optik sind auch neue Funktionen wie etwa LDAP-Unterstützung hinzugekommen. Die Abstürze im Filterdialog treten nicht mehr auf, und man kann für jede HTML-Mail separat und ohne Umweg über das Menü entscheiden, welche Ansicht man bevorzugt (Abbildung 7). Ein Problem haben die Entwickler jedoch immer noch nicht im Griff: Auch diese kmail-Version legt einen immens wachsenden Speicherverbrauch beim Versenden großer Anhänge an den Tag.

Abbildung 7: KMail 1.5 behandelt jede HTML-Mail separat

Abbildung 7: KMail 1.5 behandelt jede HTML-Mail separat

Mutt

Wer richtig viele Mails schreiben und bearbeiten muss, empfindet die Maus und die Trägheit vieler grafischen Programme schnell als Hemmschuh und greift zu mutt, dem einzigen Textmodus-MUA im Testfeld. Mag dessen Bedienoberfläche noch so spartanisch anmuten – nach dem Erlernen einiger weniger Tastenbefehle beschränkt einzig die menschliche Wahrnehmungsfähigkeit die Mail-Lesegeschwindigkeit.

Doch so viele brauchbare Anleitungen im Web über den Einstieg hinweg helfen, so wenig vernünftige Dokumentation gibt es für die interessanteren und fortgeschrittenen Features. Auch wenn das mitgelieferte Online-Handbuch sehr gut strukturiert und übersichtlich ist, hat es den Makel, dass der Programmautor Beispiele, erst recht Wort für Wort erklärte, für unnötig hält. Da helfen auch die Unmengen im Web veröffentlichten /.muttrc-Konfigurationsdateien Dritter nur wenig weiter, denn auch ihnen fehlt in der Regel die ausführliche Erläuterung.

Und die hat die geneigte Nutzerin bitter nötig, denn mutt kann fast alles – sofern es, streng dem Unix-Paradigma folgend, Hilfe von externen Spezialistenprogrammen bekommt. So braucht mutt einen lokal installierten MTA, um Mails wegzuschicken. Welcher Editor zum Schreiben der Mails zum Einsatz kommt, bestimmt die Umgebungsvariable EDITOR oder ein Eintrag in der Konfigurationsdatei; steht da nichts, bleibt es beim System-Default (also vi). Das gibt der Anwenderin viele Möglichkeiten an die Hand: vi-Nutzerinnen legen beispielsweise mit dem Eintrag

set editor="vim +2 -c 'set tw=72'"

in der ~/.muttrc fest, dass beim Beantworten einer Mail jeweils nach 72 Zeichen ein Zeilenumbruch eingefügt werden soll und der Cursor zu Beginn am Anfang der zweiten (+2) Zeile steht – das ist (sofern man set edit_headers in der ~/.muttrc auskommentiert hat) die erste Zeile des zitierten Texts. Selbstverständlich hat die Anwenderin die komplette Kontrolle über alle Mail-Header.

Durch ähnliche Einträge lässt sich mutt en detail an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Richtig komplex wird es, wenn “Hooks” ins Spiel kommen. Das sind Kommandos, die wie mit einem “Haken” an Mail-Konten, Foldern, Mails oder Aktionen “befestigt” und bei entsprechenden Zugriffen ausgeführt werden. So lässt sich mit einem account-hook festlegen, welche Absenderadresse benutzt wird, wenn die Anwenderin auf eine Mail von einem bestimmten Mail-Konto antwortet. Hier (und anderswo) macht die Mutt-Konfiguration exzessiv von regulären Ausdrücken [5] Gebrauch. Damit lassen sich prinzipiell auch Absender-Personalities, die Absenderadresse, zu verwendenden PGP/GnuPG-Key, Signatur und individuelle Header-Zeilen zusammenfassen, erstellen. Eine einfache Möglichkeit, bei Versand der Mails eine Identität zu wählen, sucht man jedoch immer noch vergeblich.

Abbildung 9: Gut versteckt: Mit »c-TAB« wechselt man zur Auswahl lokaler Mailfolder; ein weiteres »TAB« lässt zwischen den in der .muttrc hinter dem Stichwort "mailboxes" aufgelisteten Accounts wählen

Abbildung 9: Gut versteckt: Mit »c-TAB« wechselt man zur Auswahl lokaler Mailfolder; ein weiteres »TAB« lässt zwischen den in der .muttrc hinter dem Stichwort “mailboxes” aufgelisteten Accounts wählen

Das Fehlen eines passenden Shortcuts und eines entsprechenden Konfigurationsdialogs (ein zweiter für die Einrichtung der Accounts wäre wünschenswert) sowie die nur rudimentäre IMAP-Unterstützung machen dann auch die wichtigsten Kritikpunkte aus. Der Beliebtheit des Programms tut dies jedoch keinen Abbruch: Wer einmal die Einstiegshürden überwunden hat, will selten wieder weg, selbst wenn er oder sie die komplexen Konfigurationsmöglichkeiten nur rudimentär beherrscht.

