Kurz vor Ende des Jahres erschien am 31.12. die vierte Veröffentlichung in 2009 von sidux, einer auf Debian Unstable basierenden Distribution.
sidux-2009-04 mit dem Codenamen ‘Moros’ basiert auf Kernel 2.6.32 und X.org 7.4 (xserver-xorg-core 1.6.5). Die größten Neuerungen sind der Umstieg auf Isolinux für das Livesystem und GRUB2 auf dem installierten System. GRUB2 bietet eine größere Flexibilität für die Installation, wie z.B. Unterstützung für neue Dateisysteme oder erweiterte Installationsoptionen wie LVM2 und eine verbesserte Erkennung und Einbindung von anderen Distributionen. GRUB2 bietet viele Selbstupdatemöglichkeiten wie z.b. zusammen mit dem sidux Tool grub2-fll-fromiso das automatische Einbinden und Updaten von sidux-fromiso Einträgen in die grub.cfg, der zentralen Steuerdatei für GRUB2.
Da Isolinux nun gfxboot unterstützt, ist es nun ebenso möglich isohybrid zu verwenden, welches es ermöglicht ein ISO direkt auf USB Sticks oder sd/ sdhc/ mmc Speicherkarte zu schreiben und diese bootfähig zu machen Isohybrid schreibt einen MBR auf das ISO und erstellt eine Partitionstabelle mit einem aktiven Eintrag, die Partition welche das ISO enthält. Weitere Partitionen können hinzugefügt werden, um die ungenutzten Teile des Datenträgers zu nutzen. Damit ist neben der bekannten Möglichkeit über “install-sidux-to-usb” (install-usb-gui) eine weitere Möglichkeit gegeben sidux auf Netbooks zu installieren wenn weder ein optisches Laufwerk vorhanden ist noch eine bereits vorhandene sidux Installation.
Beginnend mit sidux 2009-04 wird zusätzlich ein Netzwerkboot über PXE (Preboot Execution Environment) und NBD (Network Block Device) unterstützt, die erforderlichen Einstellungen können mit Hilfe des Bootmenüs vorgenommen werden.
Die Lokalisierung erlaubt die Auswahl unter 16 Sprachen und Tastaturlayouts beim booten des Mediums, die gewählte Lokalisierung wird bei der Installation übernommen.
Da das sidux Iso nur freie Software enthält bietet fw-detect an, unfreie Firmware auf Wunsch zu installieren (z.B. für Wlan Geräte) Weitere Informationen bietet ein ausführliches Handbuch das außer in Deutsch in 15 weiteren Sprachen vorliegt.







Diese wichtigen Neuerungen von sidux-2009-04 und in diesem Artikel hervorgehoben sind ja nur bei sidux neu.
Habe das grad ein paar Tage vorher schon bei Kanotix gelesen und irgendwo im Herbst auch schon bei anderen ähnlich, das ist wohl ein allgemeiner Trend bei Linux-Live-CDs..
Aber gerade die Ausschöpfung dieser Möglichkeiten mit dem bootbaren USB-Stick u.ä. ermöglicht es den “schlankeren” Linux-Distries in einigen Bereichen mit dem “großen Bruder” der BS zu konkurrieren.