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Erste Alpha von Amarok 2


Amarok 2 soll Anwendern auf dem KDE-4-Desktop den von Amarok gewohnten Komfort beim Musikhören gewähren. Nun steht eine erste Alpha-Version des freien Musikabspielers zum Download bereit. Die bleibt experimentierfreudigen Anwendern vorbehalten - sowohl die GUI als auch die Funktionen befinden sich noch in der Entwicklung. Zwar zeichnen sich mehr und mehr zukünftige Features ab, die stabile Version von Amarok 2 hält jedoch erst in einem KDE zwischen den Versionen 4.1 und 4.2 Einzug auf den Linux-Desktop.

Optisches Plasma

Nicht nur verpassen die Entwickler der Oberfläche von Amarok 2 ein neues Outfit, die Software passt sich auch automatisch dem auf dem System vorherrschenden Farbschema an. Zudem sehen die grafischen Elemente besser aus, weil Amarok 2 skalierbare Vektorgrafiken verwendet, wie sie in den Plasmoids von KDE 4 zum Einsatz kommen.

Das bekannte Kontextmenü, das weitergehende Informationen zu Titeln und Künstlern liefert, tritt in Amarok 2 als Plasmoid auf den Plan. Die Entwickler hoffen, dass Anwender nach dem Erscheinen der stabilen Version viele weitere Plasmoids entwickeln, die den Musikabspieler um zusätzliche Funktionen bereichern.

Funktionales

Ein so genannter PopUp Dropper erlaubt das muntere Verschieben von Musikdateien per Drag & Drop in das Kontextmenü, in die Playlist, in die lokale Musiksammlung oder auf mobile Geräte wie den iPod. Die "biased playlists" (etwa: parteiische Playlists) unterscheiden sich offensichtlich etwas von den bisherigen dynamischen Wiedergabelisten. Sie spielen die vom Hörer bervorzugten Titel öfter ab, als andere Titel, wobei der Hörer selbst die Häufigkeit steuert.

Für Skripting-Freunde von Amarok 1 gibt es eine schlechte Nachricht: Nach der Umstellung auf Amarok 2 werden wohl die aktuellen Skripte nicht mehr laufen. Amarok 2 bringt ein auf QtScript basierendes System mit, dass plattformunabhängig arbeiten soll und Skripting vereinfacht. Tags und Bewertungen für die eigene Musikkollektion sollen hingegen nicht verloren gehen: Ein Entwickler arbeitet an einem Skript, das die Einstellungen in die neue Version von Amarok rettet.

Externe Dienste und Geräte

Die aktuelle Version integriert nicht zuletzt diverse Musikshops und -dienste wie Last.fm, Jamendo und Magnatune in ihre Oberfläche. Auch die Unterstützung des iPod ist auf dem Weg, noch kommt die Software aber nicht mit dem AA-Format zurecht. Insgesamt soll Amarok 2 mobile Geräte in größerer Zahl und besser unterstützen, indem es auf Solid setzt, die Hardware-Schicht von KDE 4. So sollen sich externe Player ind die Wiedergabeliste einbeziehen lassen. Ob diese Funktion es bereits in Version 2.0 schafft, ist unklar.

Die Webseite des Projekts bietet die Alpha-Version von Amarok 2 zum Download an, zudem gibt es das Projekt Neon, das zum Ausprobieren aktuelle Pakete von Amarok 2 für verschiedene Distributionen anbietet.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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