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Last-Minute-Fix

Ubuntu 10.04 von Speicherleck in X.org betroffen

22.04.2010 Wer die Vorabversionen von Ubuntu 10.04 ausgiebig getestet hat, dürfte bemerkt haben, dass Lucid Lynx seit der Beta-Version immer langsamer wird. Grund dafür ist ein Speicherleck im X-Server.

Das Speicherleck hielt über ein Update des X-Servers am 15. April Einzug in Ubuntu 10.04, wie Martin Pit auf der Ubuntu-Entwickler-Mailingliste schreibt. Damals spielten die X.org-Entwickler drei Patches ein, die Stabilitätsprobleme mit GLX lösen sollten und ein Update auf GLX 1.4 durchführten. Das über die Patches eingeführte Memory Leak macht den Rechner langsamer und langsamer, bis er schließlich komplett einfriert. Es betrifft allerdings nicht sämtliche Grafikkarten.

Ob der eigene Rechner betroffen ist, zeigt die Ausgabe des Befehls

grep "object bytes" /sys/kernel/debug/dri/0/gem_objects

Liefert sie einen Rückwert im Gigabyte-Bereich oder sogar negative Werte, dann ist der Rechner betroffen. Zeigt die Ausgabe hingegen auch nach mehrstündiger Nutzung einen relativ konstanten Wert an, dann tritt das Speicherleck nicht in Kraft.

Canonical hat nun versucht, die eingespielten Patches für Ubuntu 10.04 rückgängig zu machen und stellt entsprechende X-Server-Pakete im PPA-Repository ubuntu-x-swat bereit. Morgen will man dann entscheiden, ob diese Testpakete definitiv in Ubuntu 10.04 zum Einsatz kommen oder man lieber bei der bestehenden Version bleibt, um mehr Zeit für Tests zu haben und die Fehlerkorrektur über ein Update einspielen lässt.

Nutzer, die vom Problem betroffen sind (der Rechner friert zum Beispiel beim Video-Playback innerhalb 1-2 Stunden komplett ein, finden im Ubuntu-Wiki detaillierte Anweisungen zur Installation der neuen X-Server-Pakete.

Via: Phoronix.com

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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