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Ab geht die Post

US-Post-Behörde stellt auf Linux um

15.07.2009 Das amerikanische Online-Portal Government Computer News berichtet über die Migration des Tracking Systems von USPS, einer staatlichen Postbehörde, zu Open Source Software.

Der United States Postal Service wurde bereits 1775 durch Benjamin Franklin gegründet und besitzt ein Monopol auf einige Postdienstleistungen. Dank des Product Tracking Systems (PTS) lassen sich die Stationen eines Pakets auf dem Weg zu seinem Empfänger überwachen und verfolgen.

Bislang nutzte USPS für PTS ein 15 Jahre altes Mainframe-System auf Cobol-Basis, heißt es in dem Bericht. Dank eines Compilers von Micro Focus läuft der Cobol-Code nun auch unter Linux. So gehe man nicht das Risiko ein, den Code neu schreiben zu müssen. Ein Co-Prozessor in IBMs Z-Großrechnerserie, der Integrated Facility for Linux (IFL) heißt, sorge zudem dafür, die Anwendungen im Mainframe zu halten. So erspare man sich die Kosten einer Migration in eine Server-Umgebung. Es habe ein gutes halbes Jahr gedauert, das System umzustellen. Anfangs gab es noch Probleme bei der Verbindung zwischen Cobol und der Datenbank, die manuell gelöst wurden.

Zur Zeit verarbeiten die Mainframes mit Cobol 40 Millionen Einträge am Tag. Die neue Infrastruktur soll fähig sein, noch mehr davon zu verarbeiten. Zudem habe man mit der Migration von der Solaris- in eine HP-Linux-Umgebung Geld gespart, gibt John Byrne von USPS zu Protokoll.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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