Neues von Acer

Viel Neues und Altbekanntes in neuer Fassung

Viel Neues und Altbekanntes in neuer Fassung

Daniel Kottmair
19.01.2011 Acer stellte gestern eine ganze Palette neuer Produkte vor: Neben Notebooks mit Intels Sandybridge und AMDs Fusion gab es auch ein neues Dualscreen-Notebook, einen neuen superschlanken Revo mit optischem Laufwerk, einen eBook-Reader, einen 3D-Monitor und Prototypen von Android-Tablets zu sehen.

Passend zu Intels neuer Sandybridge-Generation und AMDs neuen "APU" Fusion-Chips standen auf der Präsentation Mobilrechner und andere stromsparende Geräte im Fokus.

AMD-Geräte

Mit dem äußerst stromsparenden Fusion-Chip, welcher GPU, CPU und Chipsatz in einem Chip vereint und somit nicht nur äußerst günstig, platz- und auch stromsparend ist, stattet Acer die neue Aspire One 522 Netbook-Reihe und das Acer Aspire 5263 aus.

Das Aspire One 522 hat neben dem AMD C-50 Dualcore mit 1GHz, Radeon 6250, 256 MByte VRAM und gerade mal 9 Watt TDP einen 10.1-Zoll-Bildschirm mit einer sehr hohen Auflösung von 1280x720, wahlweise eine 160- oder 250 GByte-Festplatte, 1 GByte RAM (max. 2 GByte), 100-MBit-Ethernet, Webcam, Mono-Lautsprecher, Mikrofon, 802.11b/g/n WLAN und optional Bluetooth 3.0 und/oder 3G. Die Anschlüsse beschränken sich auf drei USB 2.0-Ports, VGA, HDMI, Speicherkartenleser und Kopfhörerklinke. Das 1.3kg schwere Gerät, bei dem Acer eine Laufzeit von bis zu 8 Stunden mit 4400 mAh-Akku verspricht, kommt im Februar zu einem Preis ab 330 Euro in den Handel.

Aspire One 522 in Schwarz, optional in grün erhältlich

Das 2.6kg schwere Aspire 5263 verfügt über ein 15,6-Zoll-Display (1366x768) und ist wahlweise mit dem C-50 oder dem E-350 mit 1.6 GHz erhältlich, beides jedoch mit Radeon HD 6470 Grafik mit 512 MByte VRAM. Hier sind Platten bis zu 750 GByte erhältlich und der Speicher ist bis zu 8 GByte aufrüstbar, außerdem hat jedes Modell einen DVD-Brenner integriert und verfügt über Gigabit-Ethernet. Ansonsten entsprechen Ausstattung und Anschlüsse dem Aspire One 522. Die Akkulaufzeit liegt je nach Konfiguration niedriger dank dem größeren Bildschirm und der mächtigeren Grafik, bis zu 3.5 Stunden verspricht Acer für den 4400mAh-Akku. Das Besondere am Aspire 5263 ist der Preis: Schon ab 400 Euro soll das Gerät im Februar in den Handel gehen.

Aspire 5253 in rot, eines der ersten Geräte mit AMDs Fusion APU.

Der neue Revo RL100 sieht gänzlich anders aus als der alte: In ein extrem flaches, recht hohes schwarzes Gehäuse in den Dimensionen 30x18x2,5cm, das nun auch horizontal betrieben werden kann, integriert Acer nun statt Intels Atom einen AMD Athlon II Neo K325 Dualcore mit 1.3 GHz, bei der Grafik belässt der Taiwanische Hersteller es bei Nvidias Ion. Neu am RL100 ist außerdem der optionale integrierte Hybrid TV-Tuner (analog/DVB-T) und das optische Laufwerk. Das Gerät gibt es in 2 Ausführungen: Mit 2GByte RAM, DVD-Laufwerk und 250 GByte Festplatte und mit 4 GByte RAM, Bluray-Laufwerk und 500 GByte Festplatte. SP/DIF, HDMI (nun in Version 1.4a, d.h. auch 3D-fähig), 4x USB 2.0 (einer geht dabei für den Bluetooth-Dongle ab), 802.11 b/g/n WLAN, Speicherkartenleser und Gigabit-Ethernet sind schon vom Vorgänger bekannt. Ein besonderer Clou ist das mitgelieferte drahtlose sehr große REVOpad genannte Bluetooth Multitouch-Touchpad, das im Gerät verstaut werden kann. Darin integriert Acer einen Lautstärke-Drehregler und eine auf Knopfdruck beleuchtete Tastatur. Die deutlich bessere Ausstattung hat ihren Preis, so beginnt der Revo nun bei 500 Euro UVP.

