Auf dem Weg zur Selbstfindung

OpenSuse: Vier Strategien für die Zukunft

OpenSuse: Vier Strategien für die Zukunft

Marcus Möller
28.06.2010 Das OpenSuse-Projekt befindet sich seit einiger Zeit in einer Neuausrichtungsphase, bei der es darum geht die Stärken des Projektes herauszustellen und mögliche neue Ziele zu definieren.

Nach einer Umfrage, die noch maßgeblich vom ehemaligen Community-Manager Joe 'Zonker' Brockmeier mitgestaltet wurde folgte eine SWOT-Analyse, um die Stärken und Schwächen des Projektes zu ermitteln und zu versuchen herausforderungen und Gefahren zu erkennen.

Ende Mai trafen dann das openSUSE-Board und einige Community-Mitglieder in Nürnberg zusammen um daraus mögliche Strategien für die weitere Zukunft des Projektes zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden vor rund zehn Tagen der Öffentlichkeit präsentiert und können nun schrittweise auf der openSUSE-project Mailingliste und im Forum diskutiert werden.

Die Diskussion um das 'Community Statement', in dem die Ziele und die grundlegende Ausrichtung des Projektes beschrieben wird, hat bereits begonnen. Bisher wurden außerdem drei Vorschläge für eine strategische Neuausrichtung bekannt gegeben, die in den nächsten Tagen besprochen werden sollen. Ergänzend wurde bisher ein weiter Vorschlag von der Community nachgereicht.

Zur Debatte stehen

  • openSUSE – Home for developers
  • openSUSE – Base for derivatives
  • openSUSE – Mobile and cloud ready distribution und
  • openSUSE - the #1 KDE distribution

"Home for developers" zielt darauf ab, die Distribution zu einer optimalen Plattform für Softwareentwickler auszubauen. Zu diesem Vorschlag kam es, weil bei der durchgeführten Umfrage ein Großteil der Teilnehmenden angegeben hat openSUSE zu nutzen um darauf zu programmieren.

Mit "Base for derivates" würde das openSUSE Projekt auf einen stabilen, aber über einen längeren Zeitraum unterstützten Distributionskern reduziert, der als Basis für weitere Distributionen genutzt werden könnte.

Als "Mobile and clound ready distribution" würde openSUSE um Cloud-Dienste erweitert und für die Remote Administration via WebUI optimiert. Außerdem würden Entwicklungsumgebungen für Mobile Plattformen wie Android, MeeGo oder WebOS integriert.

Der Vorschlag openSUSE als "#1 KDE distribution" zu etablieren, resultiert auf einer Rückbesinnung auf die Stärken des Projekts, denn openSUSE gilt bereits heute als eine der Distributionen die KDE am besten integriert.

An der Diskussion auf der Mailingliste und in den Foren kann sich jeder beteiligen, die abschließende Abstimmung soll jedoch nur für openSUSE members zugänglich sein.

Ähnliche Artikel

Kommentare
SuSE for Otto-Normalverbaucher?
VinLeiger (unangemeldet), Sonntag, 08. August 2010 14:46:27
Ein/Ausklappen

Ich fühl mich von diesen vier Strategien ein bisschen vernachlässigt: Ich nutze SuSE mit Gnome, habe keine besonderen Ambitionen, eine eigene Distribution aufzubauen, bin kein Programmierer und habe als Otto-Normaluser mit diesem ganzen Cloud-Kram noch keinen Kontakt gehabt.
Ich bin in erster Linie zu SuSE gewechselt, weil ich Linux probieren wollte und mir sagen ließ, SuSE sei schön einsteigerfreundlich. Das konnte ich bestätigen, YaST ist auch für Einsteiger leicht zu verstehen und bietet für fortgeschrittene User viele spannende Spielzeuge. Gnome ist zwar nicht so perfekt integriert wie in Ubuntu, aber vernünftig zu bedienen und es funktioniert einfach...finde ich unschätzbar wertvoll. Ich hab auch durchaus mit anderen Distributionen rumgespielt (Ubuntu, Pardus...) aber bin doch immer wieder bei SuSE gelandet, es ist, auch wenn man die ersten Schritte mit Linux hinter sich hat, immer noch ein großartiges, stabiles und sehr leistungsfähiges System.
Was ist also mit SuSE für den normalen User als Strategie? Sollte man meiner Ansicht nach irgendwie in der Diskussion berücksichtigen.


