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EUPL immer beliebter

31.08.2010
49 Sourceforge-Projekte stehen unter der europäischen Open-Source-Lizenz EUPL, freut sich der europäische Informationsdienst Osor. Von den bei ihm selbst gehosteten Projekten seien ein Drittel EUPL-lizenziert.

Projekte aus dem akademischen Bereich und der freien Wirtschaft entscheiden sich aus zwei Gründen für die EUPL: Sie sei in besonders viel Sprachen übersetzt, und sie sei konform mit dem europäischen Recht. Das hat der niederländische Journalist Gijs Hillenius erfragt, der regelmäßig den Informationsdienst Osor mit Nachrichten bestückt. Bei Sourceforge seien nun 49 Projekte mit der EUPL gelistet, zählt er nach, während es vor einem Jahr noch Null waren. Bei dem hauseigenen Software-Hostingportal Forge Osor ist der Anteil etwas höher: Hier nutzen rund 50 von 150 Projekten die Europa-Lizenz.

Die EUPL (European Union Public Licence) gibt es seit 2007. Ihre aktuelle Version ist 1.1. Seit 2008 lag sie in über 20 Sprachen vor. Bei den Top-20-Lizenzen, die das ostamerikanische Beratungs- und Service-Unternehmen Black Duck Software kontinuierlich erhebt, taucht die EUPL nicht auf. Absoluter Spitzenreiter der Open-Source-Lizenzen ist die GPLv2: Sie gilt für fast 50 Prozent der beobachteten Open-Source-Projekte. Mit himmelweitem Anstand folgt die LGPLv2.1 mit neun Prozent.

Der europäische Informationsdienst OSOR (Open Source Observatory and Repository) war Teil des europäischen IDABC-Programms, ein Programm der europäischen Kommission, das bis Ende 2009 Bürger und Unternehmen über grenzübergreifende öffentliche Dienste im Bereich E-Governance informierte, die Verbreitung von Open-Source-Software zu fördern (IDABC, Interoperable Delivery of European eGovernment Services to public Administrations, Business and Citizens). Seit 2009 betreibt der Osor-Dienst eine eigene Forge-Seite als Pool für Open-Source-Projekte von öffentlichen Verwaltungen. Was sich auf europäischer Ebene Software-Sharing-mäßig tut, hat im Frühjahr 2010 eine Gartner-Studie beleuchtet.

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