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USA investieren in Open-Source-Funk-Technologie

Britta Wülfing
09.12.2005

Die US-Regierung investiert in Open-Source-Software-Entwicklung für Software-basierte Funknetze. Das Unternehmen BBN Technologies hat einen Drei-Jahres-Auftrag in der Höhe von 11 Millionen Dollar erhalten, in dessen Rahmen Funktionalitäten verbessert werden sollen, die bislang vorwiegend durch Hardware übernommen wurden. So soll diese Technologie beispielsweise ein schwaches Übertragungssignal auffangen, um dieses auf dem Software-Weg auszugleichen. Im Kern verbindet Software-Funk-Technologie die Flexibilität von Computern mit variablen, weitreichenden drahtlosen Netzwerken.

Das Projekt der US-Regierung ACERT (Adaptive Cognition Enhanced Radio Teams) soll die Kommunikation und Koordination des Militärs bei weit verstreuten Einsätzen verbessern, inbesondere in schwer zugänglichen Stadtgebieten. Dabei geht es vor allem darum, bei einem Ausfall benachbarter Funkstationen ohne Verzögerung auf andere Stationen zu wechseln, um die Übertragung nicht zu unterbrechen. BBN Technologies ist Lieferant für zahlreiche Aufträge des Verteidigungsministeriums. Das Unternehmen arbeitet traditionell mit Open-Source-Technologien, so dass die Ergebnisse für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Eric Blossom, Gründer des GNU-Radio-Projektes, arbeitet in diesem Bereich mit BBN zusammen.

Diese Entwicklung kann einigen kommerziellen Anbietern nicht gefallen, denn es könnte das Aus für so manches Unternehmenskonzept bedeuten. Die Technologie könnte zum Beispiel auch dazu dienen, aus einem PDA einen GPS-Empfänger, Fernsehapparat, ein Radio oder Telefon zu machen: einfach mittels eines kleinen Open-Source-Software-Tools. Eric Blossom meint auf der Seite von GNU Radio: "Freie Software, um Radioempfänger zu bauen, ist für einige Leute sicher problematisch." Er verweist darauf, dass sich das Projekt in Amerika bereits Ärger mit der Motion Picture Association of America eingehandelt hat.

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