Hilferuf

Gentoo-Entwckler beschwert sich

26.08.2010
Der italienische Gentoo-Entwickler Diego Elio Pettenò alias "Flameeyes" beschwert sich in seinem Blog über fehlende Qualitätssicherung in seinem Projekt, erstellt eine To-Do-Liste und ruft um Hilfe.

"Gentoo needs you!", überschreibt er seinen Blogeintrag. Zu der Liste gehören zum Beispiel mehr Hardware- und Software-Ressourcen, um Pakete automatisch zu testen und diese Möglichkeit projektweit zur Verfügung zu stellen. Pettenò schreibt, er habe zu diesem Zweck zusammen mit einem Projektkollegen extra die Software Tinderbox geschrieben, die er seitdem aber auf eigene Kosten auf einem privaten und nicht besonders kräftigen Rechner betreibt. Rund um diese Test-Software, das Einhalten von Regeln und das Handhaben von Bugs drehen sich die meisten seiner Punkte.

Die Liste erstellte der Italiener und Gentoo-Paket-Maintainer nach eigenen Angaben, weil Leute ihn gefragt hätten. Vor einigen Tagen hatte er sich nämlich in einem weiteren Blogeintrag Luft gemacht, dass einige Gentoo-Entwickler sozusagen schlampig oder auch lustlos an der Weiterentwicklung ihrer Linux-Distribution teilnehmen, und er entsprechendes Engagement des QA-Teamleiters vermisst. Der Dialog in den Kommentaren dieses vorangegangenen Posts fördert auch bei anderen Benutzern Enttäuschung und Frust zu Tage. Ein Kommentator fühlt sich durch den Diskussionsverlauf "depressiv" gestimmt, andere regen einen Fork an, und weitere glauben, dass Gentoo eines kompetenten Projektleiters oder zumindest eines neuen QA-Leiters bedarf.

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Kommentare
Eigentlich sehr gut...
disi (unangemeldet), Donnerstag, 26. August 2010 15:57:38
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Ich habe einige Gentoo Boxen laufen und wenig Probleme als Enduser. Dank Leuten wie Diego, die den Devs auf die Fuesse treten, wird die Qualitaet doch besser...

Bei Gentoo hat man eben keine Release Versionen. Also kommen alle neuen Pakete ins Live System via emerge --update.
Das bringt Vor- und Nachteile, wie z.B. kann das laufende System nicht an das zu installierende Paket angepasst werden sondern nur umgekehrt. Es kann auch nicht im System zu sehr herumgefrickelt werden als Paketmaintainer, weil das wieder andere Pakete beeinflussen koennte.

Der End-User hat eigentlich nur Vorteile z.B. immer neueste Software zu haben ohne auch nur das System rebooten zu muessen :)

Also danke an die Developer...

disi


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Ist mir was entgangen?
Py Coder, Donnerstag, 26. August 2010 15:33:11
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Anscheinend ist mir was entgangen dann ich kann mich nicht beklagen, auch wird mir nicht mehrmals das System zerschossen wie der Herr behauptet.

Ab und an gibts ein oder zwei buggy Updates oder blocking packages aber das hab ich auch schon mehrfach bei Arch, Fedora, Ubuntu und sogar selbst bei CentOS erlebt.

Ich zumindest bin seit 2002/3 gentoo user und sehr zufrieden und kann das ganze nicht nachvollziehen, evtl. übertreibt der Herr auch?


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