Einmal mehr hat Microsoft für ein eigenes Produkt fremden Quellen benutzt, ohne die Lizenz zu beachten. Diesmal allerdings proprietären Code.
Steve Ballmer dürfte die Tage nicht allzu gut schlafen: Die zahlreichen Firmen, welche im Auftrag von Redmond Software produzieren, können der Versuchung, ein wenig Code aus einem fremden Projekt zu übernehmen, selten widerstehen.
Bereits von einem Monat musste Microsoft ein USB-ISO-Schreibtool für Windows 7 zunächst von der Webseite herunternehmen und anschließend unter der GPL veröffentlichen, als bekannt wurde, dass es sich dabei um freie Software handelt.
Im aktuellen Fall ging ein nicht näher genannter Partner von Microsoft China für das Microblogging-Portal Juku sogar noch einen Schritt weiter und übernahm rund 80 Prozent des Quellcodes des Konkurrenten Plurk. Dumm nur, dass der Quellcode nicht einmal unter einer freien Lizenz steht, es handelt sich somit um Code-Klau im klassischen Sinn.
Microsoft hat die Code-Übernahme inzwischen zugegeben und die Juku-Seite vom Netz genommen, um den Fall detailliert zu untersuchen. Redmond hat sich zudem offiziell bei Plurk entschuldigt und angekündigt, die Praktiken der MSN-Joint-Ventures in China zu untersuchen:
“In the wake of this incident, Microsoft and our MSN China joint venture will be taking a look at our practices around applications code provided by third-party vendors.”






….aber WEHE, jemand wagt es, etwas bei Microsoft zu klauen. Dann ist das Geschrei aber gross!
Wer ist auch schon so bloed und klaut bei M$? Da kann man sich ja gleich vorsaetzlich Bugs einbauen.
Es gibt Leute die das noch immer nicht wahrhaben wollen… traurig!