Marcel Hilzinger
Couturier fügt PDFs und zahlreiche Bildformate zu PDFs zusammen und versieht diese auf Wunsch mit einem Password. Gegenüber der Erstveröffentlichung vom April hat der Hauptentwickler Charalampos Emmanouilidis einige kleine Änderungen an der grafischen Oberfläche vorgenommen und unter anderem einen Dialog "Über Couturier" hinzugefügt. Über eine passende .desktop-Datei fügt sich das Programm in Version 0.4 zudem auch ins Gnome-Menü ein, zudem besitzt Couturier ein eigenes Logo.
Neben Deutsch und Englisch spricht der neue PDF-Schneider auch italienisch, französchisch und griechisch. Couturier steht auf gtk-apps.org zum Download bereit, neben dem Quellcode des Mono-Programms gibt es auch ein Paket für Ubuntu 9.04.
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Hallo, als Entwickler von Couturier würde ich zu den Kommentaren hier gerne Stellung nehmen und versuchen die Situation etwas zu entschärfen. Als erstes möchte ich mich jedoch ganz herzlich bei Marcel Hilzinger für den Artikel bedanken. Die Motivation Couturier zu entwickeln ist dadurch enstanden, eine GUI zur Verfuegung zu stellen, die PDF Dateien und/oder Bilder zu einer einzigen PDF zusammenführt. Nicht mehr und nicht weniger. Vorhandene Lösungen, die hier als "richtige" Tools vorgestellt wurden, kannte ich als alter Linux-Hase selbstverständlich auch, doch ich wollte eine Software die einfach zu bedienen ist und mit der auch "normale" Benutzer klarkommen. Nachdem ich iCombiner unter einen Mac ausprobiert hatte, habe ich mir iCombiner als Vorbild genommen. http://creativebe.com/icombiner/ Auch Pdfsam kannte ich. Jedoch bietet Pdfsam keine einfache GUI, ich finde die GUI eher komplex. Bitte korrigiert mich wenn ich da falsch liege, aber Pdfsam bietet auch nicht die Möglichkeit Bilder in das PDF mit einzubauen, weder dieses mit einem Passwort zu schützen. Auch die Tatsache dass Pdfsam in Java implementiert ist, sehe ich eher als einen Nachteil an. Java Anwendungen fühlen sich unter Linux wie ein Fremdkörper an. Sie entsprechen nicht dem Aussehen einer typischen nativen Anwendung und fühlen sich durch ihre Bedienung auch nicht so an. Auch wenn man das Aussehen schon eher vernachlässigen kann, finde ich die Bedienung sehr wichtig. Ein ganz wichtiger Aspekt ist hier der fremdartige Datei-Dialog bei Java Anwendungen. Ein "normaler" Benutzer kann hier schnell verunsichert werden, da er den nativen Datei-Dialog gewohnt ist und auch gelernt hat diesen zu benutzen. Die meisten "modernen" Linux Distrubution kommen heutzutage ohnehin schon mit vorinstalliertem Mono daher. Schon allein wegen Tools wie Tomboy, Banshee, Gnome-Do oder F-Spot. Daher sehe ich das auch nicht als Problem an, dass Couturier auf Mono setzt. Für Mono habe ich mich entschieden, weil: - Gtk# eine perfekte Integration in den GNOME Desktop bietet. - Monodevelop es sehr einfach macht, Gtk-Anwendungen zu entwickeln und diese auch zu verteilen. Sei es durch die Autovervollständigung beim tippen, die Hilfe-Funktionen oder die Integration des GUI-Designers. - mit iTextSharp ein großartiges Framework zur Verfügung steht, das mir die Arbeit sehr erleichtert hat. Die GUI von Couturier ist bewusst schlicht gehalten, sie soll übersichtlich und einfach zu bedienen sein. Dennoch soll es nicht an der Funktionalität mangeln. Ich hoffe mit Couturier eine gute Mischung erreicht zu haben. Falls nicht, bitte ich um Verbesserungsvorschläge, die über die Projektseite eingereicht werden können https://blueprints.launchpad.net/couturier. Ich hoffe hiermit meine Intention auf Mono zu setzen etwas verständlicher gemacht zu haben und das auch der eine oder andere Leser einsichtig ist, dass eine schlichte, übersichtliche, native GUI durchaus seine Vorteile für "normale" wie auch für erfahrene Benutzer hat. | ||||||||||||||||||||||||
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