Der Versuch Alexander Reichle-Schmehls, in der Frage um Mono in der Debian-Standardinstallation zu schlichten und den Standpunkt des Gnome-Projekts gegenüber Richard Stallman zu erklären, ist gescheitert. Denn Reichle-Schmehl hat sich gleich in zwei Punkten geirrt, wie ein aktueller Blog-Eintrag des Debian-Sprechers zeigt.
Demnach wird der umstrittene Gnome-Notizzettel per Empfehlung in Debian Lenny 5.0 bereits eingerichtet, da der neue Debian Installer im Unterschied zu früheren Versionen nicht das schlankere gnome-desktop-environment-Paket installiert, sondern den kompletten Gnome-Desktop über das Metapaket gnome. Dieses zieht wiederum bei einer Installation von DVD oder mit Internetanschluss per Empfehlung den Gnome-Notizzettel Tomboy nach, wodurch auch die kompletten Mono-Komponenten auf dem Rechner laden. Einzig bei einer Installation von CD ohne Internetanschluss bleibt der Debian-5.0-Rechner Mono-frei, da sich Tomboy und die entsprechenden Abhängigkeiten nicht auf der CD befinden und auch nicht über das Internet heruntergeladen werden können.
Bislang bestand die Abhängigkeit zu Mono nur durch eine nicht verbindliche Empfehlung für Tomboy. Der Streit um Mono in Debian entfachte, da einige Debian-Entwickler die Empfehlung zu einer Abhängigkeit ausbauen wollten und dürfte somit noch eine Weile andauern...


