IBMs Strategie für Linux und Open Source

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Britta Wülfing
18.08.2006

Auf der Linux World Expo in San Francisco hat IBM seine Entwicklungs-Roadmap und Strategie für Linux und Open Source veröffentlicht. Insgesamt acht Schlüsselpunkte werden in dem Papier genannt, mit dem Gesamtziel, offene Standards zu fördern und bestehende Produktlinien auszuweiten, um neue Kundenkreise zu gewinnen. "IBM wird mit Open Source genauso wagemutig und aggressiv vorangehen, wie wir es auch mit Linux tun", sagte Scott Handy, IBMs Vizepräsident für Linux und Open Source.

Eine strategisch wichtige Rolle in den acht Schlüsseldisziplinen nimmt das Open-Source-Framework Eclipse ein, das sowohl für neue Entwicklungswerkzeuge genutzt werden soll, wie auch für neue Client-seitige Middleware. Im Bereich Web Application Server und Data Server setzt IBM auf den freien Webserver Apache sowie auf das hauseigene, kostenlose IBM DB2 Express-C. Der Schwerpunkt Offene Hardware-Architekturen setzt auf Power.org und Blade.org. Bei Grid Computing will "Big Blue" verstärkt die Open Grid Services Archtitektur und die Globus Alliance unterstützen. Außerdem sollen Kunden künftig bei Beratungs-, Forschungs- und Technologie-Dienstleistungen von Open-Source-Knowhow profitieren.

Das IBM Linux Technology Center hat derzeit rund 600 Entwickler an mehr als 40 Standorten weltweit, von denen mehr als 300 in Vollzeit an Linux-Technologien arbeiten. Als Hauptziele der künftigen IBM-Entwicklung werden drei Schlüsseltechnologien genannt: Der Cell BE Prozessor soll in den Linux Kernel integriert werden, die Cell Software-Entwicklungswerkzeuge sollen zum freien Download zur Verfügung gestellt werden. Ein zweiter Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit ist die Arbeit mit der Community an Security Enhanced Linux, da dies insbesondere für Behörden und Finanzdienstleister wesentlich sei. Außerdem will IBM seine 40jährige Erfahrung in der Virtualisierungs-Technologie einbringen, um Open-Source-Virtualisierung voranzubringen.

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