Das Spiel zum Wochenende: F.L.A.W.

Das Spiel zum Wochenende: F.L.A.W.

Liga der außergewöhnlichen Zauberer

Fünf Zauberer ziehen sich in einer spärlich möblierten Arena gegenseitig Knüppel über die Birne. Das Ergebnis trägt den unaussprechlichen Namen The Fantastic League Of Almighty Wizards und soll mehreren menschlichen Spielern eine Menge Spaß bescheren – mit gemischtem Erfolg.

In F.L.A.W. schlüpft der Spieler in die Rolle eines Magiers, der sich zusammen mit bis zu vier weiteren Kollegen in einer rechteckigen und ziemlich kargen Arena wiederfindet. Auf dem Boden befindet sich ein überdimensionales Pentagramm, aus dem sich in bestimmten Abständen immer wieder Energiebälle lösen. Diese springen nicht nur wie Flummies umher, sondern bringen bei einer Berührung auch den sicheren Tod.

Abbildung 1: Mit der Zeit kommen immer mehr gefährliche Energiebälle hinzu.

Abbildung 1: Mit der Zeit kommen immer mehr gefährliche Energiebälle hinzu.

Solange er die Kontrahenten heimsucht, ist dies sogar erwünscht: Der letzte überlebende Magier gewinnt die jeweils laufende Spielrunde. Um diesem Ziel schneller näher zu kommen, darf man seine Gegnern mit einem Holzstab vorübergehend ins Reich der Träume schicken. Dummerweise haben die Kontrahenten genau das Gleiche vor. Wer geschickt genug ist, stößt einen Energieball mit seinem Stab in eine neue Richtung, in der idealerweise gleich mehrere Gegner stehen.

Aufputschmittel

Für Abwechslung sorgen magische Artefakte, die per Zufall in der Arena auftauchen. Wer sie einsammelt, erhält kurzzeitig einen kleinen Vorteil. So wird man beispielsweise vorübergehend unverwundbar oder schneller. Als Geist kann man durch seine Gegner schreiten, Schläge der Angreifer laufen zudem ins Leere. Mit einem eingesammelten Feuerzauber schickt man schließlich noch getroffene Kontrahenten direkt in den Tod.

Abbildung 2: Hier prügelt sich die Magierbande um den aufgetauchten Bonusgegenstand in Eiform.

Abbildung 2: Hier prügelt sich die Magierbande um den aufgetauchten Bonusgegenstand in Eiform.

F.L.A.W. ist auf Mehrspielerpartien ausgelegt. Zwar darf man auch alleine gegen bis zu vier Computergegner spielen, wirklich Spaß macht die Magierhatz aber nur in der Gruppe vor einem Bildschirm – ein Netzwerkmodus fehlt F.L.A.W.

Abbildung 3: Der graue Magier ist ein Geist, den die Konkurrenten nicht niederschlagen können.

Abbildung 3: Der graue Magier ist ein Geist, den die Konkurrenten nicht niederschlagen können.

Zusammenkunft

Fertige Pakete des Spiels stehen auf seiner Homepage im .deb-Format bereit [1]. Eigentlich für Debian gedacht, funktionieren sie auch unter Ubuntu 10.04. Besitzer anderer Distributionen sollten zunächst einen Blick in ihren Paketmanager werfen, bevor sie zum Source Code greifen. Dessen Archiv entpackt man auf der Festplatte, installiert den C++ Compiler, make, die GNU FreeFonts sowie die Entwicklerpakete zu SDL, SDL_image, SDL_mixer, SDL_ttf, SDL_gfx. Anschließend übersetzt und installiert der übliche Dreisatz das Spiel:

./configure
make
make install
Abbildung 4: Am Ende einer jeden Runde erscheint eine Abrechnung. Hier herrscht noch Gleichstand.

Abbildung 4: Am Ende einer jeden Runde erscheint eine Abrechnung. Hier herrscht noch Gleichstand.

Beschwörungsformel

Nach dem Start per flaw sollte man im Hauptmenü zunächst unter Graphics and Sound die Auflösung (Resolution) hochsetzen. Weiter geht es in den Game Options. Wer die unter Winning Score eingetragenen Runden gewonnen hat, geht als Gesamtsieger hervor. Magic Gems schaltet die Bonusgegenstände ein- beziehungsweise aus. Im Tactical Mode werden die Energiebälle mit der Zeit immer langsamer. Über wiederholte Klicks auf Stone Arena wählt man eine der drei möglichen Arenen. Sie alle besitzen spezielle Eigenschaften, in der Ice Arena rutschen die Zauberer beispielsweise über Eis. Difficulty legt schließlich noch die Intelligenz der Computer gesteuerten Gegner fest.

Abbildung 5: Die Eis-Arena ist eine rutschige Angelegenheit.

Abbildung 5: Die Eis-Arena ist eine rutschige Angelegenheit.

Stehen die Rahmenbedingungen fest, geht es weiter zum Player Setup. Mit Klicks auf Number of Wizards legt man zunächst die Spielerzahl fest. Anschließend schaltet ein weiterer auf eines der Männchen zwischen einer der Steuerungsmethoden um, im Fall von Computer übernimmt dieser die Gewalt über den Magier. Zurück im Hauptmenü kann man nun endlich das Spiel starten (Start the Game). Standardmäßig steuert man den eigenen Magier über die Pfeiltasten und schlägt mit der rechten Umschalttaste zu.

Abbildung 6: Der Magier in der Kugel ist für einen kurzen Zeitraum unverwundbar.

Abbildung 6: Der Magier in der Kugel ist für einen kurzen Zeitraum unverwundbar.

Fazit

Flaw beutet aus dem englisch übersetzt so viel wie Fehler, Schwachstelle oder Mangel. Als recht Mangelhaft ist auch die arg gewöhnungsbedürftige und ziemlich fummelige Steuerung zu bezeichnen. Darüber hinaus hat man hin und wieder den Eindruck, dass die Energiebälle am Boden liegende Zauberer seltener treffen, als ihre agilen Kollegen. Grafik und Sound sind hingegen recht ordentlich gelungen, die Magier erwecken einen recht knuffigen Eindruck. Unter dem Strich bleibt eine wilde Klopperei, die mit mehreren Personen durchaus eine halbe Stunde lang Spaß macht.

Flaw

Bezugsquelle http://flaw.sourceforge.net/index.php
Entwickler Denis Comtesse
Lizenz GPL v3
Preis Kostenlos
Voraussetzungen Halbwegs aktuelle Linux-Distribution

Infos

[1] Projekt-Homepage: http://flaw.sourceforge.net/index.php

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