Das Spiel zum Wochenende: NeonPlat 2

Das Spiel zum Wochenende: NeonPlat 2

Lichtspielhaus

Ein kleiner Held färbt weiße Plattformen ein, während er fiesen Gegnern ausweicht. Diese binnen einer Woche zusammenprogrammierte Mischung aus Joust und Burger Time im Post-modernen Neon-Look entpuppt sich als hochgradig fesselndes Geschicklichkeitsspiel.

In NeonPlat 2 hängen im Bildschirm mehrere Bonbon bunte Plattformen, über die sich ein etwas kantiger Held laufend und springend fortbewegt. Sobald er eine weiße Plattform betritt, färbt er sie mit jedem Schritt nach und nach blau ein. Konnte er sie auf diese Weise komplett anmalen, zerfällt sie in ihre Bestandteile. Wurden wiederum sämtliche weißen Stege eliminiert, erreicht man den nächsten Level, in dem neue weiße Plattformen auf ihren Anstrich warten.

Abbildung 1: Der Neon-Look und das rasante Spieltempo kommen erst in Bewegung richtig zur Geltung. Das gelb eingekreiste Männchen ist der Spieleheld, die übrigen unförmigen Neonlichter stellen die Gegner.

Abbildung 1: Der Neon-Look und das rasante Spieltempo kommen erst in Bewegung richtig zur Geltung. Das gelb eingekreiste Männchen ist der Spieleheld, die übrigen unförmigen Neonlichter stellen die Gegner.

Heimtückische Leuchtreklame

Dieses zunächst recht eintönige Vorhaben versuchen verschiedene fiese Gegner zu vereiteln. Jede Berührung mit ihnen kostet den Helden ein Leben. Wehren kann er sich nur, indem er eine der herumliegenden Kugeln einsammelt und sie gegen ein Monster schleudert. Wurde der Gegner getroffen, steigt er in einem grünen Ballon nach oben, den man mitsamt seinem Inhalt durch einen beherzten Sprung zum Platzen bringt. Einige wenige Monstertypen lassen sich alternativ noch mit einem gezielten Sprung auf den Kopf plätten.

Abbildung 2: Jeder angepiekste grüne Luftballon mit einem eingekapselten Gegner zerplatzt in tausende Einzelteile und schreibt dem dem eigenen Punktekonto 100 Zähler gut.

Abbildung 2: Jeder angepiekste grüne Luftballon mit einem eingekapselten Gegner zerplatzt in tausende Einzelteile und schreibt dem dem eigenen Punktekonto 100 Zähler gut.

Die Gegner tauchen nicht nur in extrem vielfältigen Arten auf, sie lassen sich auch immer wieder neue Gemeinheiten einfallen. So wechseln Mutanten ihre Größe schneller, als man zwei Plattformen höher springen kann, während immer mal wieder überdimensionale “Boss-Gegner” auftauchen, denen nur schwer auszuweichen ist.

Abbildung 3: Die überdimensionale Leuchtreklame stellt einen so genannten Boss-Gegner dar, der alle paar Level einmal für Unruhe sorgt.

Abbildung 3: Die überdimensionale Leuchtreklame stellt einen so genannten Boss-Gegner dar, der alle paar Level einmal für Unruhe sorgt.

Wem das immer noch nicht genügend Abwechslung ist, wählt einen anderen der insgesamt acht verschiedenen Spielmodi. Sie unterscheiden sich meist nur in kleinen, dafür aber fiesen Details. Beispielsweise zieht der Modus Spike-o-rama am unteren Bildschirmrand ein Nagelbrett ein, das bei Berührung ein blutiges Heldenleben fordert. Im Modus Bosstastic bekommt man es hingegen ausschließlich mit Boss-Gegnern zu tun.

Abbildung 4: Der Modus <code srcset=

Spike-o-rama platziert am unteren Rand diese fiesen Speerspitzen, zudem wandern sämtliche Plattformen langsam von oben nach unten.” width=”300″ height=”225″ /> Abbildung 4: Der Modus Spike-o-rama platziert am unteren Rand diese fiesen Speerspitzen, zudem wandern sämtliche Plattformen langsam von oben nach unten.

