KDE und Gnome wollen bei der Passwortverwaltung zusammenarbeiten

KDE und Gnome wollen bei der Passwortverwaltung zusammenarbeiten

Gemeinsamer Schlüsselbund

KDE- und Gnome-Entwickler haben gemeinsame das Projekt Secret Storage API gestartet. Es soll eine einheitliche Schnittstelle für Desktop-Anwendungen schaffen, die Passwörter oder andere geheime Daten speichern möchten.

Angestoßen haben das Projekt Stef Walter von Gnome Keyring und Michael Leupold von KDE Wallet. Beide Anwendungen speichern vertrauliche Daten wie Passwörter, Schlüssel und Zertifikaten, wobei sie Verschlüsselung anwenden.

Diese Funktionalität soll nach Vorstellung der Initiatoren allen Desktop-Anwendungen zur Verfügung stehen. Dazu soll ein Keyring- oder Wallet-artiger Prozess als Daemon laufen, den andere Programme über eine standardisierte Schnittstelle ansprechen. Diese Schnittstelle mit dem Arbeitstitel “Secret Storage API” soll auf dem D-Bus-Framework aufsetzen, das der Interprozesskommunikation in Desktop-Umgebungen dient.

Wie D-Bus soll auch die Secret Storage API ihr Zuhause auf Freedesktop.org finden, der Plattform für Desktop-Spezifikationen, die in den großen Projekten Gnome, KDE und darüber hinaus auf dem Open-Source-Desktop zum Einsatz kommen. Damit macht das Secret-Storage-Projekt Ernst mit den Plänen, die auf dem Gran Canaria Desktop Summit Anfang Juli geäußert wurden: Freedesktop.org gemeinsam wieder zu beleben.

Auf der Wiki-Seite der Initiative finden sich Links zu einem ersten Entwurf der Spezifikation, die Diskussion zum Thema findet auf der Authentication-Mailingliste von Freedesktop.org statt.

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1 Kommentar
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Ulf B.
16 Jahre her

Die Idee eine D-Bus basierte (generische) Schlüsselverwaltung zu erstellen finde ich super. Hoffentlich können wir bald das Ergebnis benutzen. Als langjähriger Benutzer von KWallet(-manager) bin ich überzeugt von solchen Werkzeugen. Voraus gesetzt sie Speichern ihren (wertvollen) Inhalt auch wirklich anerkannt Sicher. Insbesondere beim surfen im Internet (überwiegend mit Konqueror) hat sich KWallet als hilfreich erwiesen. Somit braucht man meist keinen Cookie um sich wiederholt anzumelden, kann auch für jede Webseite eigene Logindaten verwenden und kann diese Daten auch gut sichern. Leider kann (momentan) aber leider z.B. der gelegentlich von mir benutzte Mozilla nicht auf diese Daten zugreifen – hier könnte… Mehr »

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