Nachdem Asus die ersten Netbooks auch mit Windows XP auf den Markt brachte, schwand die Euphorie im Linux-Lager langsam: Doch Katerstimmung ist fehl am Platz.
Hohe Rückgaberate, kaum noch Marktanteile: Mit solchen Schreckensszenarien versuchte Microsoft noch im Frühjahr Linux auf dem Netbook-Markt für tot zu erklären. Doch was eventuell für die USA gilt, muss nicht für Europa gelten und hat weltweit bestimmt keine Gültigkeit.
So hat nicht nur Dell wiederholt bestätigt, rund 30 Prozent seiner Netbooks mit Ubuntu zu verkaufen und dabei keine erhöhten Rückgaberaten zu beobachten, sondern auch eine unabhängige Markstudie von ABI Research prognostiziert nun Linux auf dem globalen Netbookmarkt einen Anteil von rund 32 Prozent im Jahr 2009.
Eric Lai von der Computer World hat sich die kostenpflichtige Studie angeschaut und mit dem Leiter der Studie — Jeff Orr — gesprochen. Dieser geht sogar davon aus, dass Linux durch die zusätzlichen Geräte mit ARM-Prozessor Windows bis im Jahr 2013 auf dem Netbook-Markt wieder überholen werde.
Microsoft hat laut Lai übrigens seine Aussage über die 96 Prozent redigiert: so heiße es nun offiziell, dass “über 93 Prozent aller kleinen Notebook-PCs mit Windows bestückt” seien.






Interessante Rechnung von Microsoft.
Die Studie bestätigt Linux global 30%. Daraufhin korrigiert Microsoft auf 93%.
Entweder laufen einige Linux Distributionen intern eigentlich unter Windows oder für Microsoft ist USA=Welt.