Opera 10.10 ermöglicht Filesharing

Opera 10.10 ermöglicht Filesharing

Opera 10.10 mit Opera Unite-Anwendungen

Das für Version 10 versprochene Opera Unite-Feature, das es den Anwendern äußerst einfach machen soll, anderen im Web Dateien zur Verfügung zu stellen, musste erst noch ausgeibig getestet werden. Der norwegische Browserhersteller liefert es jetzt nun in Version 10.10 nach.

Seit heute bietet Opera Version 10.10 zum Download an, wie gewohnt auch für Linux (x86, x86-64 und PPC) in fertigen Paketen für zahllose Linux-Distributionen. Das Changelog für v10.10 listet zahlreiche Verbesserungen und Fixes, das Highlight und das einzig wirklich neu hinzugekommene Featrure ist jedoch Opera Unite. Dieses soll es Anwendern über ein DynDNS-ähnliches System und einen integrierten Webserver sehr einfach machen, völlig ohne dedizierten Server ein aktiver Teil des Netzes zu werden.

Hierzu gibt es in Opera Unite über installierbare Apps die Möglichkeit, Fotogallerien, Webseiten oder beliebige Dateien zum Betrachten oder Download bereitzustellen – entweder für alle oder passwortgeschützt nur für Freunde. Ein virtueller Kühlschrank erlaubt Anwendern das Hinterlassen von Notizen, außerdem sind Streaming-Software und Mediaplayer installierbar, mittels derer Opera sich als Medienserver betätigt. Mehrere Anwender können mittels “Whiteboard” gleichzeitig an einem Bild arbeiten, ein Sync-Programm hilft beim Datenabgleich, diverse Chat-Programme oder auch ein Twitter-Client bei der Kommunikation mit Freunden. Bemerkenswert ist, dass Opera Unite auch mit anderen Browsern funktionieren soll, da es ja letztendlich “nur” ein Webserver ist. Ein Verzeichnis aller für Opera Unite verfügbaren Apps findet sich hier, Opera freut sich über jeden Entwickler, der für Opera Unite Anwendungen schreibt und hat kürzlich sogar einen Wettbewerb dazu ausgerufen.Wichtig: Beim Beenden des Browsers stellt auch Opera Unite seine Dienste ein, es eignet sich also nicht als echte Server-Alternative.

Update: Tests in der Redaktion haben ergeben, dass Opera Unite doch mehr bietet als DynDNS: Operas Server fungieren quasi als Tunnel, so dass kein Port-Forwarding im Router notwendig ist und es keine NAT-Probleme gibt. Opera versichert dabei, dass der Datenverkehr nicht mitgeloggt wird. Als Protokolle kommen bei Opera Unite ausschließlich HTTP und UPnP zum Einsatz. Wer Opera Unite im internen Netz nutzen will, ohne über Operas Webserver zu gehen, kann durch anhängen von “:8840” hinter die IP-Adresse des Opera-Unite-Rechners den Server direkt ansprechen.

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