Mono hin, Mono her

Mono ist in Lenny schon Teil der Gnome-Standardinstallation

Mono ist in Lenny schon Teil der Gnome-Standardinstallation

Marcel Hilzinger
07.07.2009 Die Debian-Community streitet sich seit mehreren Wochen darum, ob Mono Teil der Debian-Standardinstallation werden soll. Dabei ist die Software seit Lenny bereits serienmäßig mit an Bord.

Der Versuch Alexander Reichle-Schmehls, in der Frage um Mono in der Debian-Standardinstallation zu schlichten und den Standpunkt des Gnome-Projekts gegenüber Richard Stallman zu erklären, ist gescheitert. Denn Reichle-Schmehl hat sich gleich in zwei Punkten geirrt, wie ein aktueller Blog-Eintrag des Debian-Sprechers zeigt.

Demnach wird der umstrittene Gnome-Notizzettel per Empfehlung in Debian Lenny 5.0 bereits eingerichtet, da der neue Debian Installer im Unterschied zu früheren Versionen nicht das schlankere gnome-desktop-environment-Paket installiert, sondern den kompletten Gnome-Desktop über das Metapaket gnome. Dieses zieht wiederum bei einer Installation von DVD oder mit Internetanschluss per Empfehlung den Gnome-Notizzettel Tomboy nach, wodurch auch die kompletten Mono-Komponenten auf dem Rechner laden. Einzig bei einer Installation von CD ohne Internetanschluss bleibt der Debian-5.0-Rechner Mono-frei, da sich Tomboy und die entsprechenden Abhängigkeiten nicht auf der CD befinden und auch nicht über das Internet heruntergeladen werden können.

Bislang bestand die Abhängigkeit zu Mono nur durch eine nicht verbindliche Empfehlung für Tomboy. Der Streit um Mono in Debian entfachte, da einige Debian-Entwickler die Empfehlung zu einer Abhängigkeit ausbauen wollten und dürfte somit noch eine Weile andauern...

Ähnliche Artikel

Kommentare
Debian und seine Debatten....
Torsten (unangemeldet), Dienstag, 07. Juli 2009 12:47:11
Ein/Ausklappen

So wie ich Debian kenne, wird man sich erst 2060 entgültig in Sachen Mono entschieden und geeinigt haben. ;-)
Die Debian-Community debattiert wegen jeder Kleinigkeit sich so lange tot....


Bewertung: 204 Punkte bei 24 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: Debian und seine Debatten....
bq (unangemeldet), Dienstag, 07. Juli 2009 13:05:39
Ein/Ausklappen

Und ist gerade deshalb noch munter und fidel und Basis vieler Distributionen, die sich diese Diskussionen ersparen. Bei Debian geht es eben auch um "politische" Standfestigkeit und Unabhängigkeit. Da finde ich es nur richtig und konsequent, daß man mögliche "Stolpersteine" identifiziert und ggf. aussortiert bzw. durch gleichwertiges ersetzt.


Bewertung: 132 Punkte bei 21 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Aktuelle Fragen

Zu wenig Speicherplatz auf /boot unter MATE
Patrick Obenauer, 25.05.2015 14:28, 1 Antworten
Hallo zusammen, ich habe Ubuntu 14.10 mit MATE 1.8.2 (3.16-37) mit Standardeinstellungen aufgese...
Konsole / Terminal in Linux Mint 17.1 deutsch
Dirk Resag, 09.05.2015 23:39, 12 Antworten
Hallo an die Community, ich habe vor kurzem ein älteres Notebook, Amilo A1650G, 1GB Arbeitsspe...
Admin Probleme mit Q4os
Thomas Weiss, 30.03.2015 20:27, 6 Antworten
Hallo Leute, ich habe zwei Fragen zu Q4os. Die Installation auf meinem Dell Latitude D600 verl...
eeepc 1005HA externer sound Ausgang geht nicht
Dieter Drewanz, 18.03.2015 15:00, 1 Antworten
Hallo LC, nach dem Update () funktioniert unter KDE der externe Soundausgang an der Klinkenbuc...
AceCad DigiMemo A 402
Dr. Ulrich Andree, 15.03.2015 17:38, 2 Antworten
Moin zusammen, ich habe mir den elektronischen Notizblock "AceCad DigiMemo A 402" zugelegt und m...