Limo-Foundation und Gnome-Foundation arbeiten offiziell zusammen

Limo-Foundation und Gnome-Foundation arbeiten offiziell zusammen

Ja, ich will

Anika Kehrer
27.07.2010 Weil das Handy-Linux aus den Reihen der Limo Foundation viel Software vom Gnome-Projekt benutze, ist die formailisierte Zusammenarbeit der natürliche Schritt, begründet sie.

Gnome-Mobil spiele für die Limo-Plattform in Version 2 und 3 eine wichtige Rolle, heißt es in der Mitteilung. Zu den verwendeten Komponenten gehören Glib, GTK+, D-Bus, GStreamer und Bluez. Zu der neu formalisierten engeren Zusammenarbeit gehört, dass das Gnome-Projekt zum industriellen Partner der Limo Foundation wird ("Industry Liaison Partner"). Das Unternehmenskonsortium Limo Foundation wird im Gegenzug Mitglied im Beirat der Gnome Foundation.

Derzeit besteht der Beirat der Gnome Foundation aus 17 Sponsoren und Projekten, darunter Canonical, Google und IBM sowie das Software Freedom Law Center, das Debian-Projekt und das OLPC-Projekt. Wer Mitglied im Beirat der Gnome-Foundation sein möchte, bezahlt normalerweise zwischen 10.000 und 20.000 US-Dollar pro Jahr, abhängig von der Mitarbeiterzahl. Ausnahmen sind von der Foundation eingeladene nicht-gewinnorientierte Organisationen. Der Beirat hat keine formale Entscheidungsbefugnis, diese liegt beim gewählten Vorstand.

Als assoziiertes Mitglied, das 20.000 US-Dollar pro Jahr zahlt, kann man bei der Limo Foundation Code benutzen und beitragen, man darf ihn aber nicht kommerziell vertreiben und ist auch nicht für die entscheidenden Führungsgremien wählbar. Softwareprojekte darf man aber leiten. Derzeit hat die Limo Foundation 14 Gründungs- und Kernmitglieder (etwa NEC, Vodafone und Wind River) und 33 assoziierte Mitglieder (wie Adobe, Ericsson und die Mozilla Corporation). Der Mitte 2008 entstandene Unternehmensverbund krankt ein wenig an Unbekanntheit und Verschlossenheit. Um dagegen anzugehen, hat er eine eigene Open-Source-Site eingerichtet und wirbt auf Events um die Community.

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