Abbildung 10: Mutt beim Prüfen einer PGP-Signatur

Abbildung 10: Mutt beim Prüfen einer PGP-Signatur

Was für wen?

Wie so oft gilt auch bei MUAs: Das ideale Mail-Programm muss erst noch geschrieben werden – und ideologische Grabenkämpfer, die nur das eigene Programm gelten lassen, wird es auch weiter geben. Entscheidend sind die eigenen Bedürfnisse: Wer auf der Konsole flink per Tastatur durch mutt hüpft, wird kaum auf kmail umsteigen, auch wenn dies kaum weniger, nur leichter konfigurierbare Feature bietet. Beide zeigen jedoch Schwächen bei IMAP. Hier springt Mulberry in die Lücke, doch spricht das Programm nur Englisch und verlangt manchmal ein wenig zu viel Geduld. Soll es vielleicht doch Sylpheed sein? Fest steht eigentlich nur: Probieren geht über Studieren.

Tabelle 1: Standalone MUAs

Name Mutt KMail Balsa Sylpheed Mulberry
URL http://www.mutt.org/ http://kmail.kde.org/ http://balsa.gnome.org/ http://sylpheed.good-day.net/ http://www.cyrusoft.com/mulberry/
Lizenz/Preis GPL/kostenlos GPL/kostenlos GPL/kostenlos GPL/kostenlos kommerziell/Staffelpreise ab 35,95 USD (Einzellizenz), PGP-Plugin 4,00 USD (Einzellizenz), kostenlose 30-Tage-Testversion
getestete stabile Version (in Klammern Enwicklerversion) 1.4i 1.4.3 aus KDE 3.05 (1.5 aus KDE 3.1 RC6) 2.0.5 0.8.9 (claws) 2.2.1 (3.0 beta 12)
benötigte Bibliotheken Ncurses oder S-Lang, libssl und libcrypto für Verschlüsselungsmöglichkeiten Qt ab Version 3.03, KDE-Grundinstallation mit devel-Paketen, libjpeg, libpng Glib 2.0, GTK+ 2.0, diverse GNOME-2.0-Bibliotheken, libesmtp, aspell oder pspell (pspell-Support entfällt demnächst) GTK, optional für Grafikdarstellung gdk-pixbuf oder imlib
Entwickler stellen Binärpakete für SuSE, Mandrake, Red Hat, Debian (Bestandteil des kdenetwork-Pakets) Red Hat 8.0 Mandrake, SuSE, Debian, Red Hat Binär-tgz für Red Hat 5.x und 6.x (laufen auch auf anderen Distributionen wie SuSE 8.x)
Programmsprachen (Anzahl/Englisch/Deutsch/Türkisch) 27/ja/ja/ja 44/ja/ja/ja 33/ja/ja/ja 22/ja/ja/ja 1/ja/nein/nein
SMTP
benötigt lokalen MTA zum Versenden ja nein nein nein nein
SMTP after POP manuell durch Versenden der gesammelten Mailqueue nach POP-Abfrage nein Option funktioniert erst in claws, manuell durch Versenden der gesammelten Mailqueue nach POP-Abfrage manuell durch Versenden der gesammelten Mailqueue nach POP-Abfrage
SMTP-Auth ja ja ja ja
Mailspool
Inbox Mailspool, per configure-Parameter auch Mailbox im Home-Verzeichnis möglich holt Nachrichten aus dem Mailspool ins gewählte Verzeichnis (~/Mail, über Konfigurationsdatei änderbar) Mailspool holt Nachrichten aus dem Mailspool ins gewählte Verzeichnis (default /home/Mail) Mailspool als lokale Inbox einrichtbar durch Setzen eines Links mit der Endung .mbx
IMAP
IMAP-Unterstützung per configure-Parameter zuschaltbar ja ja ja ja
Suchen auf dem Server nein nein ja ja ja
Folder verschieben nein nein ja (sehr instabil) nein ja
POP3
POP3-Unterstützung ja (configure-Parameter) ja ja ja ja
