Mitte Februar schrieb ein Linux-Nutzer mit dem Pseudonym foobar, wie man einen Linux-Virus in fünf Schritten schreibt. Obwohl es sich dabei nicht um einen eigentlichen Virus handelt, weil der Benutzer das per Mail erhaltene Attachment zunächst speichern muss und erst danach ausführen kann, zeigt der Blogeintrag doch schön, wie man .desktop-Dateien von KDE und Gnome missbrauchen kann.
Der KDE-Entwickler Michael Pyne hat nun reagiert und will in einer der kommenden KDE-4-Ausgaben ein zusätzliches Sicherheitsfeature einbauen. Es überprüft, ob es sich bei der von der Desktop-Datei referenzierten Anwendung tatsächlich um ein ausführbares Programm handelt und zeigt allenfalls einen Warnhinweis an. Details dazu finden sich im aktuellen KDE-4-Digest von Danny Allen.
Auch die Gnome-Entwickler blieben nicht untätig: Alexander Larsson arbeitet daran, dass Gnome bei .desktop-Dateien, die nicht ausführbar sind, ein allgemeines Symbol und den Dateinamen anzeigt.
Ziel beider Ansätze ist es, den Benutzer zu warnen, wenn er eine .desktop-Datei ausführen möchte, die vermutlich gar keine ist.


