Florian Effenberger legt Ämter bei Openoffice.org nieder

Florian Effenberger legt Ämter bei Openoffice.org nieder

Und tschüss

Ulrich Bantle
25.10.2010
Florian Effenberger hat aus der Debatte um die Konkurrenzsituation zwischen Openoffice.org und der Document Foundation Konsequenzen gezogen und seine Ämter beim Open-Office-Projekt niedergelegt. Update: Auch Charles Schulz und Christoph Noack sind aus dem Openoffice.org-Council ausgetreten.

Zuletzt war bei einer Sitzung der Council-Mitglieder von Openoffice.org die Diskussion entflammt, ob es stattlich sei, Funktionäre von der Document Foundation auch Ämter bei Openoffice.org wahrnehmenzu lassen. Dabei wurde denjenigen ein Rücktritt nahegelegt, die bei beiden Organisationen tätig sind. Besonders einige bei Oracle tätigen Council-Members sprachen sich für einen Rücktritt aus, wollten diese Haltung aber als private Meinung verstanden wissen.

Florian Effenberger - hier bei einem Libre-Office-Vortrag auf der Opensuse Conference 2010 - hat sein Amt als Marketing-Projectlead bei Openoffice-org niedergelegt.

Florian Effenberger, bisher Marketing-Lead bei Openoffice.org und auch Gründungsmitglied der Document Foundation, legt nun sämtliche Ämter und Rollen im Projekt Openoffice.org nieder, wie er in einer Mitteilung bekannt machte. Künftig were er seine ehrenamtliche Tätigkeit der Document Foundation und Libre Office widmen. Die Position im Vorstand des Openoffice.org Deutschland e.V. sei davon unberührt: Der Verein sei eng mit der Document Foundation verbunden, lässt Effenberger wissen.

Effenberger war seit März 2005 als Kontakt für das deutsche Marketing zuständig und in der Position als stellvertretender Marketing-Lead seit 2007. Erst im Januar 2010 hatte er die Position als Marketing Project-Lead angetreten.

Update: Neben Effenberger sind auch die Openoffice.org-Council-Mitglieder Charles H. Schulz und Christoph Noack zurückgetreten. Noack war in der Position des Product Development Representative beim Council von Openoffice.org tätig.

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Kommentare
LIBRE = Freiheit
Axel Konrad, Samstag, 30. Oktober 2010 19:34:39
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Nach den Diskussionsbeiträgen einiger Mitarbeiter von Oracle bei der Sitzung der Council-Mitglieder von Openoffice.org war dieser Schritt zu erwarten. Offensichtlich können einige mit dem Begriff "Freiheit" nicht umgehen.

Oracle hat seit über einem Jahr keine klare Aussage zur weiteren Entwicklung von OpenOffice getroffen, daher war der Schritt zu LibreOffice überfällig. Der neue Name verdeutlicht den Sinn von freier Software noch besser als der alte. Der freie Quellcode kann nicht vernichtet werden und die Unabhängigkeit von ausschließlich am kurzfristigen Profit orientierten Unternehmen wird sich als Vorteil herausstellen.

Ich kann nur joy zustimmen:
"LIBRE OFFICE verinnerlichen,"

Die Entwicklung wird spannend und meiner Überzeugung nach erfolgreich.



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...bin mal gespannt,
JB-CTU2001 (unangemeldet), Montag, 25. Oktober 2010 20:37:22
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wie lange ORACLE da noch tatenlos zuschaut. Zu begrüßen sind diese Schritte.

Ich denke mal über kurz oder lang wid BIG O... aus OpenOffice irgendwas kommerzielles machen. So nach dem Motto abgespeckte Version (nicht wirklich zu gebrauchen) gibt es frei zum Download. Alles andere zum Betrieb notwendige schön "paymente" für.

Oder der Patenttroll wird rausgeholt. Kennt man ja.....

Also ich hoffe und wünsche LibreOffice alles Gute. Und bitte auch an die Linux-Community macht Werbung Werbung Werbung dafür.

Denn ehrlich gesagt glaube ich nicht das BIG O... umschwenkt.

Die Leute müssen schnellstens den neuen Namen verinnerlichen.
Schade, aber keep the new project alive, auch ohne BIG O....

in diesem Sinne,

free your mind......


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Re: ...bin mal gespannt,
joy (unangemeldet), Montag, 25. Oktober 2010 22:13:18
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genau,

LIBRE OFFICE verinnerlichen,

und

oracle komplett vergessen
(incl. deren software und services)

wie war das mit open jdk!


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