Im Rahmen des Renaissance Projektes entwickelt das OpenOffice.org-Team eine neue Benutzeroberfläche für das beliebte Büropaket. Erste Ergebnisse wurden jetzt zusammen mit einem Prototypen der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die veröffentlichten Bilder im Renaissance-Wiki zeigen ein von Grund auf überholtes Impress. Auffälligste Änderung ist die neue Symbolleiste, die stark an die Ribbons aus Microsoft Office erinnert – was umgehend kritische Kommentare im Sun Blog hervorrief.
Wer mag und auf seinem Rechner Java 6 installiert hat, darf den zugrunde liegenden Prototypen selbst ausprobieren. Er besteht zwar derzeit nur aus dem Präsentationsprogramm, die mit ihm ermittelten Ergebnisse fließen jedoch auch in die Oberflächen der anderen Komponenten ein. Über ein schwebendes Fenster darf man zwischen verschiedenen Designkonzepten wechseln.
Das Renaissance-Team weist explizit darauf hin, dass die Oberfläche nicht besonders akkurat modelliert wurde. Sowohl der Inhalt der Symbolleisten, als auch die Gruppierung der Schaltflächen und deren Beschriftung werden sich noch ändern. Der Prototyp veranschaulicht lediglich den aktuellen Stand und die eingeschlagene Richtung. Aus diesem Grund funktionieren bislang auch nur einige wenige der angezeigten Knöpfe – nämlich genau die mit einem kleinen grünen Punkt in ihrer linken unteren Ecke.
Der Prototyp bietet gerade so viele Funktionen, um einige Tests unter realistischen Bedingungen durchzuführen, darunter etwa das Erstellen einer kleinen Präsentation und ein paar grundlegende Formatierungen. Sämtliche Fähigkeiten listet die Wiki-Seite auf. Darüber hinaus soll der Prototyp als Basis für alle weiteren, zukünftigen Oberflächentests dienen.
Das Renaissance-Projekt war bereits Ende letzten Jahres ins Leben gerufen worden, nachdem sich mehrere Anwender über die schwerfällige und veraltete Oberfläche mit ihren verschachtelten Menüs beschwert hatten. Es folgte eine Umfrage, auf die das Team über 250.000 Antworten erhielt. Impress schnitt dabei im Punkt „User Experience“ besonders schlecht ab. Im Mai dieses Jahres rief man deshalb dazu auf, neue Bedienkonzepte für das Präsentationsprogramm zu entwerfen. Der jetzt veröffentlichte Prototyp orientiert sich dabei offensichtlich am Vorschlag von Andreas Bartel.
Den derzeitigen Stand des gesamten Projekts beschreibt eine Impress-Präsentation. Eine Roadmap sowie viele andere Informationen rund um Renaissance liefert das Projekt-Wiki.








… aber die Screenshots sehen, mit Verlaub. gräßlich aus. Megadicke Buttons in drei Reihen oberhalb der Arbeitsfläche (oder was von ihr bleibt) sind eine völlig unzeitgemäße Platzverschwendung. Gerade im Zeitalter von 16:9 formatigen Bildschirmen. ZUsätzlich: kontextsensitiv findet man dann immer gerade das nicht was der Entwickler nicht für nötig befunden hat … Wenn man die Menüs aufräumen will, schön und gut. Wenn man die Symbolleisten aufräumen will, auch schon und gut. Ich aber sehe eigentlich ganz gerne was ein Programm kann und wenn es viel kann, dann muß ich halt am Anfang ein wenig länger suchen, immerhing kenne ich dann… Mehr »
Die verlinkte Impress-Präsentation ist ein wunderbares schlechtes Beispiel für Usability – zumindest wenn ich sie auf meinem System öffne. Folie 3 enthält einen Satz – den aber mit zwei verschiedenen Schriftgrößen. Das soll wohl die wichtigen Worte betonen, verschechtert aber die Lesbarkeit. Der Inhalt Folie 6 passt nicht auf die Folie. Die weiteren Folien sind kaum zu lesen, da impress in regelmässigen Zeitabständen immer wieder aus unerfindlichen Gründen zum Präsentationsanfang springt. — Was soll das ? Sind das die OpenOffice-Usabilty-Experten ? Na, dann … .