XBMC Media Center in Version 9.04

XBMC Media Center in Version 9.04

Beeindruckend

Kristian Kißling
07.05.2009 Das plattformübergreifende XBMC Media Center gibt es seit gestern in einer neuen Version 9.04, die den Codenamen Babylon trägt. Die Software bringt nicht nur massive, sondern zum Teil auch beeindruckende Änderungen mit.

Zu den innovativsten Modifikationen gehört, dass XBMC nun dank VDPAU Nvidias GPU nutzen kann, um Videos zu rechnen. Die Software unterstützt zudem neue Video-Codecs und -formate, darunter M2TS, M2T und MTS für Blu-Ray und AVHCD sowie EVO (Enhanced VOB) für HD-DVDs. Die Unterstützung von Timidity ergänzt die Software um MIDI-Support. Auf der Audio-Seite gesellen sich Dolby Digital Plus und Dolby TrueHD zu den unterstützten Audio-Software-Dekodern. Das ist noch lange nicht alles: 51 weitere Audioformate unterstützt XBMC darüber hinaus, die der TRAC-Eintrag auflistet.

Die Entwickler der ursprünglich als XBox Media Center bezeichneten Software haben zudem am Karaoke-Support gefeilt: Die Software kommt nun auch mit CDG-Karaoke-Dateien zurecht, kann Songtext-Dateien in den Formaten LRCv1 und LRCv2 lesen und beherrscht das Nummerieren von Songs, so dass man diese über ihre Nummern aufrufen kann. RAR- und ZIP-Archive, die Karaoke-Dateien enthalten, spielt XBMC ebenfalls ab, ohne dass man die Archive extra öffnen muss.

XBMC 9.04 läuft desweiteren auf der PPC-Architektur, akzeptiert HTTP-Verzeichnisse als Quelle für abspielbare Inhalte und der UPNP-Media-Server entspricht dem Standard der Digital Living Network Alliance (DLNA). Nicht zuletzt unterstützt die Linux-Variante der Software nun den Soundserver PulseAudio. Doch nicht nur unter der Haube bringt XBMC Verbesserungen mit: Mit FanArt und einem optimierten Skinning Framework rechnet sich die Software auch ästhetisch Chancen auf dem Laufsteg aus. Die Liste endet hier noch nicht: Wer den kompletten Umfang der Änderungen studieren will, schaut sich am besten den entsprechenden TRAC-Eintrag an.

Wer XBMC ausprobieren will, kann sich unter anderem eine LiveCD herunterladen. Daneben gibt es PPA-Pakete für verschiedene Ubuntu-Versionen und natürlich den Quellcode im Subversion-Repository. Opensuse-Anwender können ebenfalls ein externes Repository einbinden, um die Software zu installieren. Die auf der XBox lauffähige Version von XBMC bieten die Macher auf der Webseite hingegen aus rechtlichen Gründen nicht an.

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