Googles Chrome für Linux als Public Beta

Erste Chrome-Beta für Linux

Erste Chrome-Beta für Linux

Daniel Kottmair
05.06.2009 Mit Spannung wird Googles flinker, innovativer Browser in seiner Linux-version erwartet. Google stellt heute erste Beta-Versionen von Chrome für Linux und MacOS bereit.

In Googles Developer Channel finden sich .deb Pakete für Debian und seine Derivate wie etwa Ubuntu. Nutzer anderer Systeme sind momentan auf sich gestellt, Google sagt jedoch, dass ein Zerlegen und händisches Installieren der .deb-Pakete möglich sein sollte, die finale Version wird - wie schon Google Earth - auf zahlreichen weiteren Linux-Flavors laufen. Die ebenfalls angebotene 64-Bit-Version ist wohl nur eine etwas anders verpackte 32-Bit-Version, sie macht ersten Berichten zufolge wohl auch mehr Probleme als diese.

Google warnt, dass die Installation des .deb-Pakets das Google-Repository hinzufügt, um automatisch Updates der Beta zu beziehen. Wer das nicht will solle per sudo touch /etc/defaults/google-chrome eine Dummy-Datei erstellen, die dies verhindert. Wir installierten die 32-Bit-Version für einen Schnelltest in ubuntu 9.04.

Googles Chrome ist, genau wie der Community-Build von Chromium, noch nicht feature-complete. Momentan fehlt beispielsweise noch die Unterstützung für Plugins jeglicher Art (z.B. Java, Flash), sämtliche Druck-Funktionen und die Unterstützung für Google Gears. In zahlreichen Dialogfenstern findet sich nur ein TODO - oder gar nichts, wie beispielsweise beim Element-Inspektor. Google warnt explizit, dass diese Version nur für interessierte Entwickler gedacht ist und in keinster Weise für normale Endanwender.

Was jedoch schon recht gut funktioniert ist das Seiten-Rendering selbst, testweise luden wir diverse Seiten, die stark auf dynamischem AJAX-Content setzen, diese renderte Chrome ebenso korrekt wie Seiten mit komplexen Stylesheets. Die Geschwindigkeit kann jetzt schon beeindrucken: Chrome fühlte sich deutlich flotter an als ein topaktueller Firefox auf demselben Rechner.

Obwohl Google erwähnt, dass die Chrome-Beta wohl häufig abstürzen wird und bei der Installation um Erlaubnis bittet, die beim Absturz generierten Crashreports automatisch an Google zu schicken, konnten wir Chrome in unserem Kurztest nicht aus der Ruhe bringen.

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