Mail auf dem Server belassen ja ja ja ja ja
Mailbox
Formate mbox (default), MMDH, MH, Maildir maildir, mbox mbox (default), Maildir, MH MH (claws auch mbox) mbx (erweitertes mbox-Format)
Filterregeln zum automatischen Verteilen von Mails auf Mailboxen nicht für incoming Mail ja ja ja ja
Editor
automatischer Zeilenumbruch nach 70–80 Zeichen bei entsprechender Konfiguration des Editors ja ja ja ja
externer Editor default ja/schlecht integriert ja/schlecht integriert ja/gut integriert ab 3.0 (in der Beta unbrauchbar)
Mail-Text und -Formate
TOFU-Gefahr: Standard-Zitierverhalten mäßig: Cursor am Anfang der ersten Zeile (kann Header oder Einleitungszeile sein) gering: Cursor unter der Einleitungszeile der zitierten Mail hoch: Cursor vor der Einleitungszeile der zitierten Mail hoch: Cursor vor der Einleitungszeile der zitierten Mail hoch: Cursor vor der Einleitungszeile
TOFU-begünstigendes Verhalten abstellbar ja, wenn Editor entsprechend konfigurierbar nein nein nein
Default-Mail-Format text/plain text/plain text/plain; format=flowed text/plain text/plain (auf Wunsch mit format=flowed)
Format-Wahlmöglichkeit prinzipiell ja, da Absender die MIME-Header verändern kann nein nein nein pro Mail
Anzeige von multipart/alternative zeigt text/plain, andere Attachments einsehbar text/plain hat Vorrang, HTML-Ansicht global oder pro Ordner einstellbar (in 1.5 auch pro Mail wählbar) HTML hat Vorrang, text/plain-Part einsehbar text/plain hat Vorrang, HTML kann mit internem Viewer betrachtet werden konfigurierbar
Versenden von multipart/alternative prinzipiell möglich, da Absender die MIME-Header verändern kann nein nein nein auf Wunsch
HTML-Anzeige extern (definierbar über Mailcap-Einträge) intern intern intern intern
Umbrechen der Mail bei text/plain;format=flowed korrekt bei langen, falsch bei zu kurzen Zeilen fehlerhaft bei zu kurzen Zeilen korrekt fehlerhaft korrekt
Encodings
im Body iso-8859-1/iso-8859-15/utf-8 systemabhängig ja/ja/ja ja/ja/ja ja/ja/nein ja/nein/nein
im Subject: iso-8859-1/iso-8859-15 systemabhängig ja/ja ja/ja ja/nein ja/nein
Adressbuch
Format ASCII-Text vCard (.vcf ) gnomeCard xml ASCII-Text
Importformate – (diverse Konverter Dritter erhältlich) LDIF, Eudora Light (instabil), durch Tabstopps, Leerstellen, Kommata oder Gleichheitszeichen separierte Listen, .PAB, KDE-2-Adressbücher LDIF keine (erst in claws); Palm-Import, wenn mit –enable-jpilot kompiliert Netscape/Mozilla, Eudora, pine, Quickmail
Exportformate keine Komma-separierte Textdatei via kaddressbook keine LDIF (claws zusätzlich HTML-Export) HTML, Netscape/Mozilla, Eudora, pine, Quickmail
LDAP mit externen Tools (http://www.pmnet.uni-oldenburg.de/mutt_ldap.html) nein (bei Version 1.5 ja) ja, wenn mit >–enable-ldap kompiliert ja, wenn mit –enable-ldap kompiliert ja