Bewertung: 179 Punkte bei 45 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
weitere Vorschlaege
Marcus Moeller (unangemeldet), Montag, 28. Juni 2010 15:17:39
Ein/Ausklappen

Seit dem ich den Artikel geschrieben habe sind noch zwei weitere Vorschläge eingegangen:

* openSUSE - For the productive poweruser
-> mit diesem Vorschlag würde openSUSE zur Distribution für erfahrene Anwender .

* openSUSE - The Linux distribution platform
-> ist eher ein generischer Vorschlag, der versucht das beste aus den bisherigen Vorschlägen zusammen zu fassen.

Viele Gruesse
Marcus


Bewertung: 238 Punkte bei 46 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: weitere Vorschlaege
Agent JAck Bauer (unangemeldet), Montag, 28. Juni 2010 20:00:38
Ein/Ausklappen

Wäre schön wenn es mal eine LTS-Version a la Ubuntu geben würde.
Oder ist da was in Planung?

KDE hin oder her. Mich würde freuen, wenn der Gnome-Zweig auch so eine Unterstützung behalten würde.

Ich bzw. Wir nutzen OpenSuse ausschliesslich mit Gnome. Warum? Unsere Nutzer erlitten reihenweise Schiffbruch mit KDE - einfach zu bunt und zu kompliziert für das tägliche Arbeiten (das Desktop-plasma oder wie das heist, wo nichts mehr auf dem Desktop landet sondern so in einen quasi).Sorry ist vielleicht jetzt anders, aber hab halt lange nischt mit KDE-gemacht.

Und Ubuntu kommt aus vielerlei Hinsicht nicht zum Einsatz, der zum Teil egoistische Drang eingene Dinge zu machen, hat uns zu OpenSuse geführt und das seit nunmehr knapp 4 Jahren,

Hoffen wir mal....


p.s.: und Deutschland for Weltmeister :-)))))



Bewertung: 191 Punkte bei 44 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: weitere Vorschlaege
Marcus Moeller (unangemeldet), Montag, 28. Juni 2010 20:12:47
Ein/Ausklappen

Hi.

Die Variante 'Base for Derivatives' (sorry da hat sich in den Text wohl ein Rechtschreibfehler eingeschlichen) wuerde eine Long Term supportete Core enthalten. Ich denke das diese Option auf Novell am gelegensten kommt, da sie gut zur SLE Strategie passt.

Bei GNOME kommt uebrigens auch frueher oder spaeter ein radikaler Wechsel auf dich/euch zu (Stichwort: GNOME Shell).

Ich persoenlich freunde mich immer mehr mit LXDE an. Schnell, leicht, gut zu konfigurieren und auf im Netzwerk leicht verwaltbar.

Viele Gruesse
Marcus


Bewertung: 182 Punkte bei 44 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
Re: weitere Vorschlaege
MarKre (unangemeldet), Montag, 28. Juni 2010 21:59:36
Ein/Ausklappen

Hallo Agent Bauer! :)

Benutzt Du/Ihr openSUSE (GNOME) im Firmen- oder Privatbereich?

Ich frage deshalb, weil die Leute in den Verwaltungen/Behörden, die mit Linux und deren Clients arbeiten, ausschließlich (eine ältere und damit sehr stabile KDE-Version) bevorzugen. Würde wohl am Umstieg von Windows zu Linux liegen...

Beste Grüße
MarKre


Bewertung: 186 Punkte bei 52 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: weitere Vorschlaege
Agent Jack Bauer (unangemeldet), Montag, 28. Juni 2010 23:05:15
Ein/Ausklappen

Wir setzen das ganze im Firmenbereich ein. Das mit dem Umstieg von Windows auf Linux und das leichter Empfinden und dann nehmen wir KDE kann ich nicht nachvollziehen.

