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Gartner: PC-Markt wächst - Deutschland legt um 22 Prozent zu

Gartner: PC-Markt wächst - Deutschland legt um 22 Prozent zu

Ulrich Bantle
27.08.2010
In Westeuropa hat der PC-Markt im vergangenen zweiten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahr um knapp 20 Prozent zugelegt. 15,6 Millionen Geräte wurden insgesamt verkauft.

In Deutschland ist der Markt gegenüber dem zweiten Quartal 2009 um 23 Prozent gewachsen. 2,8 Millionen Geräte sind hier an die Kunden gegangen. Gartner hat für seine Statistik Desktop-PCs und mobile Geräte zusammengezählt. Die US-Marktforscher werten die Zahlen als Hinweis auf eine Normalisierung des in 2009 schwächelnden Marktes. Der beachtliche Anstieg bei den verkauften Geräten sei aber trotzdem auch auf die schwache Nachfrage im vergangenen Jahr zurückzuführen. Firmen und Konsumenten zählen zu den Kaufwilligen, öffentliche Einrichtungen halten sich noch zurück.

In einzelne Kategorien aufgeteilt, zählen mobile Rechner in Deutschland mit einem Anstieg um 30 Prozent zu den Gewinnern. Desktop-PCs legen um 11 Prozent zu. Gartner zählt im Desktop-Bereich Mini-PCs und die vermehrt angebotenen All-in-One-PCs zu den Umsatzbringern. Die Netbooks verlieren 7 Prozent an die Kategorie der ultraportablen Notebooks, die etwas größer und leistungsfähiger sind, ohne im Preis weit über den günstigen Netbooks zu liegen.

Der deutsche PC-Markt aus der Sicht des US-Marktforschers Gartner. Acer profitiert von starker Nachfrage bei Consumer-Notebooks. Quelle: Gartner

Acer hat in Westeuropa - Gartner listet Großbritannien, Frankreich und Deutschland separat auf - die Führung der Herstellerrangliste an sich gerissen und HP vom Thron gestürzt. Nach HP auf dem zweiten Platz folgen Dell und Asus. Diese Rangfolge gilt auch für den deutschen Markt. Gartners Erkenntnisse: Acer punktet mit seinen Consumer-Notebooks. HP wächst weniger als der Durchschnitt, hat sich mit Produkteinführungen etwas verfranst und dem über die Preise geführten Konkurrenzkampf Tribut zollen müssen. Asus profitiert vom Mini-Notebookmarkt.

Im Jahresvergleich seien die PC-Preise um bis zu 20 Prozent gefallen, hat Gartner ermittelt. Diese Entwicklung werde aber nicht anhalten, so die Marktforscher. Es sei mit steigenden Preisen zu rechnen, schon weil Komponenten wie Bildschirme und Speicherbausteine inzwischen teurer seien.

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