TV-Mythos erneuert

Mythtv 0.22 mit vielen Änderungen

Mythtv 0.22 mit vielen Änderungen

Kristian Kißling
11.11.2009 Der Festplattenrekorder Mythtv liegt in einer neuen Version vor. Die setzt unter anderem auf Qt4 und unterstützt neue Hardware und VDPAU.

5000 Commits verzeichneten die Entwickler des Mythtv-Projekts zwischen den Versionen 0.21 und 0.22. Nur die wichtigsten Änderungen verzeichnet das ausführliche Changelog des Projekts. So wurde etwa die grafische Oberfläche der Software auf die neue Libmythui-Bibliothek portiert, die unter anderem OpenGL-Painter verwendet und besseres Theming erlaubt. Das wird möglich durch den generellen Umstieg des Projekts von Qt3 auf Qt4.

Beim Abspielen von Filmen in den Formaten H.264, MPEG-1/2, WMV und VC-1 nutzt MythTV nun wahlweise die VDPAU-Option aktueller Nvidia-Grafikkarten zum Rendern der Videos. Auch mit DVB-S2, der Weiterentwicklung des DVB-Standards für Satelliten-Empfang, kann die Software in der neuen Version umgehen. Zu den ebenfalls neu unterstützten Geräten gehören HDHomeRun (MythTV bietet Multirec-Support) und HD-PVR-Karten von Hauppauge.

Die neue Version der Software verfügt über einen wesentlich schnelleren Scanner für Fernsehkanäle und liefert auch gleich Informationen zu Episoden und Staffeln von Serien. Fanart und Screenshots unterstützt sie ebenso. Nicht mehr dabei ist Mythphone. MythMusic verzichtet auf einige seiner externen Abhängigkeiten und unterstützt mehr Codecs. Nicht zuletzt verwendet der Mythbrowser nun Webkit als Engine.

Sehr viele weitere Details zu den Neuerungen bietet das oben erwähnte Wiki. Wer die neue Version von MythTV nutzen will, schaut auf der Myth Packages Webseite nach, ob es bereits Pakete für die eigene Distribution gibt, was etwa für Ubuntu 9.10 der Fall ist. Opensuse-Nutzer finden die passenden Pakete bei Packman. Wer den Quellcode übersetzen will, findet hier die entsprechenden Sourcen. Zudem gibt es die Möglichkeit, Distributionen wie Mythbuntu und Mythdora zu installieren, die nun beide MythTV 0.22 an Bord haben.

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