Acer Revo RL100 mit Bluetooth Touchpad

Intel-Geräte

Beim in schicker schlichter Alu-Optik gefertigten Acer Aspire Ethos klotzt Acer traditionell, statt zu kleckern: Core i7 Quadcore der Sandybridge-Generation, Radeon HD 6850 mit 2 GByte VRAM (beziehungsweise 6650 mit 1 GByte), 18,4-Zoll-Bildschirm mit 1920x1080 Full-HD-Auflösung (wahlweise auch 15,6 Zoll mit 1366x768). Als optisches Laufwerk gibt es Bluray (auf Wunsch auch Brenner) oder DVD, das Ethos hat neben einem USB 3.0 Port und eSATA auch ein Touchpad integriert, das auf Knopfdruck dank beleuchteten Buttons auch als Mediaplayer-Fernbedienung fungiert. Auch ein echtes 5.1 Surroundsystem inklusive Subwoofer spendiert Acer ihrem besten Pferd im Stall. Die sonstigen Anschlüsse entsprechen den anderen Modellen, mit 6000 mAh-Akku verspricht Acer bis zu 3.5 Stunden Laufzeit. Das 3.3 kg schwere 15,6-Zoll Modell 5950G gibt es ab 1300 Euro ab Februar, das 3.8 kg wiegende 18,4-Zoll-Modell 8950G ab 1400.

Aspire Ethos 8950G, Acers Topmodell

Neben dem Topmodell Acer Ethos hat Acer auch die günstigere Aspire 5750G-Serie (ab 600 Euro) im Programm, wahlweise mit Core i3, i5 oder i7. Die Ausstattung ähnelt dem Aspire 5263, nur kommen hier Nvidia GPUs (GT540M mit 1 oder 2 GByte VRAM oder GT520M mit 512 MByte) zum Einsatz, außerdem gibt es hier einen USB 3.0-Port und optional Bluray. Das 3.3kg schwere Topmodell Aspire 7750G beginnt bei 700 Euro und bietet mit vier RAM-Slots bis zu 16 GByte Speicher, hat Slots für 2 Festplatten (wahlweise auch eine davon SSD) und einen 17,3-Zoll-Bildschirm mit 1600x900 Auflösung.

Das Aspire 5750 bietet einen günstigen Einstieg in Intels neue Sandybridge-Generation

Tablets

Im Bereich Tablets betritt Acer weitgehend Neuland. Das neue Dualscreen Notebook Iconia ähnelt dem Toshiba Libretto W100, in dem mit einem speziell für die Zweischirmbedienung angepassten Windows gelieferten Gerät kommt ein Core i5 480M der alten Generation zum Einsatz, der die beiden 14-Zoll-Bildschirme mit jeweils 1366x768 Auflösung befeuert. Das 2.8-Kilogramm-Gerät hat 4 GByte RAM, eine Festplatte bis zu 640 GByte Kapazität, Intel Chipsatzgrafik, Gigabit-Ethernet, Webcam. 3x USB 2.0, 1x USB 3.0, HDMI und VGA, der 3000 mAh-Akku soll 3 Stunden durchhalten. Es soll Ende des Monats für stolze 1500 Euro in den Handel kommen.

Das Dualscreen-Tablet Iconia kann wahrscheinlich nur in Zusammenarbeit mit Acers angepasstem Windows überzeugen.

Aber auch herkömmliche Tablets bringt Acer bald heraus: Das kleinste Modell hat einen 4.8 Zoll Bildschirm mit der ungewöhnlichen Auflösung von 1024x480, eine 1.3 MPixel Front-Kamera, 8-MPixel-Kamera auf der Rückseite sowie eine 1 GHz Snapdragon-CPU von Qualcomm. Das 7-Zoll-Gerät (1280x800, Multitouch) basiert auf einem Qualcomm 1.2 GHz Dualcore Snapdragon MSM8260 mit der neuen Adreno 220 GPU, das 1,3cm dicke 10.1-Zoll-Modell (kapazitiver Multitouch-Screen, ebenfalls 1280x800) hat einen Nvidia Tegra 2 Dualcore mit 1 GHz, HD-Webcam vorne und eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite. Alle drei Geräte sind optional mit UMTS erhältlich, haben WLAN, HD-Webcam und hardwarebeschleunigtes Flash 10.1, die beiden größeren verfügen obendrein über einen HDMI-Port. Alle Smartphones sollen ab Werk mit Android 3.0 "Honeycomb" gelierfert werden.

