Die Linux- und Open-Source-Welt bewegt sich so schnell, dass lange nicht mehr jeder über alles informiert sein kann. Unsere Pinnwand fasst jeden Sonntag die wichtigsten Ereignisse der Woche zusammen. Kurz und knapp erfahrt ihr alles Wichtige in Kürze.
Montag: Der deutsche Linux-Pionier Dirk Haaga stirbt bei einem Motorradunfall. Er startete schon 1993 mit Linux durch und war zuletzt bei Red Hat Europa für den Vertrieb zuständig.
Dienstag: Die Einwahl ins Internet sollte eigentlich auch mit Linux trivial sein. Doch oft legen fensterzentrierte Anleitungen uns Linux-Usern Steine in den Weg. Community-Mitglied Gerd Becker hatte genau dieses Problem. Dank vereinter Hilfe hier im Forum konnte Gerd sein Problem lösen und surft jetzt mit Highspeed auf der Web-Welle. Ein weiterer überzeugter Linuxer. ;-)
Mittwoch:Mandriva Linux 2007: Ähnlich wie die meisten Mitbewerber setzt die neue Version nun auf hardwarebeschleunigte 3D-Effekte. Allerdings gehen die konkurrierenden Technologien AIGLX und Xgl bei Mandriva Hand in Hand. User haben somit die Wahl – aber leider auch die Qual.
Sicherheit, die erste: Im Rahmen des Common-Weakness-Enumeration-Projekts hat das MITRE eine Studie veröffentlicht, die Sicherheitslücken der letzten fünf Jahre klassifiziert. Die Anzahl an Löchern in Webapplikationen hat demnach stark zugenommen; dank Cross-Site Scripting (XSS), SQL Injection und Remote File Inclusion. Selbst die berüchtigten Buffer Overflows wurden mittlerweile von XSS überholt. Fatal: Eine XSS-Attacke ist oft einfach zu realisieren, und selbst gründlich entwickelte Software ist gegen XSS nicht immer gefeit.
Freitag: Nachdem die CD-Datenbank freedb.org beinahe Opfer eines Streits unter der Führungsriege wurde, scheint die Zukunft der Website nun gesichert: Der Multimediaspezialist Magix übernimmt das Portal. Somit können wir hoffentlich noch lange Zeit auf die riesige Datenmenge, die in den letzten Jahren angefallen ist, zugreifen.
Wieder mal eine Open-Source-Studie: Diesmal hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung herausgefunden, dass sich Open-Source-Software immer mehr durchsetzt. Der Anteil an Open-Source-Betriebssystemen unter den Befragten liegt trotzdem nur bei neun Prozent. Luft nach oben bleibt also noch genügend.
Sicherheit, die zweite: BusinessWeek Online berichtet von einer Studie, die die Firma Coverity über die Fehleranfälligkeit von freier Software angefertigt hat. Fazit: Freie Software enthält im Durchschnitt mehr Bugs als proprietäre Applikationen. Der Autor gibt den freien Softwareentwicklern den Rat mit auf den Weg, sich künftig um bessere Software zu bemühen und dabei von den besten Entwicklern aus der proprietären Branche zu lernen.
Sonntag: Auf Eric S. Raymonds pragmatische Aussagen über die Desktop-Ambitionen von Linux antwortet Benjamin Quest: Linux muss keine Kompromisse machen. Er dreht den Spieß um und befürchtet, durch mehr Kompromisse auch mehr (nicht-freie) kommerzielle Produkte zu fördern. Viel Spaß beim Diskutieren und einen guten Start in die Woche!
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Bis nächste Woche,
Max





