Eigentlich sollte das im Mai bekanntgegebene gemeinsame Stipendium von Mozilla und der Shuttleworth Foundation im Juli unter die Haube kommen. Die bisher eingereichten Projekte seien zwar vielversprechend, lässt Mozilla wissen. Bisher habe sich jedoch keine geeignete Bewerbung gefunden. Daher verlängern die Partner jetzt die Bewerbungsfrist bis zum 17. Oktober. Ende des Jahres soll der Stipendiat feststehen.
Die Höhe des Stipendiums ist nicht genau beziffert, soll aber einem Jahresgehalt entsprechen und zusätzliche Kooperationsleistungen bereitstellen. Entsprechend erwarten die Förderer, dass sich der Stipendiat ein Jahr lang in Vollzeit um sein Projekt kümmert. Der Stipendiat kann von überall aus arbeiten. Aus ungenannten Gründen gibt Mozilla an, dass Bewerber aus Europa und Brasilien besonders erwünscht sind. Gesucht sind Menschen, die nach Angaben der Förderer "neue Herangehensweisen entwickeln, wie Menschen das offene Web voranbringen". Die Projekte sollen sich an offene Technologien und Partizipation - wie die Open-Source-Philosophie - anlehnen, aber keine Programmierprojekte sein. Zu den gewünschten Dokumenten gehört eine Beschreibung, wie der Bewerber die Welt und das Internet derzeit sieht, und welche Veränderung das Projekt bewirken wird.
Die Fristverlängerung ist nicht nur für neue Bewerber gedacht, sondern soll auch den bisherigen ermöglichen, ihre Bewerbung zu überarbeiten. Bei der ersten Bewerbungsrunde habe sich herausgestellt, dass die Bewerber mehr Mühe verwenden sollten
Weitere Informationen zum Vorgehen enthält die Meldung bei Mozilla.org. Mit dem eigentlichen Stipendium verbindet die Mozilla Foundation weitere Förderungchancen wie zum Beispiel kleinere Zahlungen oder Fahrtkostensponsorings für Mozillas Aktivistenkonferenz Drumbeat Festival.