Nachdem der Cloud-Dienst bei Ubuntu 10.04 eine sehr wichtige Rolle spielen soll, gibt es nun auch einen Prototypen eines KDE-Clients. Ein Port auf Fedora ist ebenfalls in Arbeit.
Kubuntu-Nutzer bleiben beim Cloud-Dienst von Canonical gleich in mehrerer Hinsicht auf der Strecke. Erstens gibt es keine nativen Client, nur das Gnome-Applet, zweitens synchronisiert der Dienst zwar die Notizen von Tomboy und das Adressbuch von Evolution, aber keine KDE-Daten.
Mit der kommenden Version 10.04 alias Lucid Lynx soll sich das ändern. Deshalb arbeitet der Kubuntu-Entwickler Harald Sitter jetzt an einem nativen KDE-Client für Ubuntu One. Wie Harald in seinem Blog berichtet, steht ein erster Prototyp nun zum Download bereit. Das Programm ist noch ziemlich buggy, es eignet sich deshalb in erster Linie als technische Vorschauversion für Interessierte und sollte nicht für die tägliche Arbeit mit Ubuntu One benutzt werden.
Steht der primäre Support für KDE erst einmal, dann soll durch entsprechende Akonadi-CouchDB-Verbindungen auch die Synchronisation beliebiger KDE-PIM-Daten ermöglicht werden. Für Kubuntu-Nutzer stehen somit spannende Monate an.
Auch für Fedora?
Unabhängig vom Kubuntu-Projekt arbeitet auch der Fedora-Entwickler Thomas Vander Stichele an einem Ubuntu-One-Client für Fedora. Da es sich bei Ubuntu-One allerdings um ein teilweise geschlossenes Codeprojekt handelt, scheint die Aufgabe nicht ganz trivial zu sein. Immerhin zeigen sich die Ubuntu-Entwickler kooperativ, sodass jetzt mit einem entsprechenden Patch gegenüber den Originalquellen der Fedora-Client die Grundfunktionen nutzen kann. Der Patch ist notwendig, weil der mit Ubuntu 9.10 ausgelieferte Client einen schweren Bug besaß und Canonical deshalb auf Serverseite genau diese Client-Version vom Zugriff auf Ubuntu One ausschließt.