Im April bringt Acer seine ersten Android-Tablets

Zusätzlich will Acer auch ein 1.5cm dickes und 1kg schweres 10-Zoll Tablet auf AMD-Basis bringen, das mit Windows geliefert wird. Der Clou hierbei ist eine Dockingstation mit Tastatur und zusätzlichen Anschlüssen, die das Gerät zu einem etwas klobigen Laptop umfunktioniert. Alle Tablets sollen ab April erhältlich sein.

eBook-Reader, 3D-Monitore und Handys

Auch einen neuen eBook-Reader mit 6-Zoll-e-Ink-Display (600x800 Auflösung) namens LumiRead zeigte Acer. Das in Partnerschaft mit dem eBook-Vertreiber Libri entwickelte Gerät soll für 180 bzw. für 230 Euro mit UMTS in den Handel kommen. Das 250g schwere Linux-Gerät auf Basis des Freescale i.MX537 (537 MHz) hat WLAN, 128 MByte RAM und 2 GByte Flash integriert. Es kann neben eBooks (PDF, ePub, CHM, MOBI, HTML, RTF, TXT, DOC) auch MP3s spielen und im Internet surfen, einen Micro-SD-Slot und Micro-USB zum Anschluss an den Rechner gibt es obendrein. Eine Akkuladung soll für 8000 Seitenwechsel halten. Eine Besonderheit ist der integrierte ISBN-Strichcode-Scanner, über den man digitale Versionen realer Bücher einfach finden kann. Ärgerlich: Mit der eingebauten Tastatur kann man keine eigenen Texte verfassen, sie ist nur zum Suchen oder Browsen gedacht.

Der LumiRead ist Acers erster eBook-Reader

Der GN245HQ ist ein im 120-Hz-Shutterverfahren arbeitender 24-Zoll-3D-Monitor (1920x1080 Full-HD) mit HDMI 1.4a, der neben Bluray 3D-Playern, Revo RL100 oder Playstation 3 auch Nvidias 3D Technik für PC-Spiele unterstützt. Das LED-Backlight-Gerät im schwarzen Klavierlack-Finish hat integrierte 2-Watt-Stereolautsprecher, bietet neben HDMI auch VGA und Dual-Link-DVI Eingang und wird zusammen mit einer (leider kabelgebundenen) Nvidia-Shutterbrille ab Ende Februar für 430 Euro verkauft.

Mit dem shutter-basierten GN245HQ werden 3D-Filme und -Spiele erschwinglich.

An neuen Smartphones wäre zuerst das beTouch E210 zu nennen, das 110 Gramm schwere Gerät mit Blackberry-ähnlicher Tastatur, 600 MHz Qualcomm 7227, 128 MByte RAM, Bluetooth, Kompass, FM-Radio, WLAN, MicroSD, GPS, 3.2 MPixel-Kamera und 2.6-Zoll-Touchscreen soll ab Februar zu einem UVP von 250 Euro erhältlich sein. Im März kommt dann das Liquid Mini für ebenfalls 250 Euro hinzu, das weitgehend mit dem beTouch E210 identisch ist, das jedoch über einen 3.2-Zoll Bildschirm und keine Tastatur verfügt. Ab sofort soll das 135 Gramm schwere Liquid MT für 380 Euro im Handel sein, mit 800 MHz Qualcomm 7230, 3,6-Zoll-Bildschirm, 512 MByte RAM und 5-MPixel-Kamera. Alle Modelle werden mit Android 2.2 "FroYo" geliefert.

Das beTouch E210 hat Tastatur und Touchscreen.

Interessant an den neuen Produkten ist, dass Acer nun CPUs von fünf verschiedenen Herstellern verbaut: Intel, AMD, Nvidia (Tegra), Qualcomm und Freescale. Nachdem Acer nun zumindest im EMEA-Markt und Deutschland nicht nur Dell, sondern auch HP überholt hat und laut dem Marktforschungsinstitut Gartner nun auf Platz 1 steht, ist eine solche Lieferantenvielfalt auch sicherlich von Vorteil.

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Kommentare
Keine Ahnung
Daniel Kottmair, Mittwoch, 19. Januar 2011 17:58:20
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Das wissen wir, wenn wir die bestellten Testgeräte kriegen und Linux drauf installieren! ;-)

(der eBookreader ist allerdings mit Linux ab Werk!)


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Linux-Geräte?
Mc Bain (unangemeldet), Mittwoch, 19. Januar 2011 17:18:31
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Sind diese Geräte ab Werk mit Linux ausgestattet oder ist die Hardware besonders Linux-Freundlich?

Grüße.


Bewertung: 137 Punkte bei 30 Stimmen.
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