Die Mozilla Foundation hat 2008 gut überstanden, trotz Finanzkrise, schreibt Mitchell Baker, die Vorsitzende der Mozilla Foundation, in ihrem Blog. Dort äußert sie sich recht ausführlich zur Finanzlage und legt Zahlen auf den Tisch.
Demnach ist der Umsatz der Foundation zwischen 2007 und 2008 von 75,1 auf 78,6 Millionen US-Dollar gestiegen – das bedeutet eine 5 prozentige Steigerung. Vor allem die integrierten Suchmaschinen – allen voran Google – sorgen für diese Summen. Dem gegenüber stehe ein Verlust von 7,8 Millionen US-Dollar bei den Langzeitinvestitionen, der aus der Wirtschaftskrise rühre.
Ende 2008 arbeiteten 200 Leute Voll- und Teilzeit für Mozilla, die 58 Prozent der Ausgaben beanspruchen. Das Vermögen der Mozilla Foundation belief sich 2008 auf 116 Millionen US-Dollar im Vergleich zu 99 Millionen im Jahr 2007.
Magendrücken hat die Stiftung wegen einer stattfindenden Buchprüfung: Offenbar rechnet sie mit Steuernachzahlungen. “Wir wissen bis jetzt noch nicht genau, wie lange das dauern wird und welchen Umfang das annehmen wird”, schreibt Baker in dem Blog. Allerdings hortet die Mozilla Foundation seit 2005 Kapital, falls es zu finanziellen Steuernachforderungen kommt.
Unterstützte Projekte und Nutzerzahlen
Zu den unterstützten Projekten gehören unter anderem Mozdev, die Software Freedom Conservancy, Firebug und die jQuery-Bibliothek. Ansonsten sei 2008 ein robustes und aufregendes Jahr für Mozilla gewesen. Man habe Mozilla Messaging gestartet, um den neuen Thunderbird zu entwickeln und die Entwicklung von Raindrop angestoßen. Man habe zudem Experimente wie Ubiquity gestartet und existierende Projekte wie Weave, Personas und Prism ausgebaut.
Der Beitrag erwähnt auch ein paar Zahlen zu den Anwendern: Nach Mozilla-Schätzung nutzen zur Zeit täglich 110 Millionen den Browser, der Ende 2008 über einen Marktanteil von etwa 22 Prozent verfügte. Dabei lagen die USA (20 Prozent) und Europa (32 Prozent) deutlich auseinander. Heute nutzen laut Mozilla etwa 25 Prozent der Anwender weltweit den Browser.
Die Zukunft von Mozilla
Auch auf künftige Entwicklungen des Browsers geht Baker ein: Die zunehmende Verbreitung von Mobilgeräten sei komplex, weil es mittlerweile sehr viele Plattformen gebe und der Zugang zum Anwender schwieriger werde. Man arbeite aber seit 2008 an einem mobilen Browser, der noch Ende 2009 das Licht der Welt erblicken soll. Zudem erscheine auch das E-Mail-Programm Thunderbird 3 noch 2009.
Mozilla, so beschließt Baker den Beitrag, habe viel erreicht. Aber die Zukunft sei weiterhin eine Herausforderung – vor allem wegen der Zunahme an Konkurrenz. Daher sei es wichtig, den Anwendern auch zukünftig ein tolles und überraschendes Internet-Erlebnis zu bieten.