automatisches Übertragen von Mail-Adressen ins Adressbuch Shortcut nein (aber Speicherung in einer History, die bei Auto-Vervollständigung berücksichtigt wird) nein für Ordneransicht Shortcut definierbar per Drag&Drop (ab 3.0 automatisch oder via Shortcut)
Import empfangener vCards nein nein; bei Version 1.5 kann das Adressbuch vCards manuell importieren manuell manuell, nur Übernahme von Name und E-Mail-Adresse nein
Usability
integrierte Spamfilter keine keine keine keine keine
Darstellung von ASCII-Grafik ja nach Umstellen auf Nicht-Proportionalfont ja ja ja
Größenangabe bei zu versendenden/empfangenen Attachments ja für Empfang (für jeden Account einzeln einstellbar) nein für Empfang (für jeden Account einzeln einstellbar) ja
SMTP-Absenderprofile prinzipiell ja: erfordert sehr komplexe Konfiguration, Auswahl kann nicht ad-hoc getroffen werden ja nein ja ja
Definieren eigener Header ja ja ja (im Editor) ja ja
alle Header editierbar ja nein ja nein nein
Tastaturbedienung durchgängig teilweise teilweise teilweise rudimentär, nur einige wenige Shortcuts
Scoring ja nein nein nein (für claws ja) nein
Threading ja ja ja ja ja
Mehrere Mails gleichzeitig bearbeitbar nein ja ja ja ja
Bouncen ja ja ja ja nein (ja ab 3.0)
Adresskomplettierung ja ja ja ja ja
Link-Darstellung in text/plain Syntaxhighlighting vollständiger URLs bei vollständigen URLs (bei Version 1.5 auch bei Server-Namen) nur bei vollständigen URLs nur bei vollständigen URLs nur bei vollständigen URLs
Farbige Darstellung von HTML-Text – (externe HTML-Anzeige) ja ja nein ja
Inline-Darstellung mitgeschickter Abbildungen in HTML-Mails nein nur auf Wunsch nein nein nein
Sicherheits- und Privacy-Features
PGP/GnuPG-Support ja (wenn entsprechend konfiguriert) ja, für Version 1.5 auch PGP/MIME-Unterstützung über Crypto-Plugins: http://kmail.kde.org/kmail-pgpmime-howto.html nein ja, wenn mit Option –enable-gpgme kompiliert über Plugin
SSL/TLS für SMTP/IMAP/POP –/ja/ja (configure-Option –with-ssl) ja/ja/ja ja/nein/ja (configure-Option –enable-ssl) ja/ja/ja (configure-Option –enable-ssl) ja/ja/ja
Quelle eines Links (HREF-Angabe) in HTML-Mail ist sichtbar (Statusleiste) sichtbar (Statusleiste) unsichtbar, aber Link nicht klickbar unsichtbar, aber Link nicht klickbar
Anzeige aktiver HTML-Inhalte (JavaScript/IFRAME) nein/nein nein/nein nein/nein nein/nein
zeigt Webbugs in HTML-Mails nein nein nein nein
Versenden von Lesebestätigungen nein default: nein, aber konfigurierbar konfigurierbar, Default: auf Nachfrage, aber niemals, wenn man weder im To: noch im Cc: steht sowie notify-to? und Return-Path nicht übereinstimmen nein nein/ab 3.0 auf Wunsch
Dokumentation
Beigefügte Dokumentation Manual, Manpage (Englisch) HTML-Hilfe in verschiedenen Sprachen (abhängig von den installierten Sprachpaketen und der KDE-Spracheinstellung), deutsches Handbuch Manpage, HTML-Hilfe (beides Englisch) Handbuch (Englisch, Japanisch), FAQ (Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch) Quickstart Guide (Englisch) ftp://ftp.cyrusoft.com/pub/Mulberry/docs/v2_1/quickunix.pdf

