Nach einer Umfrage, die noch maßgeblich vom ehemaligen Community-Manager Joe 'Zonker' Brockmeier mitgestaltet wurde folgte eine SWOT-Analyse, um die Stärken und Schwächen des Projektes zu ermitteln und zu versuchen herausforderungen und Gefahren zu erkennen.
Ende Mai trafen dann das openSUSE-Board und einige Community-Mitglieder in Nürnberg zusammen um daraus mögliche Strategien für die weitere Zukunft des Projektes zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden vor rund zehn Tagen der Öffentlichkeit präsentiert und können nun schrittweise auf der openSUSE-project Mailingliste und im Forum diskutiert werden.
Die Diskussion um das 'Community Statement', in dem die Ziele und die grundlegende Ausrichtung des Projektes beschrieben wird, hat bereits begonnen. Bisher wurden außerdem drei Vorschläge für eine strategische Neuausrichtung bekannt gegeben, die in den nächsten Tagen besprochen werden sollen. Ergänzend wurde bisher ein weiter Vorschlag von der Community nachgereicht.
Zur Debatte stehen
- openSUSE – Home for developers
- openSUSE – Base for derivatives
- openSUSE – Mobile and cloud ready distribution und
- openSUSE - the #1 KDE distribution
"Home for developers" zielt darauf ab, die Distribution zu einer optimalen Plattform für Softwareentwickler auszubauen. Zu diesem Vorschlag kam es, weil bei der durchgeführten Umfrage ein Großteil der Teilnehmenden angegeben hat openSUSE zu nutzen um darauf zu programmieren.
Mit "Base for derivates" würde das openSUSE Projekt auf einen stabilen, aber über einen längeren Zeitraum unterstützten Distributionskern reduziert, der als Basis für weitere Distributionen genutzt werden könnte.
Als "Mobile and clound ready distribution" würde openSUSE um Cloud-Dienste erweitert und für die Remote Administration via WebUI optimiert. Außerdem würden Entwicklungsumgebungen für Mobile Plattformen wie Android, MeeGo oder WebOS integriert.
Der Vorschlag openSUSE als "#1 KDE distribution" zu etablieren, resultiert auf einer Rückbesinnung auf die Stärken des Projekts, denn openSUSE gilt bereits heute als eine der Distributionen die KDE am besten integriert.
An der Diskussion auf der Mailingliste und in den Foren kann sich jeder beteiligen, die abschließende Abstimmung soll jedoch nur für openSUSE members zugänglich sein.



