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Neue Spezifikation für das Kommunikationsframework

Neue Spezifikation für das Kommunikationsframework

Anika Kehrer
17.09.2010
Auf der Freedesktop-Mailingliste für FTP-Releases hat Simon McVittie die neue Version 0.20 der Spezifikation für das Kommunikationsframework Telepathy bekannt gegeben und gleich eine Bugfix-Release 0.20.1 hinterhergeschickt.

In der seit einem Jahr in Entwicklung befindlichen Folgeversion von 0.18 soll zum Beispiel ein Connection-Manager mehr Informationen zu den verwendeten Protokollen anzeigen können. Eine Reihe neuer Fehlercodes sind dazu gekommen sowie viele neue sogenannte optionale Interfaces. Alle Details listen die Release-Notes im Announcement. Gleich am nächsten Tag veröffentlichte McVittie das Update 0.20.1, das ein paar falsche Bindings repariert. Die Spezifikation ist in der jeweils aktuellen Version auf einer Projekt-Unterseite abgelegt. Alternativ ist sie im Git-Repository des Gnome-Spezialisten Collabora erhältlich. Bei Debian ist sie in Unstable zu finden. Die Lizenz ist LGPL Version 2.1 oder neuer.

Die Telepathy-Spezifikation definiert die Programmierschnittstelle zwischen Telepathy und D-Bus. Telepathy ist ein auf das Desktop-Bussystem D-Bus aufsetzendes Framework, das unter anderem Chat-, VoIP- und Protokollierungsprogrammen als Schnittstelle dient. Es unterstützt unter anderem das Microsoft-Protokoll MSN, den VoIP-Standard SIP und das Jabber-Protokoll XMPP. Beispielsweise der Gnome-Chatclient Empathy nutzt Telepathy. Telepathy-Komponenten - die eben auf die Spezifikation aufbauen - sind zum Beispiel der Jabber/XMPP-Verbindungsmanager Gabber, der Meta-Verbindungsmanager Mission Control oder Bibliotheken für Gnome, Qt und Python. Über die jüngsten Telepathy-Fortschritte im Gnome-Projekt klärte die Guadec Ende Juli auf. Auch KDE nutzt Telepathy in einem neuen Unterprojekt für Echtzeitkommunikation. Außerdem benutzen Maemo auf dem N900 sowie der XO-Rechner Telepathy für verschiedene Kommunikations- und Kollaborations-Clients.

Der Mail-Aussender Simon McVittie ist einer der Telepathy-Hauptentwickler und arbeitet bei dem britischen Open-Source-Beratungsunternehmen Collabora, das als treibende Kraft hinter Telepathy steht. McVittie ist außerdem Debianer und seine Antworten auf die "üblichen religiösen Fragen" heißen "Debian, vim, Python".

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