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Spiele-Plattform Steam in Linux-Version

Valve Steam und Source Engine kommen für Linux

23.04.2010 Mit Half-Life 2 ging es 2004 los: Inzwischen gibt es über 1100 Spiele über die Online-Distributionsplattform "Steam", die inzwischen 25 Millionen aktive User hat. Nun soll bald eine Linux-Version kommen.

Das Online-Distributionssystem Steam des bekannten Spieleherstellers Valve verfolgt drei Ziele: Durch Online-Verkauf von Spielen die Vertriebskosten senken, den ärgerlichen und zeitraubenden Update-Prozess bei Spielen vereinfachen sowie dem Cheaten und Raubkopieren einen effektiven Riegel vorzuschieben. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten wie Bugs in den ersten Steam-Clients und überlasteten Servern wurde das System von den Konsumenten recht gut akzeptiert, inzwischen sind über 1100 Spiele darüber verfügbar (darunter Erfolgstitel wie Half-Life 2, Counterstrike Source, Call of Duty, Everquest, Grand Theft Auto, Team Fortress sowie die meisten id-Titel) und 25 Millionen User nutzen das Netzwerk. Wer sein Spiel über Steam vertreibt, verdient laut Valve-Chef Gabe Newell an jeder verkauften Kopie viermal soviel wie über den regulären Handel (30 US$ statt 7,50 US$ für ein 50 US$ kostendes Spiel).

Wie die Linux-Benchmarking- und -Spieleseite Phoronix nun berichtet, wurde nun eine frühe Beta des nativen Linux-Steam-Clients (inklusive der dazugehörigen Source-Engine) gesichtet, der parallel zur ersten Mac-Version entwickelt wird. Phoronix schaffte es nach eigenen Angaben, den Client zu starten, die Online-Authentifizierung gelang jedoch nicht, da die "closed beta"-Phase für MacOS X und Linux einen entsprechenden Account voraussetzt.

DRM und kommerzielle Store-Distribution von Software genießen unter Linux-Usern nicht gerade das höchste Ansehen, dennoch ist die Option, derart viele Spiele nun auch für Linux zu bekommen sehr attraktiv. Noch unklar ist, ob die über Steam erhältlichen Spiele explizit für Linux oder auch MacOS X angepasst werden müssen und falls ja, wie aufwendig diese Anpassungen sind. Laut Phoronix soll im Juni die offizielle Ankündigung des Linux-Clients erfolgen.

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Kommentare
nur weil es steam gibt....
mike (unangemeldet), Samstag, 24. April 2010 09:22:27
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...heißt das ja noch nicht, dass auch alle spiele portiert werden. denn es müssen natürlich portierungsarbeiten durchgeführt werden. denn steam ist keine engine, steam ist nur eine plattform zur vertreibung und vermarktung der "windows"-spiele


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Re: nur weil es steam gibt....
Chris (unangemeldet), Samstag, 24. April 2010 20:22:01
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Logisch, HL2 kriegst Du nur mit Glück und in jeder 7,5ten Wine-Version zum laufen mit div. Commandline-Optionen. Also keine falschen Hoffnungen machen. Ob man Steam nun per Wine oder nativ laufen hat dürfte absolut keinen Unterschied machen. Aber wenn es dann kleinere und günstige Games auch als Linux-Version gibt, würde dies natürlich den Vertrieb vereinfachen, das gebe ich zu. Nur wer ist so wahnsinnig und würde "grosse" Spiele auch für eine Randgruppe von grade mal 0,3-0,5% Benutzer anpassen?


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Re: nur weil es steam gibt....
Wissender (unangemeldet), Sonntag, 25. April 2010 22:08:36
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Geht man nur von den Zahlen (Installationen von 2008) die Fedora und Ubuntu aus existieren schon 20'000'000 User.

Der grösste Teil wird wohl Desktop sein und selbst Id Software sagte 2009 das 5% aller Quake Live zocke Linux User sind.

So und nun von den Zahlen ausgehend, wenn nur 5% von den Usern 50 - 100€ hinlegen hat sich der Aufwand wohl gelohnt oder ned?


Die Spiele werden sowieso meistens auch auf Playstation, Wii und Co portiert also können diese Engines meistens schon OpenGL/AL whatever und selbst wenn ned... Id Tech, UT Engine, Valve Engine, Crysis 3 unterstüzen beides DX/Open*.


Kunden und Engines wären da.


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Re: nur weil es steam gibt....
Daniel Kottmair, Montag, 26. April 2010 12:28:57
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Natürlich ist Steam keine Engine. Die Engine von Valve (HL2, Portal etc) heisst Source - und die wird ja ebenfalls portiert. D.h. die Steam-Vertreiber können entweder ihre fertigen Spiele über Steam vertreiben (dann wird's genauso schwer mit der Portierung wie bisher), oder sie lizensieren ebenfalls die Source-Engine von Valve, dann dürfte eine Linux- und Mac-Version mehr oder weniger automatisch mit erzeugt werden...

Da es unter Linux allerdings auch zusätzlich das Problem gibt, dass man die dafür verfügbaren kommerziellen Spiele nie im Laden kaufen kann (der Ansatz mancher Hersteller, dass sich Linux-User doch die Windows-Version kaufen sollen um dann von der Homepage das Linux-Binary zu laden ist für viele Linuxer noch eine schlimmere Vorstellung, da man damit ja Windows als Spieleplattform noch mehr unterstützt!) finde ich die Steam-Vertriebsoption allerdings noch attraktiver....


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Re: nur weil es steam gibt....
Florian Hamerski (unangemeldet), Mittwoch, 30. März 2011 17:41:50
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Laut dem Marketing-Chef Doug Lombardi wird an keiner Steamversion für Linux gearbeitet

Mehr unter: http://www.gulli.com/news/k...eam-f-r-linuxnutzer-2010-08-23


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