Das Online-Distributionssystem Steam des bekannten Spieleherstellers Valve verfolgt drei Ziele: Durch Online-Verkauf von Spielen die Vertriebskosten senken, den ärgerlichen und zeitraubenden Update-Prozess bei Spielen vereinfachen sowie dem Cheaten und Raubkopieren einen effektiven Riegel vorzuschieben. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten wie Bugs in den ersten Steam-Clients und überlasteten Servern wurde das System von den Konsumenten recht gut akzeptiert, inzwischen sind über 1100 Spiele darüber verfügbar (darunter Erfolgstitel wie Half-Life 2, Counterstrike Source, Call of Duty, Everquest, Grand Theft Auto, Team Fortress sowie die meisten id-Titel) und 25 Millionen User nutzen das Netzwerk. Wer sein Spiel über Steam vertreibt, verdient laut Valve-Chef Gabe Newell an jeder verkauften Kopie viermal soviel wie über den regulären Handel (30 US$ statt 7,50 US$ für ein 50 US$ kostendes Spiel).
Wie die Linux-Benchmarking- und -Spieleseite Phoronix nun berichtet, wurde nun eine frühe Beta des nativen Linux-Steam-Clients (inklusive der dazugehörigen Source-Engine) gesichtet, der parallel zur ersten Mac-Version entwickelt wird. Phoronix schaffte es nach eigenen Angaben, den Client zu starten, die Online-Authentifizierung gelang jedoch nicht, da die "closed beta"-Phase für MacOS X und Linux einen entsprechenden Account voraussetzt.
DRM und kommerzielle Store-Distribution von Software genießen unter Linux-Usern nicht gerade das höchste Ansehen, dennoch ist die Option, derart viele Spiele nun auch für Linux zu bekommen sehr attraktiv. Noch unklar ist, ob die über Steam erhältlichen Spiele explizit für Linux oder auch MacOS X angepasst werden müssen und falls ja, wie aufwendig diese Anpassungen sind. Laut Phoronix soll im Juni die offizielle Ankündigung des Linux-Clients erfolgen.




