Linux-Interessensverbände fusionieren

Linux-Interessensverbände fusionieren

Live + Lisog = OSBA

Ulrich Bantle
21.07.2011
Der Linux-Unternehmerverband Live und der Open-Source-Verein Lisog tun sich zusammen. Die Mitglieder haben nun dem seit längerem geplanten Vorhaben zugestimmt.

Auf ihren Mitgliederversammlungen am 20. und 21. Juli 2011 haben die Linux Solutions Group e.V. (Lisog) und Live Linux-Verband e.V. beschlossen, beide Vereine zu verschmelzen, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Schon Ende 2010 hatten sich die Vorstandsvertreter der beiden Unternehmervereinigungen auf eine gemeinsame Absichtserklärung verständigt. Äußeres Zeichen dafür war im November die Erweiterung des Lisog-Vorstandes durch die Vorstände des Linux-Verbandes, Elmar Geese, Peter Ganten und Rico Barth.

Der neue gemeinsame Name lautet Open Source Business Alliance e.V. (OSBA). Der 1997 gegründete Linux-Verband bringt 103 Mitglieder mit, die seit 2005 bestehende Linux Solutions Group 124.

Die Kooperation bedurfte einiger Vorarbeiten, weil es doppelte Mitgliedschaften gibt, und auch das Vereinsrecht bei einer Fusion beachten sein will. Unterschiedliche Interessen und Finanzierungsfragen taten ein Übriges.

Gemeinsames Ziel ist es, den Einsatz von Linux- und Open-Source-basierender Software in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zu fördern sowie Open-Source-Anbieter zu vertreten. Mit der Fusion hofft man auf eine stärkere Position bei der Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung.

Bis zur ersten Mitgliederversammlung der OSBA soll ein aus den gewählten Vorständen von Live und Lisog bestehendes Gremium die Leitung des neuen Vereins übernehmen. Sitz der Open Source Business Alliance sei Stuttgart, eine Repräsentanz in Berlin sei geplant.

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