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Kandidaten für Debian-Leitung stellen sich vor

Kandidaten für Debian-Leitung stellen sich vor

Mathias Huber
12.03.2012
Anfang April 2012 wählen die Mitglieder des Debian-Projekts ihren neuen Leiter. Bis jetzt haben sich drei Bewerber mit ihrem Programm vorgestellt.

Dazu gehört der amtierende Debian Project Leader (DPL) Stefano Zacchiroli, der derzeit bereits sein zweites Amtsjahr absolviert. Auf seiner so genannten "Platform"-Seite bietet er an, die Projektleitung in seinem bisherigen Stil ein weiteres Jahr fortzuführen. Gleichzeitig möchte er künftige DPL-Aspiranten mit dem Amt vertraut machen. Sollte er wiedergewählt werden, möchte er unter anderem Interessierten den Einstieg in die Mitarbeit erleichtern, auch solchen, die keine Softwarepakete bauen. Daneben stehen Entwickler-Sprints für konkrete Entwicklungsziele auf seiner Agenda.

Der zweite Bewerber ist der belgische Linux-ConsultantWouter Verhelst, der seit 2001 den Status als Debian-Entwickler innehat. Er möchte als DPL stärker die Führung ergreifen und nicht nur das Projekt verwalten. Daneben wünscht sich der Mitorganisator der Brüsseler Konferenz Fosdem, dass Debian das Image abwirft, nur veraltete Software zu liefern.

Der dritte Kandidat ist Gergely Nagy, der schon 2000 an Debian mitarbeitete, sich aber zwischenzeitlich zurückzog. Er vergleicht auf seiner unterhaltsam geschriebenen Platform-Seite die Kandidatur mit dem Balancieren auf einer Planke über einem Meer voller Haifische. Auch er möchte das Debian-Projekt attraktiver für talentierte Neueinsteiger machen, die den Projektmitgliedern bei der vielen anstehenden Arbeit unter die Arme greifen sollen. Dazu möchte er auch mit seiner Beteiligung am diesjährigen Google Summer of Code beitragen.

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