Glossar

MTA
Abkürzung für “Mail Transfer Agent”, also das Programm, welches sich um die Weiterleitung der E-Mails kümmert, salopp auch Mailserver genannt. Zu den populärsten Vertretern dieser Gattung zählen Postfix, Sendmail und Exim.
SMTP
“Simple Mail Transfer Protocol”, die Sprache, die zwei Mailserver im Internet miteinander sprechen, um Mails zu ihren Empfängern zu befördern.
Smarthost
Ein (meist von einem Internet Service Provider betriebener) entfernter Mailserver, der wie ein Briefkasten ausgehende Mails von Rechnern annimmt, die selbst keinen (oder keinen ständig am Internet lauschenden) Mailserver installiert haben, und diese dann an die für die Empfänger-Domains zuständigen Mailserver (“Mail Exchanger”, MX) weiterleitet.
Port
Eine “Andockstelle” für Client-Programme, hinter der ein Server im Internet seine Dienste anbietet.
RFC
Der erste “Request for Comment” (“Aufruf zur Stellungnahme”) ging 1969 von Steve Crocker aus, der damit zum Austausch über einen von ihm verfassten Artikel aufrief. Diese Form der wissenschaftlichen Diskussion war völlig neu und weitere Aufrufe dieser Art folgten. Viele der heute verwendeten Netzwerkprotokolle wurden (und werden) in der Form von RFCs standardisiert.
Encoding
Um Alphabete oder einfach nur Sonderzeichen, die das amerikanische Alphabet nicht enthält (etwa Umlaute), darzustellen, muss man andere Kodierungsmethoden als 7-Bit-ASCII benutzen. So kann man mit der ISO-8859-1-Kodierung zum Beispiel Texte mit deutschen Umlauten kodieren. Das Euro-Zeichen ist darin jedoch nicht enthalten. Benutzt man es, kommt ISO-8859-15 zum Zug. Die Unicode-Kodierung UTF-8 umfasst die meisten auf der Welt verwendeten Alphabete, z. B. kyrillische oder chinesische Zeichen. Damit ein Programm entsprechende Texte darstellen kann, müssen aber auch entsprechende Schriften installiert (oder eingebaut) sein.
rot13
Auf Mailinglisten und im Usenet oft genutzte “Verschlüsselung” für Texte, die nicht sofort lesbar sein sollen, z. B. der Inhalt noch nicht gesendeter Serien. Jeder Buchstabe des Alphabets wird durch den 13 Stellen hinter ihm liegenden ersetzt, Sonderzeichen und Leerstellen bleiben unverändert. “abc” wird zu “nop” und umgekehrt.
XFaces
Eine Header-Zeile, die von einigen MUAs als schwarz-weiße Grafik dargestellt werden kann. Um eine Grafik als XFace zu verwenden, muss sie als 48×48 große .xbm-Datei vorliegen, die mit den Programmen des compface-Pakets in eine Header-Zeile umgewandelt wird.
Thread
Ein “Faden” von Mails oder News, die sich aufeinander beziehen. Die Thread-Ansicht eines MUAs stellt diese inhaltlich statt zeitlich zusammenhängend in einer Baumansicht dar.
Scoring
Abgestuftes Bewertungssystem für E-Mails. Die Mails erhalten dabei Punktzahlen (Scores) nach frei definierbaren Bewertungskriterien. Aus den Plus- und Minuspunkten errechnet sich die Gesamtzahl. Diese entscheidet, ob die E-Mail in exponierter Form (hoher Score) oder gar nicht (Kill-Score) angezeigt wird.
~
Abkürzung für das eigene Home-Verzeichnis.
Mailspool
Eine Datei (meist im Verzeichnis /var/spool/mail/username), in der der lokale Mailserver eingehende Mails für den jeweiligen Benutzer ablegt. Die klassische Art und Weise, Mail an den User zu bringen.
TOFU
Abwertende Bezeichnung für Mails, in denen der “Text oben, (das) Fullquote (Vollzitat der beantworteten Mail) unten” steht. Das Versenden von TOFU gilt als extrem unhöflich, da sich der Empfänger durch mühsames Hin- und Herscrollen einzeln heraussuchen muss, worauf sich der Schreiber bezieht. Die unnötigen Vollzitate erhöhen zudem die Download-Zeiten, was vor allem bei längeren Mail-Wechseln störend ist.
text/plain; format=flowed
Transparente und nicht-destruktive Erweiterung des Versandformats “einfacher Text ohne Formatauszeichnungen”, die es MUAs erlaubt, auch überlange und zu kurze Zeilen einer Mail (letztere werden z. B. in PDA-Editoren geschrieben) sauber und ästhetisch zu umbrechen und zu zitieren.
multipart/alternative
Versandformat einer aus mehreren Attachments bestehenden E-Mail, von denen alle denselben Inhalt haben, aber unterschiedlich formatiert sind: Der Empfänger soll sich aussuchen, ob er die Nachricht lieber als einfachen Text oder z. B. als HTML angezeigt bekommen möchte. Dadurch, dass die Mail denselben Inhalt doppelt und dreifach enthält (der durch die Formatierungen teils extrem aufgebläht wird), werden dabei sehr viele unnötige Daten verschickt.
Mailcap
Die Datei /etc/mailcap legt systemweit fest, welches Programm gestartet wird, um eine Datei eines bestimmten MIME-Typs (quasi eine Formatangabe) anzuzeigen oder abzuspielen. Diese Einstellungen können User-seitig in ~/.mailcap überschrieben werden; viele (grafische) Programme benutzen jedoch eine eigene MIME-Typ-Verwaltung.
Body
Der eigentliche Mail-Inhalt im Gegensatz zu den in den Headern abgelegten “Verwaltungsinformationen”.

Infos

[1] Thomas Zell: “Mehr Mail braucht kein Mensch”, LinuxUser 11/2002, S. 38

[2] Oliver Much: “Arbeitstier für Mail und News”, LinuxUser 12/2002, S. 55 ff.

[3] http://sylpheed-claws.sourceforge.net/

[4] http://sourceforge.net/mailarchive/forum.php?forum=sylpheed-claws-users

[5] Marc André Selig: “Nadel im Heuhaufen”, LinuxUser 08/2002, S. 75 ff.

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