Ubuntus Fenster bekommen Indikatoren

Ubuntus Fenster bekommen Indikatoren

Fensterputz

Als Argument für die verschobenen Fensterknöpfchen von Ubuntu 10.04 führte Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth neulich an, man habe für diesen Platz noch andere Pläne. Die konkretisierte er nun in einem Blogeintrag.

So genannte Fensterindikatoren (“Windicators”) sollen den freien Platz bevölkern. Sie funktionieren wie die neuen Indikatoren im Panel: sie zeigen zum einen den Zustand einer Anwendung an (beim Netzwerk-Indikator etwa “verbunden/nicht verbunden”) und beim Klick auf sie erscheint ein Menü. Gewöhnlich sollen sie monochrom erscheinen und nur bei Statusveränderungen die Farbe wechseln. Rot steht für einen kritischen Zustand, grün signalisiert: “Alles in Ordnung”.

Die Indikatoren sollen die Meldungen in der Statusleiste unten im Fenster ersetzen, die laut Shuttleworth noch von Windows 3.1 stammen. Er schlägt die Statusmeldungen “online/offline”, “gespeichert/nicht gespeichert” und “in Arbeit” vor, letztere soll den Fortschritt beim Ausführen einer Aufgabe anzeigen. Ein “Warenkorb” soll anzeigen, ob eine Sache zum Kauf ausgewählt wurde und ein Kooperationsindikator zeigt, ob an dem im Fenster geöffneten Dokument gerade mehrere Personen arbeiten. Nicht zuletzt sollen es Lautstärke-Indikatoren ermöglichen, die Lautstärke für einzelne Anwendungen individuell zu regeln.

Diese Indikatoren sind anwendungsspezifisch und beziehen sich nur auf das gerade benutzte Fenster. Versetzt man ein Fenster in den Vollbildmodus, wandern die Indikatoren automatisch ins Panel. Einzug halten werden die neuen Indikatoren wohl in Ubuntu 10.10.

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Bartosz Makara
16 Jahre her

… das mit der Lautstärke zum Beispiel. Aber warum mussten deswegen die Fenster-Buttons von rechts nach links wandern? Genauso gut hätte man auch die Indikatoren links platzieren können. Oder funktionieren sie rechts besser? :D

Ugglan
16 Jahre her
Reply to  Bartosz Makara

Hallo, ich denke, Apple und Gnome haben die Knöpfe aus allgemeinen Usability-Erwägungen nach links gesetzt. Ähnlich, wie Du einen Text von links oben nach rechts unten liest, sollte auch die Benutzerführung in einem Programm von links oben nach rechts unten gehen. (Erinnert sich noch jemand an die Diskussion, “Abbrechen” und “Bestätigen” zu vertauschen? Hat den gleichen Hintergrund.) Genau wie die Entscheidung, das Panel nach oben zu verlagern: Du fängst mit dem wichtigsten links oben an (Programmstarter) und arbeitest Dich nach rechts unten durch. Die wichtigsten Elemente sollten sich auf dieser Diagonalen befinden, unwichtige Funktionen oder solche, die nichts mit der… Mehr »

Daniel Kottmair
16 Jahre her

Mir kommen da noch viel mehr Ideen: Netzwerk-Auslastung, CPU-Last, Festplatten-Aktivität – für jedes Fenster einzeln! So sieht man sofort, was die Anwendung gerade in Anspruch nimmt im System… ..und weil ich von MacOS komme find ich die Knöpfe oben links auch super! ;-) Hab mir letztens mal Gedanken gemacht, warum Apple die nach oben links getan hat. Ich glaube es ist deswegen, weil man dann besser klarkommt, wenn viele Fenster (z.B. Bilder in Photoshop) offen sind, die aus dem Bildschirm rausragen. Weil: Oben links ist immer das wichtige Eck, v.a. bei Dokumenten, Webseiten etc. Und da ist dann auch der… Mehr »

Marcel Hilzinger
16 Jahre her

Ich weiß auch, warum die Knöpfe oben links sind. Weil es einige Entwickler immer noch nicht fertig bringen, Anwendungen zu schreiben, deren Fenster sich auf eine beliebige Größe verkleinern lassen. Auf einem Netbook ist man dann aufgeschmissen, weil der Schließen-Button rechts nicht mehr sichtbar ist…

Werner
16 Jahre her

An die Fensterknöpfchenleiste links oben könnte ich mich noch gewöhnen. Unpraktisch ist aber, dass die “Schließen”-Buttons innerhalb von Anwendungen (Office etc.) weiterhin rechts oben angeordnet sind.

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