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Nouveau ist drin

Nouveau-Treiber kommt in den Kernel 2.6.33

14.12.2009 Gute Aussichten für alle, die eine Grafikkarte von Nvidia besitzen: der neue Treiber Nouveau kommt in den Kernel 2.6.33 und unterstützt DRM.

Nouveau ist ein hauptsächlich von Red Hat entwickelter freier Treiber mit 2D- und teilweise 3D-Support für Nvidia-Grafikkarten. Der für den 2D-Support aktuell benutzte nv-Treiber ist ziemlich alt und belässt die meisten Nvidia-Karten weit unter ihren Möglichkeiten.

Die Nouveau-Entwickler haben nun um die Aufnahme des rund 36 000 Zeilen umfassenden Codes in den Kernel 2.6.33 gebeten. Bislang war diese Aufnahme nicht möglich, da der Treiber zu einem sehr kleinen Teil noch aus proprietärem Code bestand. Diesen Teil (ctx_voodoo) hat das Entwicklerteam um David Airlie und Ben Skeggs nun in eine Firmware ausgelagert, die sich bei Bedarf (aktuelle GeForce-Karten) nachladen lässt.

Der Treiber landet vorerst in dem von Greg Kroah-Hartman verwalteten Staging-Zweig (als drm-nouveau-pony) und fließt voraussichtlich 1-2 Kernelversionen später dann in den Hauptzweig ein. Mit dem Einzug in den Kernel und der DRM-Unterstützung dürften die meisten Distributionen in Kürze auf den Nouveau-Treiber als Standardtreiber für Nvidia-Karten wechseln. Bislang brachte nur Fedora den lange noch als experimentell eingestuften Treiber.

Quelle:phoronix.com

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Kommentare
Antworten auf die Fragen in den Kommentaren:
Christian Berg, Dienstag, 15. Dezember 2009 01:05:59
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Der Nouveou ist besser/schneller als der nv Treiber, er hat genug 3D Beschleunigung für Compiz, VIdeo- und 2D Beschleunigung. Wichtig ist das er KMS unterstützt, das ist aktuell aber nur Fedora Anwender interessant. Für die anderen wird es das erst wenn die Distribution auf KMS und den nouveou setzt.

Der propoitäre NVidia Treiber ist aber immer noch schneller.

RMS hat einen dennoch nicht lieb - weil der Treiber eine proporiäre Firmware ladet.

Das Neukompillieren den nvidia.ko sollte auf einem modernen Linux mit Dells DKMS nicht mehr händisch machen müssen.

Ps: Durch KMS flackert der Bootbildschirm nicht so oft, das Umschalten der Monitore geht schneller und die grafische Oberfläche könnte ohne root Rechte laufen.


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Vorteil ggü. Proprietär?
Wil B. (unangemeldet), Montag, 14. Dezember 2009 14:15:57
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Moin alle!

Auf meinem Rechner habe ich proprietäre Version. Bringt der neue Treiber Vorteile??

Grüße


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Re: Vorteil ggü. Proprietär?
C++ (unangemeldet), Montag, 14. Dezember 2009 15:53:55
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Hi,

Richard Stallman wird dich wesentlich lieber mögen ohne den proprietären Treiber - sonst halt noch die üblichen Bugfixes

MfG, C++


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Re: Vorteil ggü. Proprietär?
Marcel Hilzinger, Montag, 14. Dezember 2009 17:33:17
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Jeder Treiber, der im Kernel ist, bringt einen großen Vorteil mit: man muss ihn nicht zusätzlich installieren. Insofern ist das ein großer Schritt nach Vorne. Da es sich bei 3D allerdings um sehr komplexe Treiber handelt, kann der freie Treiber, der ohne Dokumentation von Nvida nur mit Reverse Engineering entwickelt wurde natürlich nicht gleich viele Features mitbringen.

Ein weiterer Vorteil des neuen Treibers besteht darin, dass Bugs von der Open-Source-Community ausgebessert werden können. Beim proprietären Treiber muss man immer auf Nvidia warten und das kann manchmal ganz schön lange dauern...

Last but not least: Ein brauchbarer freier Treiber ist immer besser als ein proprietärer. Die Frage ist, wie man "brauchbar" definiert :-)


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Re: Vorteil ggü. Proprietär?
walim (unangemeldet), Montag, 14. Dezember 2009 19:50:13
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Ich sehe einen großen Vorteil darin, nicht nach jedem Kernelupdate den Treiben neu komplilieren zu müssen.


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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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