Wir haben am Anfang viel getestet, auch andere Distris, und KDE hat bei unseren "Testusern" eher Verwirrung gestiftet und die kamen alle aus dem Windowsumfeld. Warum? kann ich nur so erklären, das Gnome einfacher zubediehen war und vielleicht noch ist. Es muss halt nicht immer KDE sein.

Sicher die Gnome-Shell wird ein radikaler Bruch mit althergebrachtem sein, KDE 4 war es auch. Aber wir freuen uns schon ein wenig das ganze mal testen zu können. Die ersten Previews sind vielversprechend.Kurioserweise haben unsere user das compiz-gewabble (ich nutze es auch) sehr gut angenommen, war eher ein Testballon um die Leute zu Linux zu bewegen. Als sich die Probleme damit häuften, wollten wir das ganze abschalten, der Aufschrei war bis zum Mond zu hören.

LXDE, um auf die vorhergehende Antwort zu antworten, haben wir eigentlich noch garnicht so auf der liste gehabt. Wird sicherlich auch ein Blick wert sein.

Was die Stabiltät betrifft, kann ich nur sagen die SuSE-Gnome versionen waren immer stabil. Die letzten Probleme, die uns das leben schwermachten waren eher Systemprobleme an sich (mount.cifs als normaler user, da verbiegt man sich ganz schön).
Und der ganze Smartphonehype, schönen Gruß an meine Freunde von RIM, und dem ganzen Sychronisierungsquatsch.Achja und dem Umvermögen saubere Dokumente zu erstellen. So nach dem Motto Unter Word geht das, Ihr mit eurem OpenOffice und ach Linux :-)) das nicht gehen.

Aber um KDE mal eine Brücke zu treten, ich vermisse den konqueror mit acl-unterstüzung (aus KDE 3.5.x) schon sehr, auch unter gnome und k3b ist immer noch das maß aller dinge beim brennen.

ps.: einer noch zum Schluss, konnte auf der Cebit2010 mit den Münchnern über ihr linux-projekt plaudern. da kamen ganz andere migrationshürden zum vorschein. nicht vorrangig wir nehmen KDE weil, sondern so solche banalen Sachen wie. Warum heisst der Papierkorb trash und nicht Papierkorb, ich möchte das nicht, bitte stellt das um.

letzendlich muss jeder seinen weg finden, ich denke wenn das Gnome-projekt so weitermacht, bei uns noch sehr lange und hoffentlich mit openSuSE.

entschuldigt die rechtschreibung aber papa ist müde....


Bewertung: 186 Punkte bei 51 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Aktuelle Fragen

Nach Ubdates alles weg ...
Maria Hänel, 15.11.2014 17:23, 4 Antworten
Ich brauche dringen eure Hilfe . Ich habe am wochenende ein paar Ubdates durch mein Notebook von...
Brother Drucker MFC-7420
helmut berger, 11.11.2014 12:40, 1 Antworten
Hallo, ich habe einen Drucker, brother MFC-7420. Bin erst seit einigen Tagen ubuntu 14.04-Nutzer...
Treiber für Drucker brother MFC-7420
helmut berger, 10.11.2014 16:05, 2 Antworten
Hallo, ich habe einen Drucker, brother MFC-7420. Bin erst seit einigen Tagen ubuntu12.14-Nutzer u...
Can't find X includes.
Roland Welcker, 05.11.2014 14:39, 1 Antworten
Diese Meldung erhalte ich beim Versuch, kdar zu installieren. OpenSuse 12.3. Gruß an alle Linuxf...
DVDs über einen geeigneten DLNA-Server schauen
GoaSkin , 03.11.2014 17:19, 0 Antworten
Mein DVD-Player wird fast nie genutzt. Darum möchte ich ihn eigentlich gerne abbauen. Dennoch wür...