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Open Stand: Kodex zur Enstehung freier Standards beschlossen

Open Stand: Kodex zur Enstehung freier Standards beschlossen

Anika Kehrer
31.08.2012
Die Standardisierungsorganisationen IEEE, IAB, IETF, W3C und Internet Society finden, dass transparente Prozesse und frei zugängliche Standards Innovation und Wirtschaft fördern. Darum haben sie die Selbstverpflichtungsinitiative Open Stand mit definierten Prinzipien gestartet, der sich weitere Körperschaften anschließen sollen.

Im Zentrum stehen fünf Richtlinien: Kooperation, Prinzipientreue, breiter Nutzen, Verfügbarkeit und Freiwilligkeit. Damit wollen die fünf Organisationen ein "Modernes Paradigma für Standards" umreißen. Andere Körperschaften, Unternehmen, Regierungen und auch Einzelpersonen laden sie zum Mitmachen ein. Ziel des Ganzen ist, weltweit für Mitentwickler und Implementierer Partizipation und wirtschaftlichen Nutzen zu ermöglichen. Ihren Vorstoß fassen die Initiatoren unter dem Namen "Open Stand" zusammen. Dazu gibt es eine eigene Webseite, eine öffentliche Unterschriftenliste und Online-Badges für Unterstützer.

Wer sich dahinter stellt, wie bei W3C & Co Standards entstehen ...

Die oben genannte Freiwilligkeit bezieht sich nicht auf die Art, wie ein Standard zustande kommt, sondern auf die Anwendung eines Standards, wenn er einmal vorliegt. Niemand soll also zu einem bestimmten Standard gezwungen werden können. Mit Prinzipientreue ist gemeint, dass Teilnehmende sich auf bestimmte Vorgehensweisen verpflichten. Diese sind das eigentliche Herzstück, das die erstgenannten fünf Prinzipien implementiert.

Erstens sollen Standards als Entwicklungsprozess zwischen gleichberechtigten Teilnehmern enstehen, die offen kommunizieren und mit klaren Terminen für Reviews und Updates arbeiten ("Due process"). Zweitens soll ein möglichst breiter Konsens in Standards einfließen, alle Perspektiven sollen also Eingang finden können ("Broad consensus"). Drittens sorgen Standardisierungsorganisationen für Transparenz, indem sie die Entwicklungsaktivitäten, Teilnahmemöglichkeit, Ergebnisse und Public-Review-Zeitfenster kommunizieren ("Transparency"). Viertens soll keine einzelne Person, Firma oder Interessengruppe den Standardisierungsprozess dominieren ("Balance"). Und fünftens sollen Standardisierungsprozesse allen Interessierten offen stehen, die sich mit der Sache auskennen ("Openness").

... darf das mit dem Open-Stand-Badge auf seiner Webseite zeigen.

Unterstützer können sich auf der Webseite Open-stand.org mittels eines "Stand with us"-Webformulars eintragen und Badges auf seiner Webseite einbinden. Wer sich als Organisation formell zu der Initiative bekennen möchte, tritt mit den Initiatoren in Kontakt.

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