FSF will mit "GNU Bucks" proprietäre Software in freien Distributionen finden

FSF will mit "GNU Bucks" proprietäre Software in freien Distributionen finden

GNU-Lösegeld

Marcel Hilzinger
02.10.2009 Die Free Software Foundation führt eine Liste von wirklich freien Distributionen. Doch anscheinend befindet sich auch in den aufgeführten Distributionen noch proprietärer Code.

Das Ziel, eine wirklich freie Distribution zu bauen, scheint schwieriger zu sein, als man denkt. Um ihre Liste wirklich freier GNU-Linux-Distributionen stets up-to-date zu halten und sicherzustellen, dass die aufgeführten Distributionen keinen proprietären Code enthalten, startet die Free Software Foundation nun das Belohnungsprogramm "GNU Bucks".

Wer proprietären Code findet, erhält zur Belohnung einen von RMS signierten GNUtschein.

Im Unterschied zu den meisten Bucks-Programmen gibt es bei der FSF aber kein Bargeld sondern einen von Richard Stallmann persönlich signierten Schein im Wert von π (3,14 usw.) GNU-Bucks. Um an die Trophäe zu gelangen, müssen die Softwarejäger einen detaillierten Bugreport einreichen, der sich auf eine der von der FSF gelisteten Distributionen beziehen muss. Bei den Mainstream-Distributionen wäre die Suche zu einfach.

Details zum GNU-Bucks-Programm gibt es auf gnu.org.

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Kommentare
Sisphus-Arbeit
Lux (unangemeldet), Samstag, 03. Oktober 2009 07:11:41
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Selbst wenn ich dann eine von proprietärer Software freie Distribution installiert habe, habe ich noch lange kein sauberes System. Das fängt schon beim BIOS an ... :-(


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Leider etwas Lächerlich :(
Christian Berg, Freitag, 02. Oktober 2009 21:23:26
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Richard Stallman sollte mal wieder das machen was er früher gut konnte:

Seinen GNU-Emacs anwerfen und wirklich gute, brauchbare Software schreiben. Ich kann mich nicht erinnern in den letzen Jahren ein radikal überarbeitetes oder komplett neues und dringend benötigtes Stück Software von der Free Software Foundation (Amerika) gesehen zu haben.

Die Zeit nützt Stallman lieber für halbherzige Kampagnen und Protestmärsche im Stil von anarchistischen StudentInnen Bewegungen. Eine GNU/Linux Distribution kann schon aus dem Grund niemals frei im Sinne des Bärtigen sein weil sie neben dem GNU auch noch einen Linux Kernel beherbergt. Darin ist "proporitäre Firmware" enthalten.

Frage, was ist besser? Die Grafik- und WLAN-Chips mit einen Codeblob versorgen den man nicht einsehen darf, oder die Hersteller wieder dazu zu zwingen diese Industrie Geheimnisse fix zu verdrahten und mit ihren Fehlern auf alle Ewigkeit leben.

Stallman geht da lieber den Weg auf diese Hardware zu verzichten, hat sich aber noch immer nicht dazu bewegen lassen Intel und AMD zu boykottieren. Diese geben den Quelltext des Microcode ihrer CPUs auch schon seit Jahren nicht unter der GPL raus. Es ist ja so das die Linux Treiber durchaus ohne der Firmware laufen, nur die Hardware Komponente tut das nicht. Dieses Firmware baut daher auch nicht auf Linux auf, sondern Linux baut auf diverse Hardware die eine Firmware benötigt auf.

Wenn Stallman das stört soll er seinen FSF Kampagnen Posten verlassen und die FHF (Free Hardware Foundation) gründen.


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Re: Leider etwas Lächerlich :(
Lux (unangemeldet), Samstag, 03. Oktober 2009 07:05:59
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'Eine GNU/Linux Distribution kann schon aus dem Grund niemals frei im Sinne des Bärtigen sein weil sie neben dem GNU auch noch einen Linux Kernel beherbergt. Darin ist "proporitäre Firmware" enthalten.'

Nicht unbedingt. Mit "Linux libre" gibt es auch eine freie Version von Linux: http://fsfla.org/svnwiki/selibre/linux-libre/



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Re: Leider etwas Lächerlich :(
lui (unangemeldet), Samstag, 03. Oktober 2009 15:33:06
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>>Stallman geht da lieber den Weg auf diese Hardware zu verzichten, hat sich aber noch immer nicht dazu bewegen lassen Intel und AMD zu boykottieren. <<

Toll. Auf der einen Seite RMS dafür kritisieren, dass er Hardliner ist und auf der Anderen bemängeln, dass er dabei nicht konsequent genug ist.
Manchen fehlt es wirlich vorne und hinten.
Ohne RMS gäb es keine Linux-Distributionen und währe er der Hardliner, hätte er es mit seiner GPL allen Firmen die Linux bzw. GNU/linux nutzen wollten mit dem Verzicht auf propr. Anteile sehr schwer gemacht. Sein Ziel ist es komplett freie Software und Systeme zu schaffen und er bietet Anreize dafür.
Komischerweise tauchen immer wieder Leute auf, die RMS auf dümmste Art und Weise kritisieren, und dazu so dämlich sind, dass sie nicht checken, dass sie ohne ihn kein LinuxOS hätten.


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*daumenhoch*
flossy (unangemeldet), Freitag, 02. Oktober 2009 11:36:10
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Genial!
Es ist schön zu hören, wie sich die FSF immer wieder für die Freiheit einsetzt :)


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Re: *daumenhoch*
Pit (unangemeldet), Freitag, 02. Oktober 2009 13:47:11
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Naja. Schau Dir die Liste mal an. Keine einzige bekannte Distibution dabei. Warum? Bereits das Bereitstellen von z.B. Firmware für manche Hardware reicht für den Ausschluss, ebenso wenn es ein (separates!) Repository für Non-OSS gibt.

Ich find, man kann's auch übertreiben. Z.B. wine auch auf die schwarze Liste setzen, weil man damit ja unfreie Software auf seinem Rechner laufen lassen kann...

Pit (15 Jahre Linux-only)


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