Von Fall zu Fall

Das Universum von NeonPlat 2 besitzt weder Decke noch Boden: Wer in den unteren Bildschirmrand springt, fällt oben wieder in die Szene hinein. Diese Eigenschaft ist ein wesentlicher Bestandteil des Spielprinzips. Insbesondere wenn sich die Plattformen gegeneinander bewegen, erreicht man einige von ihnen nur, indem man gezielt aus dem unteren Bildschirmrand springt.

Abbildung 5: Wer durch den unteren Rand springt, fällt oben wieder heraus.

Abbildung 5: Wer durch den unteren Rand springt, fällt oben wieder heraus.

Für jedes eingefärbte Segment oder eliminierten Gegner erhält man Punkte gutgeschrieben. Die besten Spieler merkt sich NeonPlat 2 für jeden Spielmodus in einer eigenen Highscore-Liste. Im Hauptmenü findet man sogar ein kleines Diagramm, das die erzielten Punkte im Laufe der Zeit anzeigt. Man kann so schnell ablesen, ob man im Spiel besser (steigende Kurve) oder schlechter geworden ist (sinkende Kurve).

Abbildung 6: In späteren Leveln enthalten die weißen Plattformen kleine Knubbel, über die man mehrfach laufen muss.

Abbildung 6: In späteren Leveln enthalten die weißen Plattformen kleine Knubbel, über die man mehrfach laufen muss.

Auf den letzten Drücker

Um NeonPlat 2 zu installieren, schnappt man sich das Linux-Archiv von seiner Homepage [1], entpackt es auf der Festplatte und startet das Programm 249-NeonPlat2. Im Hauptmenü sollte man als erstes per [Tab]-Taste die Einstellungen konsultieren. Standardmäßig geht das Spiel von einer englischen Tastaturbelegung aus und legt die Schusstaste auf [z]. Mit einem Doppelklick und anschließendem Druck auf [y] sollte man sie auf diese Taste umlegen. Anschließend klappt man die Einstellungen per [Tab] wieder weg und wählt mit den Pfeiltasten einen Spielmodus. Für den Anfang sollte Classic ausreichen, per [Eingabe] startet das Spiel mit einem kleinen Tutorial. Den Helden bewegen die Pfeiltasten, mit [x] springt er und [y] wirft Feinden einen eingesammelten Ball entgegen.

Abbildung 7: Im Spielmodus <code srcset=

Mutant Storm bekommt man es ausschließlich mit Mutanten zu tun, die alle paar Sekunden ihre Gestalt wechseln.” width=”300″ height=”225″ /> Abbildung 7: Im Spielmodus Mutant Storm bekommt man es ausschließlich mit Mutanten zu tun, die alle paar Sekunden ihre Gestalt wechseln.

Fazit

Der Entwickler Jayenkai liefert (fast) jede Woche ein neues Spiel ab, darunter finden sich auch immer mal wieder kleine Perlen wie NeoPlat 2. Das Geschicklichkeitsspiel bietet ein einfaches, aber fesselndes Spielprinzip, einen interessanten, ansprechenden Neon-Look nebst passender, wenn auch etwas monotoner Retro-Synthesizermusik. Der Schwierigkeitsgrad steigt allerdings recht stark an, zumal dem Spieler kaum eine Pause bleibt: Die Level gehen nahtlos ineinander über, die neuen Plattformen fallen einfach vom Himmel. Unverständlich bleibt auch, warum die 2D-Hüpferei eine 3D-Beschleunigung voraussetzt. Trotzdem dürfte mit NeoPlat 2 die Mittagspause schneller rum sein, als einem lieb sein dürfte.

Abbildung 8: Durch schlichtes Überlaufen färbt der Held die weiße Plattform blau. Jedes so gefärbte Segment spült 5 Punkte auf das eigene Konto.

Abbildung 8: Durch schlichtes Überlaufen färbt der Held die weiße Plattform blau. Jedes so gefärbte Segment spült 5 Punkte auf das eigene Konto.

NeonPlat 2

Bezugsquelle http://jayenkai.socoder.net/GameList.php?ShowJust=200
Entwickler Jayenkai
Lizenz Eigene
Preis Kostenlos
Voraussetzungen Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik
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